Nachweiszeiten Abbaustoff THC

Alles rund um Blut-, Urin- und Schnelltests: vom aktiven THC-Wert, COOH und 11-OH bis zum Abbau von THC im Körper...
Thereseli!
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Drogentest für Therapie

Beitrag von Thereseli! »

Hallo zusammen,

Ich möchte eine Verhaltenstherapie beginnen.
Der Therapeut bei dem ich gestern zum Erstgespräch war, verlangt ein Attest über Alkohol und Drogenfreiheit.
Alkohol trinke ich seit 2 Jahren so gut wie gar nicht, vorher auch nur anlassbezogen.
Mit Cannabis verhält es sich anders:
Ich habe viele Jahre täglich konsumiert, seit 3 Jahren nur noch in Intervallen.
Bedeutet: 2 -3 mal jährlich, dann aber so 3-4 Wochen täglich 1,5 Gramm.
Nun bin ich seit einer Woche clean, wie lange wird es dauern bis dieser Test negativ sein wird?

Ich weiß, ist schwer einschätzen, aber vielleicht gibt es Erfahrungswerte?
Oder Tipps?

Gruß
Therseli
Halodri
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Welcher Konsum entspricht welchem Grenzwert?

Beitrag von Halodri »

Moin und Hallo!

Ich habe mich eben erst hier angemeldet, weil es mir der richtige Ort scheint. Ich war vor vielen Jahren im Grower Forum aktiv, hatte einige Jahre Konsumpause und freue mich, dass nun die Möglichkeit besteht, legal zu konsumieren.

Oder auch nicht..

Eingestellte Verfahren wegen Geringfügigkeit gab es schon lange, trotz Legalisierung bleibt die Kriminalisierung durch die Hintertür: den Führerschein. (Über den Sinn eines Grenzwerts / Überprüfbarkeit der Fahrtüchtigkeit brauchen wir nicht diskutieren, das muss sicher sein.)

Ich verfolge die Diskussion vornehmlich über die DHV News, in dem Fall über die aktuell diskutierte 3,5ng Grenze des Abbauprodukts - aber ich komme einfach nicht dahinter, wie ich mir diesen Grenzwert in der Praxis vorstellen soll.

Klar ist, regelmäßiger Konsum (je nach Menge, Häufigkeit, Qualität, Physis..) akkumuliert sich bzw baut sich ggf. langsamer ab, als dass es konsumiert wird. Schlimmstenfalls wird es je nach Verhalten (Sport zB) aus dem Fettgewebe ausgeschieden und damit nachweisbar, obwohl nicht konsumiert wurde. Diesen Fall würde ich erstmal ausklammern.

Ich nehme mal mich als Beispiel. Ich konsumiere selten bis nie, in letzter Zeit allerdings mal eine sehr geringe Menge. Ich habe zB an einem Abend zwei Dosen relativ potentes Hasch in einem Vaporizer konsumiert, ich schätze mal ca 0,2g. Das würde ich potentiell gerne machen, habe aber ein bisschen Skrupel bzgl. Inhalation usw. Also konsumiere ich selten mal eine kleine Menge als Edible. Stecknadelkopfgroß, ca 0,1g maximal in heisser Butter in einen Yoghurt. Das wirkt schon echt nicht wenig, fast grenzwertig. So zB gestern Abend.

Um zum Punkt zu kommen: ich habe mir testweise 20ng Cutoff Urinteststreifen besorgt. Nun wundere ich mich doch sehr, dass diese Streifen nicht annähernd negativ sind, sie sind ganz klar positiv. Was ich nicht so positiv finde.. :?:

Gestern Abend ein Krümelchen konsumiert, heute über 20ng?? Wie soll ich da guten Gewissens Auto fahren, ohne bei jedem Polizeiauto feuchte Hände zu bekommen?

Fazit / Frage:

- Wie viel kann man bei Konsum alle paar Tage konsumieren?
- Wie viel (bzw wenig) kann man bei täglichem Konsum konsumieren?

Wieso gibt es einen 3,5ng Grenzwert, wenn dieser schon bei minimalen Dosen überschritten wird (scheint zumindest so)?

Danke für eure Meinungen 8-)
moepens
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Re: Welcher Konsum entspricht welchem Grenzwert?

Beitrag von moepens »

Bei den Urin-Teststreifen geht es um THC-COOH.
Natürlich dürfte immer Unsicherheit bleiben, sofern nicht Speichel getestet wird.
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Vape67
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Re: Welcher Konsum entspricht welchem Grenzwert?

Beitrag von Vape67 »

Halodri hat geschrieben: So 12. Mai 2024, 21:14 Moin und Hallo!

Fazit / Frage:

- Wie viel kann man bei Konsum alle paar Tage konsumieren?
- Wie viel (bzw wenig) kann man bei täglichem Konsum konsumieren?

Wieso gibt es einen 3,5ng Grenzwert, wenn dieser schon bei minimalen Dosen überschritten wird (scheint zumindest so)?

Danke für eure Meinungen 8-)
Hallo

Aktuell nur einen Bluttest machen. Urintest Ablehnen. Einfach Nein Danke sagen.

Zu wieviel kann man alle paar Tage Konsumieren ? Normal sind Deine Blutwerte nach spätestens 24 Stunden unter der 3,5ng Marke, wenn Du nicht Täglich konsumierst.
Soll heißen alle zwei oder drei Tage, sollten 0,2 g Haze kein Problem sein.
Bei Täglichen Konsum, kann ich es Dir auch nicht sagen. Bei langsamen Stoffwechsel und jeden Tag 0,2 g Haze, mit 25% THC, :? Würd ich sagen wird es schwer mit 3,5 ng Blutserum.

Gruß
Halodri
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Re: Nachweiszeiten Abbaustoff THC

Beitrag von Halodri »

Hi, Danke für die Rückmeldung, mein Thema wurde hierhin übertragen, daher hatte ich keine Nachricht darüber.

Jetzt ist es nochmal drei Tage später und der 20ng Test ist immer noch positiv.

Nun zweifel ich an meiner Realität oder der da draussen.
Dieser Grenzwert ist doch jenseits von Gut und Böse.
Aber damit sage ich wohl nichts Neues...

Faktisch gesehen kann man also GAR NICHT konsumieren - außer zu besonderen Anlässen wie Weihnachten oder Todesfall, oder man nimmt sich eine Woche frei, konsumiert 0,1g und lässt das Auto 7 Tage stehen. Gut für die Umwelt, aber nicht praktikabel.

Der Tip, Urinprobe immer zu verweigern, ist gut und war vor 20 Jahren schon die Empfehlung.
Am besten noch die Blutentnahme verweigern, auch wenn man überhaupt kein Konsument ist und wenn die Abnahme unter Zwang erfolgt, mit Anzeige wegen Körperverletzung zu reagieren.. ^^

Aber die Eier(-stöcke) muss man erstmal haben. Ich fühle mich weder in einer Polizeikontrolle wohl (aus bekannten Gründen), noch möchte ich meinen Tag durch einen unfreiwilligen Aufenthalt potentiell inkl. Blutentnahme auf einer Wache bereichern.
Neben quasi-freundlichen Tricks, jemand zu einer Urinprobe zu bewegen (damals zB meine Frage: "Habe ich denn eine Wahl?" Antwort: "EIGENTLICH nicht". Schön formuliert und durch das Wort eigentlich komplett irrelevant.. Hat aber funktioniert, doof und eingeschüchtert, wie ich war) gibt es dann sicher die Möglichkeit einer "anlassbezogenen Kontrolle bzw Schuldvermutung". Vielleicht zu langsam oder zu schnell gefahren, oder zu langsam oder zu schnell gebremst, was weiss ich..

Faktisch bin ich mit der "Legalisierung" persönlich keinen Schritt weiter, das anfängliche Gefühl von Sicherheit ist derselben Unsicherheit gewichen.

Das Einzige, was ich jetzt guten Gewissens tun kann, ist weiterhin nicht zu konsumieren, aber mit 25g durch die Gegend zu fahren, das möglichst noch ordentlich duftet, um dann jeden Urintest mit Freuden zu bestehen. Ad absurdum.

Versteht mich nicht falsch, vielleicht verstehe ich es falsch, aber seht ihr das nicht auch so?

3,5ng aktives THC nicht zu überschreiten finde ich irgendwie ok, auch wenn ich abends anstelle von 2 Bier lieber etwas Cannabis konsumieren würde. Sobald der passive Wert aber in Bezug genommen wird und ein "nicht-gelegentlicher" Konsum eine medizinische Untersuchung potentiell nötig macht, hört der Spass auf. Idealerweise ein Speicheltest, der einigermaßen zuverlässig ist und wenn der dann positiv ist, eben noch der Bluttest auf aktives THC. Damit sollte sich dann haben.

Regelmäßig Alkohol konsumieren (in recht großen Mengen) darf ich ja auch. (Nicht dass das gut ist)

Lange Rede kurzer Sinn:

Autofahren + selbst seltener Konsum: eher nein.
Sich auf klare Regelungen, Vorgehensweisen, Gesetze, Konsequenzen verlassen können: eher nein.

Schon schade.

Meint ihr, da kommt demnächst was Sinnvolles im Rahmen dieser Legalisierung, oder ist das in Bezug auf den Führerschein eigentlich eine Farce?
Im Endeffekt geht es ja nur um die Definition des "nicht-gelegentlichen Konsums" in Verbindung mit "anzuzweifelnder Eignung zum Fahren des FZ" bzw. "Nichteignung einer Trennung" um das im amtlichen Nominalstil zu sagen.

PS: Sorry für den langen Text..
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Vape67
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Re: Nachweiszeiten Abbaustoff THC

Beitrag von Vape67 »

Halodri hat geschrieben: Mi 15. Mai 2024, 14:44 Jetzt ist es nochmal drei Tage später und der 20ng Test ist immer noch positiv.
...
Hallo

Also das Du beim Pipi test immer noch 20 ng pieselst, ist Normal. Es kann bis zu 90 Tagen dauern, bis man keine Abbau Produkte mehr im Urin hat. Bei mir war nach 5 Wochen der 25ng test auch noch positiv.

Das Gesetz mit den 3,5 ng ml/bs ist keine Farce. Du musst das so sehen, früher warst Du beim Pinkeltest und Anschl. Blutabnahme, mit einer MPU und Führerschein Abgabe sofort dabei. Beim ersten mal schon. Zudem hast Du eine Straftat begangen und wurdest deshalb verurteilt. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Es ist nun nur noch eine Ordnungswidrigkeit. Die kann nur mit Bußgeld belegt werden.

Jetzt mit den 3,5 ng, verhält es sich so, das wenn Du keine Auffälligkeiten zeigst, dann liegt es mehr im ermessen des Polizei Beamten. Er kann nun selbst Entscheiden, ob Du weiterfahren darfst, oder erst 12 oder 24 Stunden später, und ob er eine Anzeige schreibt, eine Ordnungswidrigkeit draus macht und ob er einen Bluttest Anordnet oder nicht.
Wenn es das erste vergehen ist, wird noch keine MPU Angeordnet. Bist Du auffällig und wird ein Bluttest gemacht, dann kostet das 500 Euro und mehr passiert erstmal nicht. Es kann noch einen Monat Fahrverbot geben, aber der Lappen wird nicht komplett Eingezogen und Du musst keine MPU machen, oder den Lappen Neu machen, wie es seither war.
Erst beim zweiten verstoß, oder Auffälligkeit, wird es ernst. Dann kann die Führerscheinstelle annehmen, das Du ein Drogenproblem hast und öfter berauscht fährst. Dann musst Du nachweisen über einen längeren Zeitraum, das Du Clean bist.
Zudem werden die 3,5 ng, großzügig ausgelegt. Selbst wenn man dann 3,7 oder 3,8 ng hat, dann liegt es im ermessen des Polizei Beamten und ob Du auffällig bist.

Nun soll ja noch ein Speicheltest kommen, der ziemlich Sicher Anzeigen kann, vor wie vielen Stunden man Konsumiert hat. Das sollte so schnell wie möglich kommen.
Halodri
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Re: Nachweiszeiten Abbaustoff THC

Beitrag von Halodri »

Hi @Vape67,

seltsamerweise klappt es mit der Benachrichtigung nicht, auch nichts im Spamordner.

Aber vielen Dank für deine Antwort und Erläuterung!

Dem Ermessensspielraum eines/r Polizeibeamten/in "ausgeliefert" zu sein missfält mir zwar, da ich gerne rechtssicher weiss, woran ich bin - und nicht ob jemand meine Nase gerade passt oder nicht oder ob ich eine Allergie habe oder mir aus privaten Gründen die Augen ausgeheult habe.

Also verstehe ich dich richtig, dass wenn ein Schnelltest (bestenfalls irgendwann ein Speicheltest) positiv ausfiele, respektive man über diesem Umweg oder direkt zum Bluttest müsste (wenn Alkohol über Grenzwert ist, kommt m.M.n. ebenfalls immer ein Bluttest) und dieser dann unter 3,5ng aktivem THC liegt, dann ist alles in Ordnung? Keine Ordnungswidrigkeit und kein vermuteter mehr-als-gelegentlich-Konsum auch wenn ein höherer THC-COOH / Abbauwert dies nahelegen würde, was eine Pseudo-MPU zur Folge haben könnte (wie in der Vergangenheit)?

Und nochmal -sorry- zum Verständnis: ich habe vor vielen Jahren konsumiert, aber dann jahrelang nicht. Also kein hoher Abbauwert, der sich lange zeigen könnte. Wenn ich nun wirklich eine Kleinstmenge Hasch, vllt 0,05g als Edible konsumiere (kenne den THC %satz von dem Hasch nicht, aber geht nur ums Ungefähre), dann ist der 20ng Test einige Tage positiv. Das kann ja wissenschaftlich so sein, aber steht doch in keinem Verhältnis zur Realität, oder? Will sagen, selbst bei so einem Mikro-Konsum wäre ein Test im Fall einer Kontrolle positiv. Und damit auch ein Bluttest fällig - auch wenn der dann unter 3,5ng liegt.

Das wäre so, als würde ich heute ein Glas Wein zum Fisch trinken, übermorgen in eine Polizeikontrolle geraten und müsste dann zur Ader gelassen werden.

Oder sehe ich da irgendwas falsch??
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Vape67
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Re: Nachweiszeiten Abbaustoff THC

Beitrag von Vape67 »

Halodri hat geschrieben: Do 30. Mai 2024, 12:25 Hi @Vape67,
Aber vielen Dank für deine Antwort und Erläuterung!
Also verstehe ich dich richtig, dass wenn ein Schnelltest (bestenfalls irgendwann ein Speicheltest) positiv ausfiele, respektive man über diesem Umweg oder direkt zum Bluttest müsste (wenn Alkohol über Grenzwert ist, kommt m.M.n. ebenfalls immer ein Bluttest) und dieser dann unter 3,5ng aktivem THC liegt, dann ist alles in Ordnung? Keine Ordnungswidrigkeit und kein vermuteter mehr-als-gelegentlich-Konsum auch wenn ein höherer THC-COOH / Abbauwert dies nahelegen würde, was eine Pseudo-MPU zur Folge haben könnte (wie in der Vergangenheit)?
Und nochmal -sorry- zum Verständnis: ich habe vor vielen Jahren konsumiert, aber dann jahrelang nicht. Also kein hoher Abbauwert, der sich lange zeigen könnte. Wenn ich nun wirklich eine Kleinstmenge Hasch, vllt 0,05g als Edible konsumiere (kenne den THC %satz von dem Hasch nicht, aber geht nur ums Ungefähre), dann ist der 20ng Test einige Tage positiv. Das kann ja wissenschaftlich so sein, aber steht doch in keinem Verhältnis zur Realität, oder? Will sagen, selbst bei so einem Mikro-Konsum wäre ein Test im Fall einer Kontrolle positiv. Und damit auch ein Bluttest fällig - auch wenn der dann unter 3,5ng liegt.
Das wäre so, als würde ich heute ein Glas Wein zum Fisch trinken, übermorgen in eine Polizeikontrolle geraten und müsste dann zur Ader gelassen werden.
Oder sehe ich da irgendwas falsch??
Hallo

Ja das siehst Du falsch. Zumindest steht es im Gesetz, das kein Abbau Wert mehr Relevant ist, das also nur noch der Aktive THC Wert im Blutserum, gewichtet wird.
Ausnahme wenn Du mehrmals mit THC Werten unter 3,5 ng Blutserum erwischt wirst und auch wenn Du trotz geringer Werte einen Unfall hast, oder sonst wie Auffällig bist, dann wird Dir ein Regelmäßiger Konsum Unterstellt und dann kommen auch die THC-COOH Werte wieder ins Spiel, da nun geprüft wird, wie häufig man Konsumiert. Wann und wie das jetzt Angwendet wird, kann Dir noch keiner genau sagen. Deshalb erstmal weiter unter dem Radar bleiben.

Der Urintest ist immer Abzulehnen, da hier nur die Abbau Produkte gemessen werden können. Bzw nicht gemessen, sondern es wird nur Angezeigt, positiv oder Negativ. Sollte der Beamte also einen Verdacht haben, das Du bekifft Auto fährst, dann muss er einen Bluttest Anordnen, oder Dich fahren lassen. Deshalb immer den Urintest verweigern, weil Du Dich sonst ja selbst Belastest mit den Abbau Produkten und quasi schon damit zugibst, das Du konsumierst.

Wenn der Speichel test Positiv ist und dann bei der Blutprobe unter den 3,5 ng bist, dann gibt es nichts, keine Strafe. Aber es liegt immer noch im ermessen des Beamten, ob Du weiterfährst, Freund oder Freundin weiterfährt, oder ob Du im Taxi Heim fährst, solltest Du auffällig sein. Aber das Gesetz ist noch nicht durch. Das kann sich noch ändern.

Wenn Du ganz selten Konsumierst, so quasi zweimal im Monat eine Tüte Rauchst, dann sind Deine Aktiven THC Werte, im Blutserum nach 8 Stunden mit Sicherheit unter den 3,5 ng/ Blutserum.

Solltest Du doch über 3,5 ng Aktivem THC Gehalt sein, bei einer Blutabgabe, dann gibt es nur eine Ordnungswidrigkeit und Geldstrafe. Wenn Du Auffällig bist bei der Kontrolle, kann ein Fahrverbot und Eventuell ein Führerschein Entzug Erfolgen. Aber nur noch für eine bestimmte Zeit und keine MPU danach. Du bekommst den Lappen also ohne MPU wieder. Das liegt wie gesagt im Ermessen des Beamten. Aber das Gesetz ist noch nicht durch und deshalb kann das auch noch anders kommen. So sehen es gerade die Anwälte. Ein Misch Konsum ist aber jetzt sehr viel Gefährlicher geworden. Das heißt wirst Du mit Alkohol und Aktivem THC Erwischt, dann werden schon stärkere Geschütze aufgefahren, mit Geldbusen bis 3500 Euro und MPU und und und.

Nun kommt ja noch der Speichel Test. Der Speichel test zeigt aber nur an, wie lange man vor dem Autofahren gekifft hat. Also ob Du 8 Stunden gewartet hast, oder erst vor 30 Minuten einen gekifft hast. Schlägt der Speicheltest nicht an, wird auch kaum ein Bluttest Angeordnet werden. Klar wer Auffällig ist , der wird vielleicht trotzdem in den Genuss einer Blutprobe kommen, auch wenn der Speicheltest nichts Anzeigt.

Hoffe für Dich ist es jetzt etwas klarer geworden.
Halodri
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Re: Nachweiszeiten Abbaustoff THC

Beitrag von Halodri »

Vape67 hat geschrieben: Fr 31. Mai 2024, 07:33
Hoffe für Dich ist es jetzt etwas klarer geworden.
Deutlich klarer bzw. würde sagen: ziemlich klar!

Vielen Dank für deine Mühe und Ausführungen.
Ich kann mir vorstellen, dass sich diese Frage derzeit einige stellen und so leicht lässt sich dazu nichts finden.
Auch wenn es noch nicht zu 100% entschieden ist und sich ändern kann, so ist es schon eine sehr gute Einschätzung der aktuellen Lage und der potentiellen Entwicklung.

Ich finde, deine Ausführungen sollten ein Sticky im Forum sein, sind wirklich wichtige Informationen.

Ich nehme für mich mit, dass es eine deutliche Änderung zur Situation vor der Legalisierung ist und dass man bei gelegentlichem Konsum mit anschließender Pause von mind. 8 Stunden (z.B. mal abends konsumiert, nächster Tag ist dann ok) mit gutem Gewissen fahren kann. (Mischkonsum und Autofahren sollte man sowieso nicht und im Fall eines Unfalls Teilschuld oder genauere Prüfung ist äquivalent zu Alkoholgrenze 0,0 Promille, also wohl angemessen)

Und sollte es zu einer Kontrolle kommen, entspannt bleiben und den Urintest verweigern.

Nochmal, vielen Dank, hast mir sehr weitergeholfen!

Viele Grüße
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Vape67
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Re: Nachweiszeiten Abbaustoff THC

Beitrag von Vape67 »

Halodri hat geschrieben: Mo 3. Jun 2024, 17:02
Vape67 hat geschrieben: Fr 31. Mai 2024, 07:33
Hoffe für Dich ist es jetzt etwas klarer geworden.
Deutlich klarer bzw. würde sagen: ziemlich klar!
https://www.youtube.com/watch?v=Muje0ih4QIQ

Viele Grüße
Halodri
Beiträge: 8
Registriert: So 12. Mai 2024, 20:52

Re: Nachweiszeiten Abbaustoff THC

Beitrag von Halodri »

Danke dir, gutes Video.

Hintenraus mit zunehmenden Fragezeichen / Widersprüchlichkeiten aktueller oder geplanter Regelungen und einem kämpferisch dramatischen Abschluss :D aber nichtsdestotrotz informativ - und genau das, was du bisher mitgeteilt hast.

Ich kann verstehen, dass es 1. ein laufender Prozess ist und 2. Polizei und Führerscheinstellen etc sich da auch erstmal zurechtfinden und ihre bewährte Haltung ablegen müssen. Daher ist noch nichts 100% belastbar, zumindest in der Auslegung nicht 100% definiert. Ob nun 3,5ng richtig oder zu wenig sind, was missbräuchlichen Konsum definiert oder ob Grenzwerte gerade im Vergleich mit Alkohol im Hinblick auf Fahrsicherheit eher unwissenschaftlich betrachtet werden - darüber könnte man philosophieren.

Die Zeit wirds zeigen, unterm Strich erstmal echt was, womit man "arbeiten" kann ;)
Hansen
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Registriert: Di 1. Okt 2024, 16:36

Thc Werte im Straßenverkehr

Beitrag von Hansen »

Hallo zusammen ,
Mir ist bewusst,dass meine Frage nicht 100%ig beantwortet werden kann !
Ich würde mich über Meinungen , Erfahrungen freuen .
Kann ich den Grenzwert von 3.5 ng einhalten wenn ich drei mal die Woche jeweils mit 24 Stunden pause einen kleinen joint ( ca 0,25g 15%thc ) abends rauche ? Fahrtantritt nach min. 12 Stunden .
Wie hoch werden voraussichtlich die abbauwerte sein ?

Bei einer Polizei Kontrolle , Blutentnahme werden natürlich abbauprodukte gefunden und der aktive Wert hoffentlich unter 3.5 sein . Habe ich als wiederholungs Täter die Gefahr dass dann der Fall an die Führerschein Stelle weitergeleitet wird und diese trotz unterhalb 3.5ng aber auf Grund der Abbauwerte erneut aktiv wird ?
Mir ist bewusst, dass das eine schwierige Frage ist ,aber würde mich über Meinungen freuen
pepre
Beiträge: 1543
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Re: Thc Werte im Straßenverkehr

Beitrag von pepre »

Hansen hat geschrieben: Di 1. Okt 2024, 17:03 Mir ist bewusst,dass meine Frage nicht 100%ig beantwortet werden kann!
Nichtmal 10%ig. 🤪 Faktoren:
  • Gewicht
  • Anteil Körperfett
  • Körperliche Aktivität
  • Fettaufbau- oder -abbauphase während des Konsums
  • Fettaufbau- oder -abbauphase während der Blutentnahme
  • Höhe des Grundspiegels
  • logarithmischer THC-Abbau (statt linear wie bei Alk)
  • ...
Zuviele Faktoren, die da rein wirken. Selbst wenn du deine individuellen Werte kennst, dann kann das eine Woche später schon wieder anders aussehen.

PS: die Rauschwirkung am THC festmachen zu wollen ist analytischer Quatsch (macht nur Sinn bei Werten über 20ng/ml); THC-OH wäre weit geeigneter. Hoffen wir, dass sich im Zuge der laufenden Studien da noch etwas ändert.
pepre
Beiträge: 1543
Registriert: Di 19. Okt 2021, 11:31

Re: Nachweiszeiten Abbaustoff THC

Beitrag von pepre »

https://www.anwalt.de/rechtstipps/canna ... 34141.html
Cannabis "Missbrauch": Ab 3,5 ng/ml THC MPU für Ersttäter
Führerschein Rechtslage strenger als vor der Legalisierung!
Lesenswerter Rant gegen die Ungleichbehandlung Alk/THC.
marle.m
Beiträge: 3
Registriert: Sa 18. Okt 2014, 10:37

THC Test für zu Hause und warum THC-COOH so Hoch?

Beitrag von marle.m »

Hallo mal eine Frage.
Gibt es zuverlässige THC, test für zu Hause?
Ich meine auf aktives THC, welches auch für die Polizei entscheidet, ist.
Ich rauche CBD Gras von CBD Blume max 0,2 Prozent THC.
Habe vor ca 2 Monaten aufgehört, THC zu rauchen.
Davor 30 Jahre jeden Tag min 1-1,5g mit durschnittlich 15-20 Prozent THC.
Mein Abbauwert ist jetzt nach 2 Monaten immer noch über 150 ng/l THC-COOH im Urin.
Laut der Firma Dräger ist 1 ng/l aktives THC im Blut ca gleich 5 ng/l im Speichel.
Kann das jemand bestätigen?
Ich benutze Speicheltest auf Aktive THC von All Test (die Orangen) mit 3,5 ng/l aktives THC diese sind leider nicht wirklich negative manchmal eine schwache rosa Linie manchmal keine, egal wie lange der letzte Konsum von CBD her ist.
Abbauwert Test benutze ich Urin Test auch von All Test (die Orangen) 150 ng/l diese sind immer Positive auch jetzt noch nach 2 Monaten ohne THC Gras.
Ich rauche ca 1 Gramm CBD Gras pro Tag mit laut Hersteller max 0,2 Prozent THC.
Ich finde es komisch das ich nach 2 Monaten ohne THC Gras immer noch über 150 ng/l THC-COOH liege.
Ist das Normal?
Ich würde mir gerne sicher sein, falls ich in eine Polizei Kontrolle gerate.
Ich bin auf meinen Führerschein angewiesen, deshalb rauche ich nur noch CBD Gras und habe mit dem THC-Gras aufgehört.
Laut Nachrichten hat die Polizei jetzt entsprechende Tests die relativ genau auf 3,5 ng/l THC im Urin Testen, weiß einer welche das sind?
Noch eine Frage: Wird mein THC-COOH wert durch das CBD-Gras über 150 ng/l gehalten?
Dieser Wert sollte doch langsam nach zwei Monaten unterschritten werden oder?
Lg Marle
JoMedic 64658
Beiträge: 60
Registriert: Sa 26. Feb 2022, 05:29

Re: Nachweiszeiten Abbaustoff THC

Beitrag von JoMedic 64658 »

Das Gesetz mit den 3,5 ng ml/bs ist keine Farce.!
Konsum und Fahren sollte schlichtwegs nicht ermöglicht werden! Wegen der Bierindustrie, der MPU Industrie und der Bußgelder, der Immobillienvermieterindustrie da sonst die Landflucht in Städte abnimmt und die Nachfrage sinken würde, mit undurchsichtigen Vermietkonzernen in Städten wäscht man aber OK Gelder. Darum.
"Tüv so: Der Führerschein öffnete damals wie heute die Tür zu einem neuen Leben, sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. In vielen Regionen Deutschlands, insbesondere in ländlichen Raum, ist der Führerschein die Voraussetzung für die Teilhabe am sozialen Leben. Und wer hier eine realistische Chance auf einen Ausbildungsplatz oder eine feste Arbeitsstelle haben will, braucht in der Regel einen Führerschein und ein Kraftfahrzeug. Die vorliegende Studie bestätigt das: 92 Prozent der befragten Bundesbürger:innen haben aktuell einen Führerschein. Davon geben 88 Prozent an, dass der Autoführerschein für sie wichtig oder sehr wichtig ist, um die täglichen Dinge des Lebens bewältigen zu können."
Die Fahrerlaubnisbehörde/FEB so: Der Führerschein ist ein Privileg und kein Grundrecht, der aufgrund Charakterlicher Eignung und von Persönlichkeitsstörungen wie Anpassungstörung entzogen werden kann und zu erziehung von konformen Verhalten eingesetzt wird. (Beweislastumkehr) :roll:
Absprachen, Kostenfallen und fehlende Kontrolle:
Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung braucht dringend ein Update. ;) https://www.anwalt.de/rechtstipps/mpu-r ... 56382.html
https://cannamedical.com/ratgeber/thc-werte-im-blut/
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