https://www.fnweb.de/mannheimer-morgen_ ... 29817.html
"Seit März dieses Jahres dürfen Ärzte schwerkranken Patienten Cannabisblüten und -extrakte als Schmerzmittel verschreiben. Doch die Neuregelung sorgt selbst unter den Experten für Verwirrung - wie auf dem Schmerzkongress in Mannheim deutlich wird.
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Häuser hat gemeinsam mit Kollegen mehrere Studien aus den Jahren 2009 bis 2017 ausgewertet und die Ergebnisse veröffentlicht. Demnach gibt es derzeit keine ausreichenden Beweise, dass Cannabis bei Schmerzen durch Tumore, Rheuma oder Magen-Darm-Erkrankungen hilft. Ausreichende Belege liegen nur für die Behandlung von Nervenschmerzen vor.
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Was fordern diese Experten?
Ganz eindeutig: methodisch einwandfreie Studien für jedes Krankheitsbild, die sowohl den Effekt der Schmerzlinderung messen als auch Nebenwirkungen erfassen.
Bis es so weit ist: Was ist von einer Eigentherapie zu halten?
Davon wird dringend abgeraten - unter anderem, weil es keine Erkenntnisse über die Dosierungen gibt, und die Nebenwirkungen dadurch unüberschaubar werden."