Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Schwierig, aber nicht unmöglich: Kostenübernahme durch Krankenkassen.
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Martin Mainz
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von Martin Mainz »

Hallo Franziskaner und willkommemn im Forum.

Bitte lies dich zum Thema in diesem Thread ein, in den ich auch deinen Beitrag verschoben habe. Es gibt auch andere Threads, die sich bei Ablehnung mit dem Widerspruch befassen, die Suche hilft dir hier weiter.

Generell: Der Arzt schreibt den Antrag (der vom Patienten auch mit vorbereitet werden kann), dann geht das an die KK, die schickts meist wiederrum dem MDK und der prüft. Das kann bis zu fünf Wochen dauern und dann sollte Zusage oder Ablehnung kommen. Je nach dem muss man weiter schauen. Nach fünf Wochen kannst du auch in Richtung Genehmigungsfiktion gehen (die ist aber nicht mehr dauerhaft wie früher).
Ehrenamtlicher Foren-Putzer

Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
Bitte seid nett zueinander - die Welt da draußen ist schlimm genug
Hausi91
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Antrag zur Kostenübernahme

Beitrag von Hausi91 »

Guten Tag,

Ich bin absolut frisch in der Thematik, also bitte steinigt mich nicht wenn ich hier falsch bin.

Ich war eben bei meinem Hausarzt und er würde mit mir den Antrag auf kosten Übernahme stellen.
Er meinte Es reicht völlig formlos da etwas einzureichen, nun kennt man aber die lieben Krankenkassen..

daher meine frage wo kann man sich Hilfe holen zur Antrag Stellung ?

gibt es einen Leitfaden wie so etwas am besten aussieht und was rein muss ?
Scienta
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Kostenübernahme für Cannabisblüten genehmigt

Beitrag von Scienta »

Hallo zusammen,

ich bin so froh das der Kampf endlich vorüber ist. Wenn man gesund ist kann man vieles so im vorbeigehen machen aber mit gesundheitlichen Einschränkungen ist so manches doch schon ein Gewaltakt gewesen.
Umso mehr hat mich folgende Nachricht erfreut

"Guten Tag ....,

wir haben die Stellungnahme des Medizinischen Diensts (MD) erhalten. Aufgrund des Gutachtens genehmigen wir den Antrag auf Anwendung von Cannabisblüten bei Ihnen.
Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt kann auf Grundlage dieser Bewilligung jedoch auch ein anderes Cannabispräparat verordnen.
Die Entscheidung, ob und in welchem Umfang ein Cannabispräparat auf einem Betäubungsmittelrezept (BtM-Rezept) verordnet wird, trifft ausschließlich Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihr behandelnder Arzt.
Bitte besprechen Sie mit ihr bzw. ihm Ihren weiteren Behandlungsverlauf.

Für Ihre Behandlung wünschen wir Ihnen alles Gute."


Wobei ich überhaupt keine Blüten haben möchte. Mir wäre ein Extrakt mit einem ausgeglichenen THC/CBD Verhältnis zuträglicher aber das werde ich mit meinem Arzt besprechen.
Ich bin meinem Arzt sehr dankbar das er mir nie auch nur einen einzigen Euro für ein BTM Rezept abgenommen hat und auch die Kostenübernahme ging von ihm aus. Nachdem der MDK das erstmalig abgelehnt hat, hat sich der Doc mit mir Samstags hingesetzt um die Fragen zu beantworten. Auch das hat er kostenlos gemacht.
Ein anderer Arzt der sich auf Cannabinoide spezialisiert hat wollte so um die 600++,- EUR für Gespräche haben + ggf. noch mehr für zusätzliche Untersuchungen.
-> naja...

Ich drücke allen schwer erkrankten ganz fest die Daumen das euch auch geholfen wird.

Viele Grüße
Sesshin
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Hilfe bei Kostenübernahmeantrag und Ärzte

Beitrag von Sesshin »

Hi Mitnand!

Ich habe folgenden Fall und bräuchte dringend Eure Hilfe.

Ich leide seit Kindheit an 360 Tage Migräneanfälle im Jahr. Ich habe eine solide Dokumentation, Schmerzklinik Kiel inklusive. Ich habe alles marktübliche ausprobiert bis auf Opiate. Tilidin hab ich mal kurzfristig von einer bekannten probiert, ist aber nicht aktenkundig und hat nicht gewirkt.

Cannabis ist das einzige was mir hilft. Ich bin in 2017 bereits gegen die HKK wegen der Kostenübernahme vorgegangen, in dem ich eine einstweilige Verfügung durchgesetzt habe. Sie hatten die Genehmigungsfiktion verpasst. Das Gericht bestätigte ebenso die schwere der Erkrankung aber ich konnte nicht glaubhaft machen dass eine Verbesserung in Aussicht sei, obwohl sie bereits eingetreten war. Diese Verfügung war leider befristet und ich musste dann ins Ausland so dass das Verfahren eingestellt werden musste.

In 2021 hab ich erneut Anlauf mit der TK genommen und bekam natürlich wieder eine Ablehnung vom MdK. Forderung: Schmerztherapeutsche + Suchtmedizinische Stellungnahme und eine Begründung warum andere marktübliche Therapien nicht eingesetzt werden könnten wie zB. Zahnbehandlung, Physiotherapie, Psychotherapie etc.

Hab dann einen Anwalt eingeschaltet aber nachdem mein damaliger Arzt über 2 Jahre gebraucht hat um eine Stellungnahme zu schreiben (einen anderen Arzt konnte ich nicht finden) habe ich aufgegeben und den Widerspruchsverfahren eingestellt.

Nun bin ich inzwischen in ein anderes Bundesland, nach Bayern, gezogen und möchte erneut Antrag stellen. Ich war bereits beim Neurologen der gleich, nach dem ich erzählt habe, dass Cannabis das einzige sei was hilft, Cannabis auch von sich aus befürwortete und verschreiben wollte. Nachdem mir ausgerutscht war dass es bereits in der Vergangenheit Probleme mit der Kasse gab, zog er den Schwanz ein und meinte mit der Kasse möchte er nichts zu tun haben. Sicher aus Angst vor Regress.

Gestern war ich bei einem nichtsigen Schmerztherapeuten, der meinte Cannabis sei “sicher keine präventiv-medikation. Er meinte Schmerzen sind meist psychologisch begründet und er müsse mich zuerst zum Psychologen schicken. Außerdem würde er sich an die Diagnosen des Schmerz-Klinik Kiels halten. Ich solle in Januar wieder kommen. Als ich fragte was ich in der Zwischenzeit gegen die Schmerzen tun soll meinte er, er halte sich da raus da er noch keine Diagnose stellen kann (obwohl er die Diagnosen des Schmerzklinik Kiels angeblich übernimmt). Abgesehen sagt die Schmerzklinik Kiel deutlich, Migräne ist eine angeborene, unheilbare Erkrankung dem man nicht auf die Psyche schieben kann.

Ich nehme inzwischen ca. 30 Triptane im Monat, (was deutlich zu hoch ist, max. 10 sind erlaubt), und besonders als chronischer Migräniker mit hohem Blutdruck steigt dadurch die Gefahr auf einen Schlaganfall, ganz zu schweigen von der Leber.

Ich benötige dringend Abhilfe und weiß nicht mehr weiter.

Meine Idee ist zu dem Neurologen mit ausgefüllter Kostenübernahmeantrag zu gehen um dazu zu überreden den zu unterschreiben. So viel ich weiß, sobald die Kasse die Kostenübernahme bestätigt kann der Arzt nicht mehr in Regress genommen werden. Stimmt das? Wie überzeug ich ihn an besten?

Desweiteren, wie kann ich die Kasse überzeugen dass eine Verbesserung der Schmerz bereits eingetreten ist? Diese lassen sich ja nicht messen.

Und wie begründe ich (in Vorarbeit für den Arzt) dass weitere Therapien nicht möglich oder sinnvoll seien.

Wie würdet ihr hier weiter verfahren?

Bin ziemlich am Ende meiner Kräfte und bin um jede Hilfe dankbar.

Grüße

Sesshin
moepens
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Re: Hilfe bei Kostenübernahmeantrag und Ärzte

Beitrag von moepens »

Hallo, ich habe eine sehr ähnliche Diagnose, jedoch haben Kasse/MDK nach dem Gesetz 2017 die KÜ beim Erstantrag positiv beschieden.
Mit der Erkrankung sind viele Emotionen verbunden, die man erstmal bewältigen muss. Auch weil es manchen Patienten sehr gegen die Migräne selbst hilft würde ich eine verhaltenstherapeutische Unterstützung unbedingt empfehlen. Außerdem gibt es dem verschreibenden Arzt Sicherheit.

Lass die Triptane möglichst weg! Nicht nur weil sie kaum helfen, man handelt sich auf Dauer einen medikamenteninduzierten KS ein. Außerdem gibt es Migränearten, bei denen Triptane kontrainduziert sind. Opioide sind übrigens ebenso kontrainduziert, wegen mangelnder Wirksamkeit und beeinträchtigter Darmtätigkeit.

Warum gehst du zu Neurologen und nicht zum Schmerztherapeuten? Klar kann man auf einen aufgeschlossenen Neurologen treffen, aber die Verbände haben sich konträr zu Cannabis positioniert und das trägt nicht zur Sicherheit beim Therapeuten bei. Außerdem kann alles medizinische ebenso gut in einer Schmerztherapie geregelt werden. I.d.R. haben Neurologen obendrauf am wenigsten Zeit für den einzelnen Patienten. Dann stehen sie vor der Wahl, für welchen Patienten sie keine Zeit haben - und als angehender KÜler beansprucht man leider viel Zeit.
Regressgefahr besteht leider immer, das tritt aber wirklich selten ein. Je mehr du ausprobierst, umso besser kann sich der Arzt dahingehend absichern.

Hast du das MDK Gutachten und kannst du es anonymisiert teilen?
Lemurensohn
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von Lemurensohn »

Hallo ihr lieben,

wie ist das wenn man einer Kostenübernahme beantragt, ich geb dort meine monatliche Menge ein-> ca. 20g --> wird dann diese Dosis genehmigt oder kann auch ein erhöter Bedarf von der Kasse gedeckt werden, falls die schmerzen mal wieder größer werden....

liebe grüße ;)
moepens
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von moepens »

Lemurensohn hat geschrieben: Mi 16. Apr 2025, 08:17 Hallo ihr lieben,

wie ist das wenn man einer Kostenübernahme beantragt, ich geb dort meine monatliche Menge ein-> ca. 20g --> wird dann diese Dosis genehmigt oder kann auch ein erhöter Bedarf von der Kasse gedeckt werden, falls die schmerzen mal wieder größer werden....

liebe grüße ;)
Wenn du explizit eine KÜ beantragst, dann müssen das Präparat und die Dosierung genannt werden. Bei Erfolg kann dann problemlos innerhalb der Blüten oder Extrakte gewechselt werden, auch die Dosierung liegt im ärztl. Ermessen. Bei einem Wechsel von Blüten zu Extrakten oder umgekehrt war jedoch prinzipiell ein Neuantrag erforderlich. Jedoch kann es der Arzt nun generell ohne Antrag versuchen (und riskiert u.U. einen Regress).

Das alles ist natürlich abhängig von der Formulierung der Genehmigung, manche Kassen genehmigen auch gleich alle Präparate.

Auch hat ein Antrag mit Dosierung nach Bedarf wenig Aussicht auf Erfolg, am Besten richtet man sich nach Schema F: Morgens-Mittags-Abends
Lemurensohn
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von Lemurensohn »

Naja in meinem Antrag steht halt jetzt n niedrigerer Bedarf als eigentlich ist, mein Arzt meine umso niedriger die Dosis umso mehr Chance auf Erfolg.

Außerdem wurden sowohl Dronabinol und auch Bkutean beantragt-

Der Doc meinte wenn erstmal die Erlaubnis da ist kann er mir so viel aufschreiben wie ich benötige... Doch das verunsichert mich dann doch ein bisschen weil es sich nach beschiss irgendwie anhört...

Ich hab seit 6 Jahren eine MS mit Spaßtischen Episoden und versteh einfach nicht, wieso sich die Kasse so sperrt.

Einen Antrag bei der AOK würde 2019 abgelehnt - auf das Verfahren warte ich noch heute...
pepre
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von pepre »

Lemurensohn hat geschrieben: Sa 19. Apr 2025, 10:23 ... versteh einfach nicht, wieso sich die Kasse so sperrt.
Die allermeisten Entscheidungen der Kassen sind reine BWL-Entscheidungen. Traurig, aber wahr. Und solange bei diesen Entscheidern nicht im Hirn ist, dass Cannabis ein ernsthaftes Medikament ist, das in vielen Fällen sogar günstiger ist als die Standard-Medis, solange werden sie damit hadern. – Dass dies eine absurde Lage ist, die auf dem Rücken der Patienten ausgetragen wird, ist den BWLlern wurst; da zählt nur Cash. Zudem ist das System unsäglich träge, aka "das haben wir schon immer so gemacht".

Ein guter Arzt kennt diese Mechanismen. Wenn er versucht diese "auszutricksen", indem er erstmal billigere Varianten verschreibt (und später nachlegt), so zeugt das nur von seiner Weisheit ggü dem System. ;)
moepens
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von moepens »

Lemurensohn hat geschrieben: Sa 19. Apr 2025, 10:23 Außerdem wurden sowohl Dronabinol und auch Bkutean beantragt-
So kann man Problemen vorbeugen.
Lemurensohn hat geschrieben: Sa 19. Apr 2025, 10:23 Der Doc meinte wenn erstmal die Erlaubnis da ist kann er mir so viel aufschreiben wie ich benötige... Doch das verunsichert mich dann doch ein bisschen weil es sich nach beschiss irgendwie anhört...
Die Richtung stimmt schon, das ist wohl seine Erfahrung mit den Kassen.
Lemurensohn hat geschrieben: Sa 19. Apr 2025, 10:23 Ich hab seit 6 Jahren eine MS mit Spaßtischen Episoden und versteh einfach nicht, wieso sich die Kasse so sperrt.
Wird dir Sativex verschrieben? Das wäre eine Zwischenlösung, weil es zugelassen ist für dein Krankheitsbild.
Lemurensohn hat geschrieben: Sa 19. Apr 2025, 10:23 Einen Antrag bei der AOK würde 2019 abgelehnt - auf das Verfahren warte ich noch heute...
Wurde der MDK befragt und falls ja, hast du den Bericht angefordert?
Lemurensohn
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von Lemurensohn »

Hallo mein lieber,.
Danke euch für die Antwort.

Mein damaliger sozial Anwalt hat sämtliche Briefe einfach nicht beantwortet - manchen sogar nach mehrmaligen anschreiben vom Gerricht nicht -

Hatte Akteneinsicht, ja.

Passt, dann sollte das alles so passen, und hoffe ich das der Antrag durch geht👍🏿👍🏿

Frohe Ostern
moepens
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von moepens »

Lemurensohn hat geschrieben: Sa 19. Apr 2025, 17:56 Hatte Akteneinsicht, ja.
Auf die bemängelten Punkte sollte dein Arzt natürlich eingehen.

Dann wünsche ich schonmal viel Erfolg und frohe Ostern!
TheLoneWolf
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von TheLoneWolf »

Hallo,
da mir vor allem, wenn ich unterwegs bin, schlecht ist und die standardmäßigen Mittel dagegen nicht so gut helfen, habe ich meinen Arzt gebeten mir Cannabis zu verordnen.
Er sagte, dass er das erst einmal nur auf Privatrezept machen kann.
Da dachte ich noch, dass die verordneten 30 ml so um die 50 EUR kosten, in der Apotheke dann der Schock, der Preis beträgt, 623 EUR.
In der Apotheke sagte man mir, dass diese Mittel auch auf einem Kassenrezept verordne werden können und dafür auch keine Zuzahlung anfällt.
Ich rief also bei meiner Krankenkasse an, dieser übermittelte mir einen zweiseitigen Frageboden, den mein behandelnder Arzt ausfüllen soll.
Das ausfüllen, wird bestimmt sehr lange dauern, der Arzt ist ziemlich überlastet.

Ist das denn das normale Vorgehen der Krankenkassen bei der Verordnung von Cannabisprodukten?
Verordnet wurde mir Nixiva Panaxol THC25 / CBD25.
moepens
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von moepens »

TheLoneWolf hat geschrieben: Mi 30. Apr 2025, 18:02 Ist das denn das normale Vorgehen der Krankenkassen bei der Verordnung von Cannabisprodukten?
Bestimmte Facharztgruppen dürfen ohne vorherige Prüfung durch die Kassen verschreiben, und dabei zwischen Blüten und Extrakten wechseln. Allerdings besteht die Gefahr eines Regresses immer, wenn ohne ausdrückliche KÜ verordnet wurde. Insofern ist das schon richtig so.
TheLoneWolf hat geschrieben: Mi 30. Apr 2025, 18:02 Da dachte ich noch, dass die verordneten 30 ml so um die 50 EUR kosten, in der Apotheke dann der Schock, der Preis beträgt, 623 EUR
TheLoneWolf hat geschrieben: Mi 30. Apr 2025, 18:02 Verordnet wurde mir Nixiva Panaxol THC25 / CBD25.
Es gibt auf jeden Fall günstigere Extrakte.

Zum Austausch mit anderen Patienten ist die Plattform www.cannabis-medic.eu sehr empfehlenswert. Dort finden sich auch einige Informationen zu Extrakten.
TheLoneWolf
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von TheLoneWolf »

Hallo,
entschuldige bitte meine späte Antwort.
Ich war ein paar Tage nicht da.

Verordnet wird es von einem FA für Nervenheilkunde.

Kannst du mir evtl. günstigere Alternativen des Mittels mitteilen?
Ich kenne mich damit überhaupt nicht aus, und auch der Arzt nicht so richtig.
So ist jedenfalls mein Eindruck.
Er ist sehr bemüht, aber auch sehr überlastet.
Auf das Ausfüllen des Fragebogens für die Krankenkasse kann ich bestimmt Monate lang warten.

Es muss sich nur bald etwas tun, denn wenn einem ständig schlecht ist, ist die Lebensqualität auf sehr niedrigen Niveau.
moepens
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von moepens »

TheLoneWolf hat geschrieben: Di 6. Mai 2025, 17:32Kannst du mir evtl. günstigere Alternativen des Mittels mitteilen?
Ich kenne mich damit überhaupt nicht aus, und auch der Arzt nicht so richtig.
So ist jedenfalls mein Eindruck.
Entscheidend für die beste Wahl ist die zu behandelnde Symptomatik, bzw. die Grunderkrankung. Auf der Basis kann man sich am THC-/CBD-Gehalt orientieren. Preise lassen sich dann online einsehen oder bei der Apotheke erfragen.
TheLoneWolf
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von TheLoneWolf »

Bei mir soll alles eine Nervensache sein, die meinen Magen so verrückt spielen lässt.
Du kannst mir nicht etwas empfehlen, um es erst einmal auf eigene Kosten auszuprobieren?
In der Apotheke, zumindest bei uns hier in der Provinz kennt man sich damit überhaupt nicht aus, als ich dort nach einer Beratung gefragt habe.
moepens
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von moepens »

TheLoneWolf hat geschrieben: Di 6. Mai 2025, 18:23 Bei mir soll alles eine Nervensache sein, die meinen Magen so verrückt spielen lässt.
Du kannst mir nicht etwas empfehlen, um es erst einmal auf eigene Kosten auszuprobieren?
In der Apotheke, zumindest bei uns hier in der Provinz kennt man sich damit überhaupt nicht aus, als ich dort nach einer Beratung gefragt habe.
Kannst du deine Beschwerden weiter ausführen?
Wenn Übelkeit ein zentrales Motiv ist, dann könnte THC ohne oder mit wenig CBD gut wirken. Z.B. bei MS hat sich beides bewährt (siehe Sativex).

Darüber hinaus gibt es weitere nicht-medikamentöse Möglichkeiten, um auf den Vagus- und Trigeminusnerv einzuwirken. Dazu gehören bestimmte Techniken (Visualisierung, Atmung, Reize...) oder TENS am unteren Trigeminusast. Auch Lidocaintropfen nasal können Nervenbeschwerden lindern.

Ich selbst habe mit Nervenproblematiken viele Jahre Erfahrung, vielleicht kann ich dir weitere Ratschläge geben.

Wenn dein Arzt dafür offen ist, dann kannst du ein reines THC- sowie ein CBD-lastiges Präparat ausprobieren, um die Effekte auf deine Symptomatik auszutesten. Aber es wäre tatsächlich ratsam, mit einem 1:1 Präparat zu beginnen, denn man kann sich schnell damit überfordern, v.a. durch den verzögerten Wirkungseintritt und die lange Wirkungsdauer.
Immer sollte man den Grundsatz beachten: Start low, go slow!
Das Extrakt immer zu den gleichen Bedingungen und Zeiten einnehmen, sehr langsam aufdosieren und mindestens über Tage beobachten.

Empfehlen würde ich dir mal "SOMAI Cannabisextrakt Hybrid 10:10", den Preis musst du erfragen (und ist auch je nach Apotheke unterschiedlich), sollte aber für 30ml deutlich unter 100€ liegen.

Für Weiteres kann ich wie oben geschrieben das Patientenforum empfehlen, ich kann dir auch eine PN mit weiteren Infos zukommen lassen.
Lemurensohn
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von Lemurensohn »

Wie ist das mit der Genehmigungsfiktion, mein Antrag ist jetzt beinahe 7 Wochen in Bearbeitung, die Frist verstrich bereits vor zwei Wochen...

Die dürfen sich jetzt unendlich Zeit lassen ne 😉😡😡😡🤬
moepens
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von moepens »

Lemurensohn hat geschrieben: Mo 26. Mai 2025, 14:52 Wie ist das mit der Genehmigungsfiktion, mein Antrag ist jetzt beinahe 7 Wochen in Bearbeitung, die Frist verstrich bereits vor zwei Wochen...

Die dürfen sich jetzt unendlich Zeit lassen ne 😉😡😡😡🤬
Die Genehmigungsfiktion gibt es nicht mehr. Wenn du die Kosten aktuell selbst trägst, dann hast du eine Chance auf eine nachträgliche Erstattung.

Wenn dein Arzt nach dem G-BA-Beschluss zum 17.10.24 qualifiziert ist, dann entfällt der Genehmigungsvorbehalt und er kann bereits auf Kosten der Kasse verschreiben.
Lemurensohn
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Re: Cannabis Antrag / Attest / Inhalt

Beitrag von Lemurensohn »

Es Kam die Zusage - doch auf meine alte Adresse... Doch leider nur für Extrakte...

Mein doc hat einen Folgeantrag gestellt: diesmal nur für Blüten... Die dürfen sich jetzt wieder fünf Wochen Zeit lassen so wie ich das verstehe....

Mein doc hat auch ein modifiziertes Schmerztagebuch angefügt in dem klar hervorgeht das die schmerzen deutlich reduziert werden durch die Blüten therapie...

Wir hoffen das dies nun endlich ausreichend ist
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