Sammlung Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Fraagender

Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Fraagender »

Zumal die mal wieder vergessen dass in den "bekannten" Schriften Cannabis verwendet wurde... schon komisch dass sie das immer ausklammern...
Duck
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Duck »

Xxx

Naja eine heilige anzweifeln?
Zuletzt geändert von Duck am Mi 20. Jun 2018, 07:38, insgesamt 1-mal geändert.
Fraagender

Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Fraagender »

Na super ich habe also kein volles Gehirn im Kopf :mrgreen:
Duck
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Duck »

Sabine hat geschrieben:"Vatikan: Medizinischen Cannabis-Einsatz besser prüfen

Cannabis kann einen therapeutischen Nutzen haben. Doch zum Welttag gegen Drogenmissbrauch ruft Kardinal Peter Turkson zu einer grundlegenden Prüfung auf. Er kritisiert dabei auch ein anderes Laster.

Der Vatikan hat sich für eine eingehendere Prüfung der Risiken und Chancen von Cannabis als Heilmittel ausgesprochen. In der internationalen Debatte werde der mögliche therapeutische Einsatz der Haschisch-Pflanze tendenziell stärker gewichtet als das ethische Urteil über die Substanz, das "wie über jede andere Droge negativ" ausfallen müsse, erklärte der zuständige Kardinal Peter Turkson am Montag."


http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... ser-prufen

Und der quatscht von Drogen ... dann können sie ja mal gleich mit der Verbannung von Meßwein beginnen, der in den Gotteshäusern ständig angeboten wird. :roll:



Grade die müssen mal die klappe halten, in sachen kinder... und und und sind die ja mal :oops: :oops: :oops:
Duck
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Duck »

Fraagender hat geschrieben:Na super ich habe also kein volles Gehirn im Kopf :mrgreen:
:lol:
Sabine
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Sabine »

"Kiffen auf Rezept
Alles über das neue Gesetz, das Cannabis als Medikament erlaubt

Seit Anfang des Jahres dürfen Ärzte medizinisches Cannabis verschreiben. Dabei geht es keinesfalls um Joints auf Rezept. Im Fokus stehen Therapieansätze für schwerkranke Patienten. Auch in der Erforschung der Wirksamkeit wollen Mediziner Fortschritte machen.
...
Dank eines neuen Gesetzes dürfen Ärzte seit Anfang des Jahres schwerkranken Patienten Cannabis als Medikament verschreiben. Dabei gibt es keine Vorgaben für bestimmte Krankheiten. Die Mediziner sollen im Einzelfall über eine Anwendung entscheiden. Ein Freifahrtschein für Drogen auf Rezept ist das nicht. Sie müssen nachweisen, dass es keine andere anerkannte Therapie gibt und die Cannabis-Gabe erfolgversprechend ist.
...
Experten schätzen, dass von den neuen Regelungen rund 800.000 Patienten profitieren könnten.
...
3 Fragen an Dr. Franjo Grotenhermen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin

UNICUM: Was ändert sich mit dem neuen Gesetz für die Patienten?
...
Es gibt keine klaren Vorgaben für den Einsatz von Cannabis-Medikamenten. Was bedeutet das für die Praxis?
...
Die Studienlage zu medizinischem Cannabis ist eher mau. Was wissen wir über die Wirksamkeit?"


http://www.unicum.de/de/studentenleben/ ... auf-rezept
Sabine
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Sabine »

"Krankenkasse zahlt Cannabis nicht
Wuppertal. Seit 2012 hat Janine Glanz Dauerschmerzen. Nach einem doppelten Bandscheibenvorfall und drei Operationen, die ihr ..."


http://www.wz.de/lokales/wuppertal/kran ... -1.2464414


Schade, dank paywall bleibt diese Info nur einem kleinen Leserkreis vorbehalten. :(

Evtl. sollte man sich vor einem Interview erkundigen, wie die Veröffentlichung ausschaut.
littleganja

Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von littleganja »

IACM :!:

Zur Geschichte der medizinischen Verwendung von Cannabis - Dr. Manfred Fankhauser


https://m.youtube.com/watch?v=2YzmqmduEHs

Sehr gut!
Sabine
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Sabine »

" Video-Interview mit dem AOK-Landeschef

40 Anträge pro Woche für medizinisches Cannabis


Der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Christopher Hermann, beantwortet beim Redaktionsbesuch unsere Fragen im Video-Interview: Können die Versicherten bald Geld zurück erwarten? Und wie geht die Kasse mit Kliniken um, die bei Operationen nicht die beste Qualität liefern? "


http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... af35c.html

ab 2:26
littleganja

Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von littleganja »

Mein Tipp auf Youtube von SENS MEDIA

-> Der Micha (alle Folgen gut!) Hier Folge 1

https://www.youtube.com/watch?v=mA3wxmt ... f&index=17

-> Green Germany (alle Folgen gut!) Hier Folge 1

https://www.youtube.com/watch?v=nt3q2z1 ... G&index=13

Have Fun :D
trasher
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von trasher »

und hier noch n video

Krankenkassen sträuben sich... (radiobremen)

https://youtu.be/1q1d4vGliBc
Sabine
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Sabine »

"Sachsen kiffen nicht auf Rezept

Seit März dürfen Ärzte Cannabis zu medizinischen Zwecken verschreiben. Die Entscheidung des Bundestages galt als Durchbruch. In Sachsen wird die Cannabistherapie bislang jedoch kaum genutzt.

Sachsens Mediziner machen davon bisher kaum Gebrauch. Der Vizepräsident der Sächsischen Apothekerkammer, Göran Donner, sagte MDR SACHSEN: "Die Anwendung liegt in Sachsen weit unter dem Bundesdurchschnitt." Die Zahlen seien so niedrig, dass das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut aus Datenschutzgründen auf eine Veröffentlichung verzichte. "Wir rechnen bis dato mit einer Anwendung im einstelligen Bereich", sagt Donner.
...
Mit der Diagnose geht für die Mediziner die Frage einher, wann sie Cannabis verordnen. Nur dann, wenn alles andere nicht mehr hilft? Ja, sagt Bodendieck: "Es müssen alle zur Verfügung stehenden Methoden ausgeschöpft sein." Nein, schreibt dagegen Professor Kirsten Müller-Vahl von der Medizinischen Hochschule Hannover im Ärzteblatt: "Cannabisblüten und -extrakte können immer verschrieben werden, wenn eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung im Einzelfall nicht zur Verfügung steht."
...
Hilfe bei offenen Fragen hat Sachsens Ärztekammer-Chef Bodendieck bislang nicht bekommen.
...
"Es ist zu bezweifeln, dass eine genaue Dosierung möglich ist", erklärt der sächsische Ärztevertreter Bodendieck.

Apotheker-Vize-Chef Donner erklärt: "Pflanzen - also Phytopharmaka - bewegen sich immer in einem Wirkspektrum". Trotzdem könnten auch pflanzliche Produkte gut standardisiert werden.
...
Als drittes Problem gilt die Bürokratie. Um Rezepte einzulösen, müssen die Patienten einen Antrag bei ihrer Krankenkasse stellen. "Wie soll das ohne medizinische Grundkenntnisse gelingen", fragt SLAEK-Präsident Bodendieck. ... Die Genehmigung der Kassen gelte nach derzeitigem Stand jedoch nur für eine Blütensorte. Bei einem Blütenwechsel, "was ja schnell möglich ist", müsse ein neuer Antrag gestellt werden. "Die bürokratischen Vorschriften stellen einen massiven Eingriff in die ärztliche Therapiefreiheit dar", sagte Bodendieck.
...
Sachsens Ärztekammerchef bleibt skeptisch. "Zum medizinischen Gebrauch von Cannabis habe ich nach wie vor meine Bedenken", sagte Bodendieck. Das negative Potenzial des Suchtmittels werde verharmlost. Gesundheitliche und gesamtgesellschaftlichen Folgen seien nachweisbar erheblich. "Ich konstatiere erneut, dass ausreichend potente Fertigarzneimittel zur Verfügung stehen." "


http://www.mdr.de/sachsen/cannabis-ther ... n-100.html
Sabine
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Sabine »

" Legal, aber kriminell teuer

Die Etablierung von Cannabis als Medizin verläuft in Deutschland nicht gerade flink, sondern eher angestrengt bürokratisch. Aber sie läuft.

Von Oliver Tolmein


Eine neue Behörde, verschiedene Leitfäden, eine Ausschreibung auf EU-Ebene, eine neue Vorschrift im Sozialgesetzbuch – die Mühlen der deutschen Bürokratie sind angelaufen, aber sie mahlen langsam. Die Cannabisagentur existiert noch nicht, aber sie hat bereits erste Mitarbeiter. Die Ausschreibung für den Anbau von Cannabis für medizinische Zwecke in Deutschland wurde unter dem Titel »Medizinische Ausrüstungen, Arzneimittel und Körperpflegeprodukte« im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die Apotheken haben die Gelegenheit genutzt, die Preise für Cannabis zu medizinischen Zwecken anzuziehen. Solange Cannabisprodukte nur über eine betäubungsmittelrechtliche Ausnahmegenehmigung in Apotheken erhältlich waren, kalkulierten die Apotheken ihre Preise selbst und rechneten dabei vielfach eher bescheiden ab.
...
Das Gesetz kam und wurde bejubelt, doch die Lage der Patienten ist seitdem eher schlechter geworden. Die Eigenanbaugenehmigungen (von denen angesichts des neuen Gesetzes wohl nicht mehr als ein halbes Dutzend tatsächlich erteilt wurden) laufen aus, Cannabis in der Apotheke wurde teurer, viele Krankenkassen lassen das Gesetz ins Leere laufen und verlangen von den Patienten Wirksamkeitsnachweise von Cannabis und einen lückenlosen Nachweis der Wirkungslosigkeit aller nur erdenklichen Alternativtherapeutik. Was heißt schon »schwerwiegende Erkrankung«? Dass erwachsene Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) hier Probleme bekommen würden, war abzusehen. Aber die Krankenkassen finden, wenn es sein soll, auch rheumatoide Arthritis, chronische Schmerzen und neuropathische Schmerzen bei Diabetes Mellitus halb so schlimm. Dass selbst die Patienten, die vor der Legalisierung von Cannabis als Medizin Ausnahmegenehmigungen für ihre Therapie von der Bundesopiumstelle bekommen haben, sich nun sagen lassen müssen, eine Behandlung mit Cannabis biete keine hinreichende Aussicht auf Erfolg, treibt die Patientinnen und Patienten auf die Barrikaden.
...
Deswegen ist nun die Auseinandersetzung wieder da, wo sie bereits 16 Jahre lang war – vor Gericht. Nur dass diesmal nicht die Bundesregierung verklagt wird, sondern die Kassen, die das Gesetz behindern. Der Rechtsweg führt diesmal zu den Sozialgerichten. Deren oberste Instanz, das Bundessozialgericht, hat den Ruf, sehr krankenkassenfreundlich zu sein – andererseits ist das Gesetz patientenfreundlich konzipiert. Im Eilverfahren der ersten Instanz haben Sozialgerichte in Berlin und Lüneburg den Anspruch von Patienten nun bereits bekräftigt. "


https://jungle.world/artikel/2017/26/le ... nell-teuer
illumination-kafkas
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von illumination-kafkas »

“Diese Konsumentin darf sich immer noch nicht legal ihr Haschisch spritzen“
Das steht nicht ernsthaft unter dem Bild von dem verlinkten Artikel... :lol:
Sabine
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Sabine »

Doch, doch, die Pharma arbeitet zur Zeit ganz hart dran, damit dieser Traum (der Pharma) mal Wirklichkeit wird! ;)
Peter55
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Peter55 »

Hallo

heute 20:15 Uhr SWR Fernsehen, Zur Sache hilft.....

MfG
Sabine
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Sabine »

Nur ohne Addblocker lesbar :

" Wann Cannabis wirklich hilft
Ein Joint auf Rezept? Seit der Zulassung des Pflanzenwirkstoffs als Medikament kursieren viele Irrtümer.

Anfang des Jahres wurden Cannabiswirkstoffe als verschreibungspflichtige Medikamente zugelassen. Doch in sozialen Medien irren immer noch Falschmeldungen dazu herum. Da liest man, dass ein "Joint" starke Schmerzen, Spastiken und Asthma "wegkiffen" könne, Krebs, Multiple Sklerose, chronisch entzündliche Darmerkrankungen und weitere über 55 Krankheiten erträglicher mache. Falsch!

"Schwerkranke können nach ärztlicher Verordnung Cannabis in Arzneimittelqualität durch die gesetzliche Krankenversicherung erstattet bekommen", sagt Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium. Diese Arzneimittel, die aus der Cannabispflanze gewonnen werden, müssen eine gleichbleibende Wirkung haben, also standardisiert sein. Dies kann ein Joint genauso wenig wie etwa ein Keks leisten.
...
Die Wirkstoffe aus Cannabis sind in den letzten Jahren pharmakologisch nicht wirklich erforscht worden, weil offenbar kein Pharmaunternehmen bereit war, für ein patentfreies Medikament Millionen für Forschung und Studien in die Hand zu nehmen, damit andere Hersteller den Nutzen davon haben. Erst zulassen, dann erforschen? Das ist neu und zeigt die Brisanz der Entscheidung. ... Doch wie sieht es in der Praxis aus?

Die bisherigen Studien waren keinesfalls ermutigend. In den wenigen Blindstudien hatte man zwar Patienten mit 64 unterschiedlichen Erkrankungen untersucht. Dabei stellte sich aber heraus, dass der Erfolg als "eher neutral" bezeichnet werden konnte. Nennenswerte positive Resultate wurden lediglich bei chronischen neuropathischen Schmerzen und Übelkeit bei der Chemotherapie von Krebspatienten erzielt.
...
Auch wenn die Zulassung von Cannabisprodukten als Erfolg gefeiert wurde, wird sich nicht viel ändern, denn der reale Einsatz hält sich nach den ersten Monaten in Grenzen. Derzeit erfüllen lediglich etwa 1100 Patienten die Voraussetzung für die Verabreichung: "Der Zugang soll nur für Patienten offen stehen, die mit anderen verfügbaren Arzneimitteln nicht zufriedenstellend therapiert werden können", so Bundesinstitutssprecher Maik Pommer.
...
Cannabisprodukte können vereinzelt helfen und sind nur für einen kleinen Patientenkreis erstattungsfähig. Das ist schon eine Zulassung wert. Wer aber meint, sich schnell in der Apotheke einen Joint organisieren zu können, wird enttäuscht. Dass Menschen nach einem Joint eine Besserung empfinden, ist vermutlich eine Placebo-Reaktion, denn dies ist medizinisch gar nicht möglich. Denn die Pflanze gibt erst bei deutlich höheren Temperaturen und nach längerer Zeit den Wirkstoff frei. "


https://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/ ... 945888.php

Möglichst mies machen, damit kaum einer auf die Idee kommt, Cannabis überhaupt zu beantragen. :evil:
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Martin Mainz
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Martin Mainz »

Die Linke: Tipps zur Kostenerstattung für Medizinalhanf

http://www.hanf-magazin.com/politik/deu ... zinalhanf/

"Nachdem auf eine kleine Anfrage der Partei Die Linke von der Bundesregierung darauf hingewiesen wurde, dass Krankenkassen eine Therapie mit Medizinalhanf zuerst genehmigen müssen, bevor die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für die Behandlung übernimmt, gibt Frank Tempel, seines Zeichens drogenpolitischer Sprecher der Linksfraktion, Antworten auf Fragen, die sich die Betroffenen stellen könnten. Derweil wurde der Entwurf eines Cannabiskontrollgesetzes der Grünen-Bundestagsfraktion vom März 2015 abgelehnt.
...
Recht auf eine Therapie mit Cannabis können Patienten haben, wenn „eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung“ entweder „nicht zur Verfügung steht“ oder diese „nicht zu Anwendung kommen kann“ , sowie wenn „eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf oder auf schwerwiegende Symptome besteht“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der Linke. Der behandelnde Arzt müsse diese Kriterien bestätigen und seine Entscheidung gegenüber der Krankenkasse begründen können, schreibt die Regierung weiter. Doch was hilft, wenn sich die Kassen querstellen?
...
Sollten die Anträge, die von der Krankenkasse in der Regel innerhalb von drei Wochen bearbeitet sein müssen, was sich aber bei Einschaltung des medizinischen Dienstes zur Prüfung des Antrags auf fünf Wochen hinausziehen kann, abgelehnt werden, empfiehlt Tempel zunächst, die Aufsichtsbehörde, die für die jeweilige Kasse zuständig ist, einzuschalten. Zudem kann gegen den Bescheid ein Widerspruch eingelegt werden. Einen Generator dazu findet sich ebenfalls auf der Website der „Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin“."
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von moepens »

Kein Pressetext aber lesenswert.

Und so ergeht es den Ärzten mit dem neuen Gesetz

http://selbsthilfenetzwerk-cannabis-med ... uen-gesetz

"Nach der schriftlichen Anfrage einer verzweifelten Patientin aus dem Schwäbischen an einen Arzt aus dem Hessischen, der der Cannabistherapie bekanntermaßen offen gegenübersteht, antwortet der Arzt wie folgt:

Sehr geehrte Frau K.,

ich bin zur Zeit sehr verunsichert und weiß nicht, ob ich dieses Cannabis-Gesetz überhaupt noch weiter unterstützen soll.
An der Tatsache, dass Sie 300 Kilometer anreisen müssten, um zu einem Arzt in Hessen zu kommen, der Cannabis verschreibt, erkennt man, dass die Ärzteschaft dieses Gesetz nicht unterstützt.
Warum ist da kein Arzt im Umkreis von 10-20 Kilometer zu Ihrem Wohnort?

Die bisher von mir gestellten 21 Anträge (3 positiv beschieden, einer positiv erzwungen durch Sozialgerichtsurteil) haben mich pro Patient 4-5 Stunden Arbeit gekostet. Anamnese, Untersuchung neuer Patienten, Ausfüllen des Fragebogens usw. Dadurch vernachlässigte ich meine alten, seit Jahren treuen Patienten und verliere sie. Und das Ganze für 47 Euro Quartalshonorar pro Patient.

Heute schaute ich mir zum ersten Mal die sog. „Begleiterhebung“ an, zu der ich ja verpflichtet bin. Ein vielseitiges Formular. Ich arbeite 80 Stunden in der Woche oder mehr. Und wenn ich immer mehr Cannabis-Patienten annähme, so würde ich meine Praxis bald mit burn-out aufgeben müssen. Damit ist auch niemandem geholfen. Ich weiß noch nicht, was mit der „Begleiterhebung“ auf mich zukommt. Wie oft bei der Begleitung der Therapie erhoben werden soll. Das soll ja alles ohne Honorar für den Arzt erfolgen. Diese Fragen werde ich morgen der Bundesopiumstelle stellen. Es sieht ganz so aus, als ob ich einen Schlussstrich unter mein Cannabis-Kapitel ziehen werde. An einem Patienten wie Sie, der 2 Gramm Cannabis pro Tag braucht, verdient die von der Politik begünstigte Apotheke 7300 Euro im Jahr vor Steuern. Und ich soll meine Arbeit für 4x 47 Euro vor Steuern machen, und ich habe wirklich Arbeit, während die PTA in der Apotheke die Dosen über den Ladentisch schiebt.

Ich bin für die Freigabe des Anbaus von 4-6 Cannabis-Pflanzen pro Patient pro Jahr. Und solange die Lobbypolitiker diese Entscheidung nicht fällen, bin ich für bürgerlichen Ungehorsam. Man tut es eben und wenn man erwischt wird, dann hat man als Märtyrer auch einen Dienst an der guten Sache geleistet.

Es tut mir leid, Ihnen keine andere Auskunft geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

M. v. T.

(Anm.: Mit Rücksicht auf etwaige Kommentar-Trolle haben wir den Namen des betreffenden Arztes gekürzt wiedergegeben. Das Einverständnis zur Veröffentlichung des Textes inklusive Namensnennung liegt uns indes vor.)"
Duck
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Duck »

Tja da fehl aber noch die in regressnahme bis zur pleite.
:oops: :oops: :oops:
So gespräche hatte ich auch mit Ärzten.


Dieses system ist ...
:oops: :oops: :oops: :oops:
illumination-kafkas
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von illumination-kafkas »

Dieses Gesetz ist der letzte Sch....

Selbst wenn man eine Kostenübernahme hat, bekommt man keine Blüten. Die Ärzte sind komplett abgefuckt, was ich komplett verstehen kann. Andere Ärzte sind völlig uninformiert und wissen gar nichts über Cannabis in der Medizin. Der MDK und KK stellen sich quer, wo es nur geht...

Da sollte man echt besser selbst anbauen, wenn es irgendwie möglich ist. Dann hat man auch ne bessere Sortenauswahl.

Die Nerven der schwerkranken Patienten werden bis aufs Letzte überstrapaziert... ist ja nicht so, dass wir sonst keine Probleme hätten. Dazu kommt noch der Preis für das Kraut, der ohne jeglichen Realitätsbezug ist.

Das Gesetz hat zwei Probleme gelöst (Kostenübernahme und Btm-Rezeptierung möglich) und dafür 1000 neue Probleme erschaffen...
Sabine
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Sabine »

"TK lehnt zwei von fünf Cannabis-Anträgen ab

Eigentlich sollen Krankenkassen die Kostenerstattung von Cannabis für medizinische Zwecke nur in begründeten Ausnahmefällen ablehnen – doch ist dies offenbar häufig der Fall. So lehnte die Techniker-Kasse bis Anfang Juli 341 von 863 Anträgen ab. Der AOK-Bundesverband erklärte, bis Anfang Juni jeden zweiten von rund 2300 Anträgen genehmigt zu haben.
...
Wie ein Sprecher der Techniker Krankenkasse auf Nachfrage von DAZ.online mitteilte, seien bis zum 7. Juli insgesamt 863 Anträge auf Kostenerstattung für Medizinalcannabis bewilligt oder abgelehnt worden. In 522 Fällen habe die Krankenkasse die Kostenerstattung genehmigt, in 341 nicht – was eine Bewilligungsquote von rund 60 Prozent ergibt. Offen blieb zunächst die Zahl der Anträge, die derzeit noch in Bearbeitung sind.

Eine Sprecherin das AOK-Bundesverbands erklärte, bis Anfang Juni seien rund 2300 Anträge auf Kostenerstattung bei AOKs eingegangen, von denen rund die Hälfte genehmigt wurde. Nicht kommunizieren wollen die AOKs die Zahl der abgelehnten beziehungsweise noch in Bearbeitung befindlichen Anträge. "


https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... traegen-ab
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Martin Mainz
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von Martin Mainz »

Hier die Auswertung der ACM Umfrage zur Kostenübernahme durch die Krankenkassen: http://cannabis-med.org/german/acm-mitt ... p?id=239#2

Von insgesamt 412 Befragungsteilnehmern wurden 93 Anträge genehmigt und 226 abgelehnt. Über 45 Anträge wurde noch nicht abschließend entschieden.
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illumination-kafkas
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Re: Presseberichte/Videos/TV rund um med. Cannabis

Beitrag von illumination-kafkas »

Bei der Umfrage des ACM muss bedacht werden, dass manche Ablehnungen nicht endgültig, also noch nicht im Widerspruchsverfahren waren. Bei mir wurde bspw. nach Widerspruch genehmigt und ich habe zuvor bei der Umfrage mit “Ablehnung“ gestimmt. Natürlich ist auch zu beachten, dass hier vor allem die Leute abstimmen, die Probleme mit ihrer KK bekommen haben. Nichtsdestotrotz spricht die Umfrage eine deutliche Sprache.
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