Uruquay - die Zukunft hat einen Namen

Was geht bezüglich Cannabis in anderen Ländern?
Antworten
Methusalem
Beiträge: 53
Registriert: Mo 27. Feb 2012, 20:54

Uruquay - die Zukunft hat einen Namen

Beitrag von Methusalem »

Es ist vollbracht! Uruquay re-legalisiert!
Nunmehr wäre es an uns und dem DHV, den Urus im Namen aller deutschen Hanffreunde zu danken und eine Demo vor der Botschaft Uruquays zu veranstalten, die mal nicht gegen etwas ist, sondern DAFÜR!
mr wayne2
Beiträge: 115
Registriert: Di 17. Sep 2013, 13:33

Re: Uruquay - die Zukunft hat einen Namen

Beitrag von mr wayne2 »

Jetzt schon 2 Länder wo Cannabis legal ist. In Uruguay und Nordkorea + 2 (?) Bundesstaaten in den USA.
Guter Anfang. Hoffe mehr süd- und mittelamerikanische Länder ziehen wegen Uruguay nach.
Benutzeravatar
Baumbart79
Beiträge: 651
Registriert: Mi 24. Apr 2013, 10:57
Wohnort: 666 BA-WÜ 666

Re: Uruquay - die Zukunft hat einen Namen

Beitrag von Baumbart79 »

ich versaue allen ungern den jubel

die legalisierung hat bisher nicht gestartet. nur weil eine zustimmung im parlament abgesegnet wurde, heisst es nicht, dass die geplanten 25 tonnen schon angebaut, verteilt und verdampft wurden bisher - was werden die nachteile derer sein, die in den staatlichen datenbanken als kiffer kenntlich gemacht werden? dies muss man auch mitbedenken, da es bei uns vor allem auf den führerschein ankommt, mit dem man kiffer schon so herrlich unterdrück und in angst hält um die eigene existenz.

vor allem ist das ab jetzt eine heikle zeit, in der die opposition erst stellung im schützengraben beszieht und den teufel an die wand zu malen versucht. man vergisst schnell, dass in colorado solche shops umziehen mussten aus manchen stadtteilen weil sich konservative schwachmaten zusammengetan haben - weil man angst vor dem geruch hat und sie glauben davon abhängig zu werden oder "drauf" zu kommen(schulweg der kinder bla bla - siehe amsterdam und was dort auf die leute zukommt). und das hört nicht auf, solange man nicht dennoch mit "reefer madness" und anderen horrorszenarien etwas dagegen verucht zu unternehmen. und glaubet mir, die opposition wird denen ganz genau auf die finger schauen und nichts unversucht lassen, dass es dennoch verteufelt wird oder wieder umgeworfen, in dem man denen das leben schwer macht - ja, ich weiss dass in südamerika besondere verhältnisse herrschen und man aufgrund des brutalen drogenkriegen diesen weg gegangen ist.

vor allem bei den verhältnissen in nordkorea wäre ich sehr vorsichtig mit dem bejubeln. wer sich vernünftig mit dem thema nordkorea auseinandersetzt, weiss, dass es dort ganz furchtbar aussieht: dort wird das volk ausgehungert und am existenzminimum gehalten damit die kommunistische kriegsmaschinerie um diesen wurm vom präsidentensohn weiterhin funktioniert und man nach aussen den dicken max machen kann mit militärparaden, usw. in nordkorea haben die leute nichtmal reis zum fressen, geschweige denn andere annehmelichkeiten. diese armen geschöpfe haben nichts davon, wenn sie was zum kiffen hätten, denn sie verwenden den hanf sicherlich zum stoff herstellen um kleindung zu haben oder verwerten dies auf eine essbare weise oder verfüttern es an die tiere, insofern sie das glück haben und auf dem lande leben. der staat ihnen nicht die viehcher wegnimmt um die reichen/parteigenossen/mitläufer, oder das militär durchzufüttern.

daher ist abwarten und tee trinken angesagt. denn nur weil ein land iwo im norgendwo etwas erlaubt, heisst es nicht, dass merkel und ihre schergen selbiges bereit sind zu tun. vor allem nicht bei so einem global player in industrie und export wie unserem lande, das zu den top ten der reichsten und einflussreichsten nationen der erde gehört. solange keine großmächte in diesem spiel das gleiche tun, wird sich deutschland ebensowenig dazu gesellen, wie nur darüber ernsthaft nachzudenlen. vergesst nicht, dass die christlich-demokratische-alkoholikerunion das schon garnicht haben möchte und sich ihrer gestärkten position sehr wohl bewusst ist - wir haben zwar keine drogenkriege wie in südamerika die das beschleunigen könnten, sind aber dadurch noch weiter weg von der legalisierung weg als es diese "guerilla"-staaten sind. zudem ist man hier unter keinem zugzwang etwas zu verändern - der tollen bierkultur sei es "verdankt"...

und solange in amerika die bundespolizei den beschluss der handlungsbefugnis der staaten washington und colorado nicht anerkennt und ständig razzien stattfinden, ist das in meinen augen nur augenwischerei. denn bei den razzien werden viele leben aufs spiel gesetzt. vor allem bei den lakonischen (geld)-strafen für die betreiber solcher shops. und wer sich nicht aus dem gefägnis freikaufen kann, der verschwindet für eine weile. wer meint, dass man für einen joint oder das weiterreichen selbigen bis zu 7jahre ins kitchen zu wandern lohnt, dem ist nicht zu helfen - abgesehen davon, dass shop betreiber dort wie drogenbosse hinter die gittern gesperrt werden. und wo ist das legalisierung?! es hört sich für mich nach "katz und maus"- spiel an, in dem man leuten eines sagt und anderes macht - der amerikanischen polizei- und gefängnissindustrie ist das sicherlich mehr als nur hilfreich!

daher heisst es solches immer mit vorsicht zu geniessen und abzuwarten. ob sich andere nationen zu diesem friedlichen schritt der zukunft und befriedung aller menschen entscheiden werden, steht noch so offen, wie lange es braucht um in amerika endgültig kiffer in ruhe zu lassen - vor allem seitens der schikanierenden und absichts-blinden bundespolizei.

wir haben hier einen ganz anderen - total stur-deutschen und nach din norm - kampf auszufechten. wir haben einen anderen status in der welt als uruguay - traurig aber wahr, industriemächte schauen sich auf die finger und warten nur auf die fehler des anderen. so dass es kein einfaher weg wird gegen so viele betonmauern in den köpfen zu rennen - und dabei sind die gedankengefägnisse der verdummten bevölkerung noch die geringste hürde. :(
it's not a war on drugs, it's a war on personal freedom. - Bill Hicks
mr wayne2
Beiträge: 115
Registriert: Di 17. Sep 2013, 13:33

Re: Uruquay - die Zukunft hat einen Namen

Beitrag von mr wayne2 »

In Uruguay ist Cannabis die meist konsumierte Droge. Da wird es schon keine Probleme bis April 2014 (ab da fängt es erst an) geben. Da kann man auch diese lächerliche Umfrage der Tageszeitung El Pais getrost ignorieren.

Zu Nordkorea. Das es den Menschen dort schlecht geht weiß wohl jeder. Nichtsdestotrotz gilt Cannabis dort als Volksdroge und wird als Ersatz (da kostengünstig und leicht anzubauen) für die Textilindustrie eingesetzt und natürlich als Nahrungsmittel - falls man es sich leisten kann.

So wie ich mitbekommen habe wollte der Präsident von Uruguay zu erst eine Allianz von süd- und mittelamerikanischen Ländern bilden und Cannabis zusammen legalisieren. Hat wohl nicht zusammen geklappt (durch Druck ?) und musste es alleine machen. Einige haben aber positiv auf diese Initiative reagiert. Das könnte durchaus ein Dominofall sein (zumindest in Süd - und Mittelamerika). Schon vor paar Jahren hatte ich die Vermutungen, dass die ersten Legalisierungen eh in Süd- und/ oder Mittelamerika stattfinden werden, weil sie die meisten Probleme mit der Prohibition haben und die Produzenten für die westlichen Staaten sind und von den westlichen Staaten keine Hilfe bei den Folgen der Prohibition bekommen. Spätestens wenn Kolumbien oder Brasilien es nachmachen, dann war es das mit der Cannabis-Prohibition in Süd- und Mittelamerika. Oder wenn alle kleinen süd- und mittelamerikanischen Staaten es nacheinander legalisieren und somit Druck auf die großen Staaten wie Brasilien und Kolumbien machen.
Zuletzt geändert von mr wayne2 am Mi 11. Dez 2013, 23:17, insgesamt 1-mal geändert.
Florian Rister
Board-Administration
Beiträge: 3370
Registriert: Mo 13. Feb 2012, 15:43
Wohnort: Berlin

Re: Uruquay - die Zukunft hat einen Namen

Beitrag von Florian Rister »

Zu Nordkorea: Ich glaube da schreiben alle voneinander ab. Ich habe noch keine Fotos oder Augenzeugenberichte zu der Legalität von Cannabis in Nordkorea gesehen. Alles was ich immer lese sind Leute, die ganz viel voneinander abschreiben und mit kleinen Häppchen an Ergänzungen erweitern. (z.B. das jemand mal eine Hanfpflanze in einem Garten in Nordkorea gesehen hat)

Zu Uruguay: YEA :)

Demo wird wahrscheinlich an den klimatischen Bedingungen und der mangelnden Spontanität der deutschen Hanfszene scheitern. Aber macht nichts, die wissen das wir uns freuen :D
Legalisierungsbefürworter seit 2000
DHV-Mitglied seit 2010
DHV-Mitarbeiter seit 2014
mr wayne2
Beiträge: 115
Registriert: Di 17. Sep 2013, 13:33

Re: Uruquay - die Zukunft hat einen Namen

Beitrag von mr wayne2 »

Auf der koreanischen Halbinsel hatte Cannabis doch vor der Prohibition eine lange Geschichte und wurde gerne für verschiedene Zwecke benutzt. In Nordkorea wird sogar noch heute Meth hergestellt - obwohl jetzt bekämpft wird.

Hier der Link: http://www.vice.com/read/north-korea-is ... ains-a-lot
Florian Rister
Board-Administration
Beiträge: 3370
Registriert: Mo 13. Feb 2012, 15:43
Wohnort: Berlin

Re: Uruquay - die Zukunft hat einen Namen

Beitrag von Florian Rister »

Ich kenn die ganzen Artikel, wie gesagt keine Fotos keine Augenzeugen nur Spekulationen und Abschreibereien. Ich kenne das ja mittlerweile selbst wie schnell sowas geht, auf der Jagd nach ner tollen Story mit vielen Klicks :)
Legalisierungsbefürworter seit 2000
DHV-Mitglied seit 2010
DHV-Mitarbeiter seit 2014
mr wayne2
Beiträge: 115
Registriert: Di 17. Sep 2013, 13:33

Re: Uruquay - die Zukunft hat einen Namen

Beitrag von mr wayne2 »

http://www.huffingtonpost.com/2013/10/0 ... 67341.html

Hier älteste Artikel: http://english.nkradio.org/news/286

Ich kann mir gut vorstellen, dass es denen einfach nicht interessiert - wie damals in einigen Gebieten der Sowjetunion, wo Hanf wild durch die Gegend wuchs und die Anwohner mal hingingen und Samen mitnahmen oder für ''bestimmte'' Zwecke benutzten, weil es einfach größere Probleme gab.
Florian Rister
Board-Administration
Beiträge: 3370
Registriert: Mo 13. Feb 2012, 15:43
Wohnort: Berlin

Re: Uruquay - die Zukunft hat einen Namen

Beitrag von Florian Rister »

Oh, den kannte ich nicht :) Ja ok der ist gut, aber da steht ja auch eindeutig das die juristische Situation nicht klar ist. Eventuell wird es einfach von den Behörden nicht verfolgt.

Aber der Artikel vom Guardian ist wirklich gut, der von Vice und viele andere die ich gelesen hatten wirkten nicht sehr vertrauenswürdig auf mich...
Legalisierungsbefürworter seit 2000
DHV-Mitglied seit 2010
DHV-Mitarbeiter seit 2014
Benutzeravatar
bushdoctor
Beiträge: 2359
Registriert: Mo 27. Feb 2012, 15:51
Wohnort: Region Ulm

Re: Uruquay - die Zukunft hat einen Namen

Beitrag von bushdoctor »

Zu Uruguay:
Ich denke auch, dass sich die Lage dort noch nicht langfristig einschätzen läßt. Einer Volksabstimmung dort sehe ich aber gelassen entgegen. Bis das auf dem Weg ist dauert es noch einige Zeit. Die Umfrage über die mehrheitliche Ablehnung ist auch schon älter und bis zur Abstimmung tut sich da noch einiges.
Das "Legalisierung"smodel in Uruguay ist jetzt auch nicht ganz so progressiv wie es vielleicht nach außen hin den Eindruck erweckt. "Drogentourismus" ist gesetzlich ausgeschlossen (Registrierpflicht) und eine Höchstabgabemenge (pro Monat) gibt es auch. Alles in allem finde ich die Regelungen in Uruguay aber als ersten Schritt gut durchdacht und denke, dass sich das im nächsten Jahr auch zeigen wird.

Zu Nordkorea:
klar: Diktatur, schlimm... So wie ich aber die Menschen in Asien kenne, stellt Cannabis dort einfach kein Problem dar, das irgendwie "geregelt" werden müsste. Hanf ist dort halt immer noch Hanf... Nordkorea hat aber die Single Convention unterschrieben und sich damit verpflichtet den "internationalen Drogenschmuggel" zu bekämpfen. So ganz "legal" scheint Cannabis dort also nicht zu sein...

Ein kleines Fleckchen Erde wird aber immer vergessen, wo es keine Anti-Drogen-Gesetzgebung gibt: Im Vatikanstaat ist der Besitz, Anbau, Weitergabe, Konsum, ... von Cannabis nicht explizit verboten... Im Zweifelsfall richtet dort der Papst ;-)
klartext
Beiträge: 234
Registriert: Do 29. Mär 2012, 13:07

Re: Uruquay - die Zukunft hat einen Namen

Beitrag von klartext »

Das Thema wird auch in einem Artikel der Süddeutschen behandelt > http://www.sueddeutsche.de/politik/urug ... -1.1841732 und bietet so die Möglichkeit zur öffentlichen Diskussion in einem Forum einer überregionalen deutschen Tageszeitung.
Benutzeravatar
Baumbart79
Beiträge: 651
Registriert: Mi 24. Apr 2013, 10:57
Wohnort: 666 BA-WÜ 666

Re: Uruquay - die Zukunft hat einen Namen

Beitrag von Baumbart79 »

groooveman85 hat geschrieben:Zu Nordkorea: Ich glaube da schreiben alle voneinander ab. Ich habe noch keine Fotos oder Augenzeugenberichte zu der Legalität von Cannabis in Nordkorea gesehen. Alles was ich immer lese sind Leute, die ganz viel voneinander abschreiben und mit kleinen Häppchen an Ergänzungen erweitern. (z.B. das jemand mal eine Hanfpflanze in einem Garten in Nordkorea gesehen hat)

Zu Uruguay: YEA :)

Demo wird wahrscheinlich an den klimatischen Bedingungen und der mangelnden Spontanität der deutschen Hanfszene scheitern. Aber macht nichts, die wissen das wir uns freuen :D
genau, der groovy ;) bringts aufn punkt.

erschreckend fand ich gestern schon die meldung, dass diese united nations-witzparade der meinung ist, dass das unrechtens war und sich uruguay ihrem willen zu beugen hat - also dem willen amerikas und der anderen "ton-diktierenden" nationen. ich hoffe nicht, dass das der zündstoff für militärübergriffe und schikanen seitens von big brother auf die südameriaknischen staaten ist, nachdem sich diese von der "mutter" abkapseln und ihr eigenes - erwachsen-eigenständiges - süppchen kochen, ihre unabhängigkeit von der cowboynation manifestieren. nichtsdestotrotz fällt mir bei soviel zündstoff in der jetzt-zeit leider auch sowas ein. es wäre nicht das erste mal, dass man aus irgendeinem grund versuch jemand was wegzunehmen oder die "demokratie" anderen als geschenk zu bringen - mehr ungewollt als gewollt.

auch wenn es einfach zu schreiben ist bei dem wetter im schutze der warmen hütte, bin ich ebenso der meinung, dass man vor allen uruguayanischen botschaften hanfdemos abhalten sollte! als deutlichen fingerzeig darauf, dass man sich nur mit dem ergebnis der legalisierung zufriedengeben wird und man auf keine falschen deals - siehe die augenwischerei in amiland - eingehen wird wenns um die legalisierung geht.

vor allem wäre das ein starkes zeichen des zusammenhalts, wenn sich in den "westlichen" nationen die hanfcommunities mit einem so kleinen und "unbedeutenden" land - aus der sicht von "weltmacht" und einfluss - solidarisiert. denn das wird erschütternder wirken, als jedes jahr auf nationale demos zu wandern, wo man aufgrund des kleidung- und haarstils als hippie, usw, abgetan wird und man nichtmal für voll genommen wird.

da es jetzt kalt ist und auch ich mich nicht aus dem haus traue um solches mitzumachen, sollte man es vllt auf den frühling verschieben. bis dahin ist das thema wieder abgeklungen und man kann erneut auf die glocke hauen um den klang der leglisierung zu verbreiten, die leute wachzurütteln.
it's not a war on drugs, it's a war on personal freedom. - Bill Hicks
Benutzeravatar
Gerd50
Beiträge: 1793
Registriert: Di 6. Mär 2012, 01:01

Re: Uruquay - die Zukunft hat einen Namen

Beitrag von Gerd50 »

@klartext, es bringt nichts hier ab und zu mal sporadisch einen Link zu posten,
wo in einer überregionalen Zeitung kommentiert werden kann. Zum einen sieht
es bei den großen Portalen mit pro Hanf Kommentaren meistens gut aus, zum
anderen halte ich regionale Zeitungen für genauso wichtig. Und da sieht es
beschissen aus. Die können in der Regel ihren Mist unkommentiert verbreiten.

Wir haben im Forum versucht, eine Kommentatorentruppe auf die Beine zu stellen

https://hanfverband-forum.de/viewtopic.p ... 420#p15683

was nur kurzfristig geklappt hat. Jetzt versuchen wir es via facebook,

https://www.facebook.com/HanfInDenMedien?ref=hl

doch mehr als drei vier Leute, die regelmäßig kommentieren sind es bisher nicht.
Bei Zeitungen werden wir nur dann etwas erreichen können, wenn sich eine stabile
Kommentatoren Arbeitsgemeinschaft präsentiert.
Ich glaube an alles. Außer an Menschen.
Antworten

Zurück zu „International“