Sammlung "Cannabis in der Medizin"

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Highspeed
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Highspeed »

Health News (24.01.15) Pharma-Unternehmen stehen im Verdacht die Cannabis-Legalisierung zu blockieren

Cannabis wird in der Bevölkerung mit süchtig machenden Drogen gleichgesetzt, dabei kann Cannabis sehr viel mehr. So kann es helfen, Leiden von bestimmten Krankheiten besser zu ertragen. Zudem wird sie auch bei Depressionen eingesetzt. Aber US- amerikanische Pharmaunternehmen versuchen die Legalisierung zu verhindern, aus Angst um ihre Absatzzahlen von Schmerzmitteln.
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Gerd50
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Gerd50 »

Kulturtermin: Grün ist die Hoffnung - Cannabis als Medizin | Audio der Sendung vom 26.01.2015 19:04 Uhr

http://mediathek.rbb-online.de/radio/Ku ... Id=9839182
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Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Highspeed, dann passt ja dieser Artikel wie die Faust aufs Auge :

"Bayerischer Pharmagipfel mit Aigner und Huml – Aigner: Pharmabranche starker Wirtschaftsfaktor – Huml: Bezahlbare Arzneimittelversorgung sicherstellen"

http://www.bayern.de/bayerischer-pharma ... erstellen/
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Heilige Journalisteneinfalt :roll:

"Seit vier Wochen hat Daniel Lutter die Erlaubnis der Bundesopiumstelle für die Einnahme von Cannabis. Den Samen inhaliert er in einem Vaporisator. Zurzeit kann er ihn nicht in der Bären-Apotheke kaufen, weil es Lieferengpässe gibt..... Die Frage, wie er die Zeit bis zur Lieferung des Hanfsamens überbrückt, bleibt unbeantwortet...

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dor ... -1.4833184
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Gerd50
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Gerd50 »

Konrad M. ist kein typischer Straftäter. Der Rollstuhlfahrer baute Cannabis für den Eigenbedarf an,
um seine Schmerzen zu ertragen. Vor das Eutiner Gericht musste er dennoch.

http://www.shz.de/lokales/ostholsteiner ... 16831.html
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Revil O
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Revil O »

Hahahaha!!!
Danke für diesen Link Aurora!!
Ich schmeiße micht hier gegenwärtig echt in die Trauben. :mrgreen:
An diesem Beispiel kann man es wieder sehr schön sehen: Beim Thema anspruchsvoller Journalismus ist die Grenze nach oben immer offen. :lol: :lol:
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Die "Welt" : ein Interview mit Marlene Mortler

"Mehr Leute sollen Cannabis als Medizin bekommen"

Edit v. Gerd50 - Link zum Interview:

http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... ommen.html

"Wir wollen noch dieses Jahr das Gesetz durch den Bundestag bringen, damit es ab nächstem Jahr greift. Es ist nicht ganz einfach, eine Abgrenzung hinzubekommen, die wirklich nur denjenigen hilft, die das Cannabis auch tatsächlich dringend brauchen."

Und beim letzten Satz bekomme ich Bauchschmerzen, weil da wieder andere entscheiden (die wahrscheinlich nie was geraucht haben), ab wann was helfen soll. Der subjektive Eindruck eines Patienten dürfte nicht zählen...

P.S. hoffentlich muss der DHV in ein paar Monaten nicht die ganzen medizinischen Flyer schreddern.... :?
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Die "Zeit" berichtet auch : http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... ik-medizin mit Kommentarfunktion
Doc_A
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Doc_A »

Es fällt beim Lesen der meisten Artikel zum Thema 'Cannabis von der Kasse' auf, daß es Patienten ermöglicht werden soll, Cannabis auf Kassenrechnung zu konsumieren!?

Mir kommen bei solch einer Ausdrucksweise z.B. Rollstuhl konsumierende Querschnittsgelähmte in den Sinn.

Seltsame Wortwahl...
:shock:
steko
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von steko »

vice.com - 3.2.15 - Kurswechsel: Die Drogenbeauftragte will, dass mehr Schmerzpatienten Cannabis bekommen

http://www.vice.com/de/read/krankenkass ... ortler-372

----

focus.de - 3.2.15 - Krankenkassen sollen künftig für Cannabis zahlen

http://www.focus.de/gesundheit/arzt-kli ... 48464.html

Gruß!
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Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Schreibe jetzt hier weiter wegen den geplanten Erleichterungen für Schmerzpatienten, Frau Mortler dürfte diese nicht allein entscheiden.

Die "SZ" schreibt hierzu :

"Umdenken an der CSU-Spitze

Auch die CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt schließt sich mittlerweile dieser Meinung an. Sie hat ihr Nein zum Cannabis-Konsum für Schwerkranke revidiert. Zuvor hatte sie sich strikt dagegen ausgesprochen. Nun sagte Hasselfeldt, in manchen Fällen sei die Droge geeignet, die Lage der Betroffenen zu verbessern. ...
Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis, nannte die angekündigte Gesetzesänderung einen "längst überfälligen" Schritt.


http://www.sueddeutsche.de/politik/unte ... -1.2333334

Keine Kommentarfunktion :evil:
Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

"Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin, der Arzt Franjo Grotenhermen, begrüßte, dass die Bundesregierung sich des Themas annehmen will. „Es ist schön, dass da endlich Bewegung reinkommt“, sagte er. Der Teufel liege allerdings im Detail. „Man wird sehen, wie viele Patienten davon wirklich profitieren werden.“

http://www.merkur-online.de/politik/can ... 99400.html Kommentare möglich
steko
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von steko »

3.2.15 - SPON zum krankenkassenfinanzierten Cannabis mit dem reißerischen Titel:

"Schwerkranke Patienten: Endlich Cannabis auf Kosten der Kassen"

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 16421.html

"Sicher: Die Erkenntnis, dass Kiffen bei Schwerkranken Schmerzen lindert, den Appetit anregt und Krämpfe löst, beruht auch auf Einzelberichten von Betroffenen. Die Studienlage dazu ist dünn, ein wissenschaftlicher Beweis für die positiven Effekte steht ebenso aus wie Langzeitstudien. Aber: Die Krankenkassen zahlen etwa bei Patienten mit Tourettesyndrom auch Medikamente, die in Deutschland nicht zugelassen sind, berichtet die Neurologin Kirsten Müller-Vahl. Die Kosten für das gleich teure Cannabis, das Patienten als lindernd beschreiben, übernehmen sie hingegen nicht. "

An sich ein positver Artikel, aber das oben hervorgehobene ist ja wohl ein Witz, Frau Dr. Heike Le Ker :lol: Es gibt also keine jahrtausende alte, weltumgreifende Erfahrungen und mittlerweile auch etliche Studien zum Thema Cannabis.

Gruß
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Gerd50
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Gerd50 »

ÄrzteZeitung 03.02.2015

Cannabis für Schwerkranke - Koalition will Hürden abbauen

http://www.aerztezeitung.de/medizin/kra ... bauen.html
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Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Und da haben wir schon die ersten Einschränkungen :

""Cannabis kann dabei nie als Medikament der ersten Wahl gelten", betont Professor Joachim Nadstawek, Vorsitzender des Berufsverbands der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD).

Wie beim Einsatz von Opioiden müsse eine Indikation vorliegen. "Der Einsatz kommt dann in Frage, wenn der Patient mit seiner Therapie am Ende steht und Menschen nicht mehr auf anderen Wegen geholfen werden kann."


Das sind ja die 23% der CDU/CSUlern, die sich generell gegen Cannabis als Medizin aussprechen, fast zu vernachlässigen... :evil:
Leiden zum Wohle Gottes, dieses Argument konnte ich in der Sterbehilfedebatte, die mich auch interessiert, nicht nur einmal lesen.
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Gerd50
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Gerd50 »

3sat nano 03.02.2015

Ab 2016 sollen Patienten legal Cannabis bekommen

http://www.3sat.de/page/?source=/nano/m ... index.html

Link zum Video:

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=42310
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steko
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von steko »

ÄrzteZeitung 03.02.2015 - Cannabis für Schwerkranke - Koalition will Hürden abbauen
Aurora hat geschrieben:Und da haben wir schon die ersten Einschränkungen :

""Cannabis kann dabei nie als Medikament der ersten Wahl gelten", betont Professor Joachim Nadstawek, Vorsitzender des Berufsverbands der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD).

Wie beim Einsatz von Opioiden müsse eine Indikation vorliegen. "Der Einsatz kommt dann in Frage, wenn der Patient mit seiner Therapie am Ende steht und Menschen nicht mehr auf anderen Wegen geholfen werden kann."


Das sind ja die 23% der CDU/CSUlern, die sich generell gegen Cannabis als Medizin aussprechen, fast zu vernachlässigen... :evil:
Leiden zum Wohle Gottes, dieses Argument konnte ich in der Sterbehilfedebatte, die mich auch interessiert, nicht nur einmal lesen.
Hallo aurora,

einer der Gründe für Professors Aussage steht meiner Meinung nach im Artikel 2 Sätze über deinem genannten Zitat:

"In Deutschland gibt es der Deutschen Schmerzgesellschaft zufolge zwölf Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen - die jüngsten Zahlen für Cannabis-Ausnahmeerlaubnisse zeigen dabei, dass die geplante Gesetzesänderung nur einen Bruchteil von ihnen betrifft."

Überschlag mal was diese 12(!!!) Millionen Schmerzmittelbedürftigen für einen Cash-Flow, durch die "perfekt hergestellten" Opiate,Morphine usw., für die Apotheken/Ärzte/Krankenhäuser, generieren. Da bekannterweiße, gerade Krankenhäuser - erst vor ein paar Wochen wieder live mit meine Oma miterlebt - gerne "ihre" Lieblingsmedikamente verteilen. Dagegen kann das billige Gras natürlich nicht anstinken. Aber ich denke da brauchen wir und die Ärzte uns keine so großen Sorgen zu machen. Auch das rohe Cannabis wird man früher oder später richtig dolle verarbeiten, reinigen, potenzieren, von Schadstoffen reinigen, bestimmte Moleküle isolieren usw. Und daß diese aufwendigen Verfahren nicht billig sind und nur von "den Großen, sicher hergestellt" werden können, kann sich denk ich jeder an einem Finger abzählen ;)

Sieht man ja schon an dem dauernden Bedrocan Mangel - und dort muss man "nur" gießen und ernten, und trotzdem wird das ganze für einen unverschämten Preis gehandelt.

----

Was ich auch noch im Artikel interessant fand:
"Neben Schmerzpatienten zählen zu den betroffenen Indikationen Spastik bei MS, Tourette-Syndrom, depressive Störungen sowie ADHS."

Das habe ich in diesem Zusammenhang auch noch nicht gehört. Das Cannabis nicht unbedingt jedem bei Depris hilft ist klar. Aber: Kleine persönliche Erfahrung:
Als Jugendlicher war ich ein paar Jahre extremst depressiv, aufgrund Pubertät/Jugend und exzessivsten Alkoholkonsums. Ich hatte den Finger schon fast am Abzug, zugänglich durch eine Jägerwaffe eines Bekannten. Wie es mir damals ging kann sich vlt. der eine oder ander ausmalen. Eine ambulante Kurztherapie (paar Monate) mit etlichen Psychopharmake hatte ich auch, dies hat mir aber nichts gebracht (sowohl Psychisch als auch Körperlich), weswegen ich dieses Vorhaben dann auch nach einigen Monaten abgebrochen habe.

Durch Zufall bin ich zu dieser Zeit (vor ~20 Jahren) das erste Mal mit Cananbis in Berührung gekommen. Und das hat so positiv auf MEINE (muss nicht für jeden gelten!) Psyche reingehauen, dass sich ab dieser Zeit alles Steil verbessert hat. Zum Glück hatte ich damals auch so gute Connections, daß die Qualität der Medizin erste Sahne war. Kein Streckmittelgedöns oder ähnliches. Mit der Zeit folgten Alk-Abstinenz, (viel)öfters mal Einen quarzen und die Welt sah ganz anders aus. Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte das dieses verdammte Cannabis MIR das Leben gerettet hat! Ich hab alles geschafft was mich interessiert, Abi und Hochschule und hab jetzt einen Beruf der mir Spass macht. Seit sehr vielen Jahren gehts mir auch nüchtern gut! Ich brauche (momentan) kein Cannabis (Alk schon gar nicht) um nicht in so ein krasses Loch zu fallen. Aufgrund dieser Umstände und der tollen Wirkung hat mich Cannabis schon immer (seit damals) als Medizin interessiert. Diese Umstände führten dazu, dass ich Cannabis (und andere Wirkstoffe) hauptsächlich aus Selbst-Erforschungs und -Verbesserungszwecken genutzt habe und mich im allgemeinen immer für die Wirkungen sämtlicher Substanzen interessiere, der Spass stand dabei meistens (natürlich nicht immer - aber das muss auch sein!) an zweiter Stelle.

Aufgrund dieser Jahrelangen Erfahrung weiß ich natürlich sämtliche Qualitäten von Cannabis zu schätzen (es gibt nat. auch Nachteile! lest bitte woanders nach...) - und versuche auch so gut es mir möglich ist, die "Sache" hier zu unterstützen und andern "Kranken" diese Option zu ermöglichen/leichter zugänglich zu machen.

Nochmal als Warnung für alle "Unerfahrenen": Dies soll keine Anleitung zur Selbsttherapie und Aufforderung zum illegalen Drogenkonsum/Beschaffung sein!!! Wenn ihr Probleme habt, holt euch professionelle Hilfe UND informiert euch SELBSTSTÄNDIG und GESCHEIT!!! Lest!!! Das geht heute viel einfacher als damals!


Viele Grüße und habt ne gute Zeit!


P.S.: Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie die Geschichte evtl. verlaufen wäre, wenn es damals schon diese "tollen" (IRONIE!) Kräutermischungen gegeben hätte.
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Sabine
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Die "Tagesschau" hat gerade einen Beitrag mit Statements von Tempel und Gröhe gesendet.
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overturn
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von overturn »

Aurora hat geschrieben:Und da haben wir schon die ersten Einschränkungen :

""Cannabis kann dabei nie als Medikament der ersten Wahl gelten", betont Professor Joachim Nadstawek, Vorsitzender des Berufsverbands der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD).

Wie beim Einsatz von Opioiden müsse eine Indikation vorliegen. "Der Einsatz kommt dann in Frage, wenn der Patient mit seiner Therapie am Ende steht und Menschen nicht mehr auf anderen Wegen geholfen werden kann."
Ich hatte das aktuell schon an einer anderen Stelle erwähnt, aber meinem Verständnis nach widerspricht diese fürchterliche Ignoranz fundamentalen Grundsätzen der modernen Medizin. Es ergibt absolut keinen Sinn, Betroffenen erst "durchtherapiert" und am Ende ihres Leidensweges das mitunter potentiell verträglichste Medikament zu verordnen. Leider scheint es aber eine recht verbreitete Einstellung zu sein.
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

Die Schweizer NZZ berichtet kurz über die geplante Änderung :

http://www.nzz.ch/international/deutsch ... 1.18474638

In den österreichischen Medien habe ich noch nichts gefunden. Wenn es hier wirklich zu erheblichen Erleichterungen in der Medizin kommen sollte, hat das sicherlich auch Auswirkungen auf Österreich, da Cannabis dort selbst in der Medizin verboten ist.
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Gerd50
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Gerd50 »

Augsburger Allgemeine 04.02.2015

Tod von Cannabis-Patient Robert S. wirft Fragen auf

"Der kranke Robert S. hat die Erlaubnis, eine Droge in der Apotheke zu kaufen. Doch die Polizei
vermutet, dass er mit dem Stoff auch handelt und nimmt ihm alles ab. Nun ist er tot."

http://www.augsburger-allgemeine.de/aug ... 88427.html
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Gerd50
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Gerd50 »

schwäbische.de 03.02.2015

Cannabis kann auch Arznei sein


"Viele Jahre lang war die Diskussion (Cannabis-Regulierung) eher ideologisch überladen als
an der Praxis orientiert. Den Grundsatz, dass illegale Drogen keine legalen Drogen werden
könnten, haben vor allem konservative Politiker zum Dogma erhoben – ohne zu bedenken,
dass jeder Grundsatz auch Ausnahmen zulässt."

http://www.schwaebische.de/politik_arti ... 69032.html
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Gerd50 »

Huffington Post 04.02.2015

Ein bewegender Brief von Günter Weiglein, Cannabispatient, an die Öffentlichkeit.

http://www.huffingtonpost.de/guenter-we ... mg00000002
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

"Statement von BÄK-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery zur medizinischen Nutzung von Cannabis" vom 3.2.15

Letzter Absatz :

"Größte Vorsicht ist hingegen bei ungeprüften Cannabiszubereitungen geboten, denn hier variiert der Wirkstoffgehalt, dessen Konstanz eine grundlegende Voraussetzung für eine gezielte und sichere Pharmakotherapie ist. Außerdem sind Art und Umfang von Kontaminationen, z. B. durch Pilze, Schwermetalle oder Pestizide, nicht bekannt. Eine Legalisierung des Besitzes und der Anbau für den medizinischen Eigenbedarf sind deshalb nicht zielführend.“

http://www.bundesaerztekammer.de/page.a ... 5.77.12595

http://www.noz.de/deutschland-welt/poli ... 0&0&543930

Bloss nichts aus der Hand geben wollen....
Zuletzt geändert von Sabine am Do 5. Feb 2015, 10:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Sammlung "Cannabis in der Medizin"

Beitrag von Sabine »

"Deutsche Stiftung Patientenschutz äußert sich in einem Interviem der "Neuen Osnabrücker Zeitung" :

"Patientenschützer haben die Pläne der Bundesregierung begrüßt, Schmerzpatienten einen erleichterten Zugang zu Cannabis zu ermöglichen. In einem Gespräch mit unserer Redaktion sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch: „Es ist gut, dass die Bundesregierung ihre harte Haltung bei Cannabis aufgibt.“

http://www.noz.de/deutschland-welt/poli ... erstkranke
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