LaMaria hat geschrieben: Mi 6. Dez 2023, 23:27
Zu freigiebig für Innenpolitiker
Das Cannabisgesetz fliegt von der Agenda im Bundestag. Stattdessen beschäftigt sich die Innenministerkonferenz damit.
CanG ab Donnerstag auf der Innenministerkonferenz.
Die Innenpolitiker der Grünen und FDP teilen die Bedenken von Fiedler nicht.
https://taz.de/Streit-um-Cannabis-Gesetz/!5974188/
Das wird nix mehr, der Entwurf wird von unterschiedlichen Bedenkenträgern untereinander herumgereicht und die bei jeder Station eingesammelten Bedenken ergeben dann zum Schluß den Untergang des Abendlandes.
Ich habe schon kundgetan, daß ich die Ampel seit dem 60-Milliarden-Loch nicht mehr für aktiv handlungsfähig halte, zudem sie auch untereinander total zerstritten ... äh ... beschrieben wird. Das einzige, was sie noch betreiben können ist Defensiv-Politik, zu der es auch gehört, alles über Bord zu werfen, was "irgendwie schwierig" ist und "über-Bord-werfbar" ist. Das 60-Milliarden-Loch kann man nicht abwerfen, den Krieg zwischen Russland und Ukraine auch nicht und den neuen Nahost-Krieg erst recht nicht ...
So eine Art der Politik kann grundsätzlich durchaus Erfolg haben: viele Probleme regeln sich von alleine - Helmut Kohl war der unangefochtene Weltmeister des Aussitzens gewesen. Allerdings konnte sich die von ihm geführte Regierung auf eine breite gesellschaftliche Unterstützung und komfortable parlamentarische Mehrheiten stützen - das ist heute ganz anders.
Wir leben in einem Land, in dem es keine einheitliche Gesellschaft mehr gibt, kein "gemeinsames Tischtuch" mehr von "demokratischen Parteien", die einander ihre Legitimität gegenseitig nicht infrage stellen und sich bewußt sind, sich in der Machtausübung abzuwechseln oder in die Macht zu teilen.
Es gibt einen Block von "Altparteien", wie sie die AfD gerne nennt - ich nenne sie gerne die "Nationale Front 2.0" - und auf der anderen Seite nur eine einzige Partei, die AfD nämlich, die immer stärker und stärker wird. Warum das so ist, können auch die Politruks hier im Forum nicht erklären, wiederkäuen ihr Mantra von der "Angst vor Veränderung", vertrauen immer noch auf die Dämonisierung als "Faschisten" bzw "gesichert rechtsextremistisch" nach den Ämtern, die für mich in der Nachfolge des Reichssicherheitshauptamtes der SS und des MfS stehen - und genau wie ihre Vorgänger "weisungsgebunden" sind. "Die Medien" gehen das mit - aber die Wähler ficht das offenkundig nicht an. Für so aufrechte Demokraten und Menschenrechtsaktivisiten dürfte das doch Grund genug sein, endlich mal ein Verbotsverfahren gegen die AfD und rund 1/3 der Wahlberechtigten einzuleiten ?!
Aber es nützt nüschdt für unser aller Thema !
Eine politische Legalisierung von Cannabis wird es m.E. in absehbarer Zeit nicht geben, weil es eine "handlungsfähige Politik", die Cannabis legalisieren will, nicht mehr gibt - die einzige Chance für eine Legalisierung in den nächsten Jahren liegt für mich beim BVerfG.
Ich habe mein Einschätzung ja schon kundgetan, daß die jüngste Einscheidung zu Cannabis - das Zurückweisen von Vorlagebeschlüssen aus formalen Gründen - "das Pulver trocken gehalten hat".
Ich würde dem DHV anheimstellen wollen, einen "Gang nach Karlsruhe" zu planen. Das erfordert eine strategische Vorbereitung, eine nicht unerhebliche Menge von Geld für die Verfahrenskosten, va die Verfassungsrechts-Cracks, die nicht für RVG und erst recht nicht für Prozeßkostenhilfe tätig werden und natürlich auch interne Abstimmungen, um diese Vorrausetzungen zu schaffen. Es wird garantiert eine mittlere 5-stellige Summe Kosten, diesen Weg gehen zu wollen - "ich stelle anheim!"