Medizinisches Cannabis

Wo kann Cannabis als Medizin helfen, welche Erfahrungen wurde mit spezifischen Medikamenten gemacht?
leserpistole
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von leserpistole »

@Ragdoll
Wie isxt denn die Situation bezüglich Medizinalcannabis in Portugal?
Weißt du da mehr?
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Ragdoll
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von Ragdoll »

Von medizinische cannabis in Portugal, kan ich leider nix sagen, aber cannabis, so wie alle drogen sind entkriminalisiert seid 2001.
Philebos
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von Philebos »

Hier mal eine Liste mit Quellen über die Wirksamkeit von Cannabis bei diversen Erkrankungen:

https://www.greenpassion.org/index.php? ... uary-2011/
suppe241
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von suppe241 »

wenn cannabis als medizin zugelassen werden würde, dann wäre es das aus für die legalisierung. denn so will es nämlich auch die politik gern um das thema entlich vom tisch zu bekommen. dann wäre es medikamentenmissbrauch.

wie sieht es eigentlich in holland aus sind da jetzt alle "kiffer" dumm? denn schließlich ist es dort schon seit ca. 1970 legal.

das einzige was ich gehört hab, ist das der thc- gehalt staatlich kontrolliert wird und das rauchen erst ab 18 jahren ist.
Fragender
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von Fragender »

ich frag mich eh immer was dieser ganze Rummel um den Wikstoffgehalt soll... (mal abgesehen vom Verhältnis THC:CBD) - für quasi JEDEN medizinischen Gebrauch ist doch ein möglichst hoher Wert wünschenswert - sei es weil man es raucht oder verdampft (weniger Schadstoffe bei mehr Wirkstoffen), oder wenn man ein Extrakt für die Krebsbehandlung herstellen wollen würde (wenns denn legal wäre) etc etc...

das ist alles recht blödsinnig argumentiert - vor allem was die "Gefahr" angeht...

Buddha bei die Fische... wer ist nicht selbst in der Lage sich an die passende Dosis heranzutasten ??

Wird uns Menschen diese Möglichkeit schon abgesprochen? Wenn ja... wieso dürfen wir noch Brotmesser besitzen... oder im vierten Stock wohnen... und einen Balkon besitzen? ... und erst die gefährliche Dusche... wenns da feucht ist und man ausrutscht! nicht auszudenken....
Fragender
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von Fragender »

Philebos hat geschrieben:Hier mal eine Liste mit Quellen über die Wirksamkeit von Cannabis bei diversen Erkrankungen:

https://www.greenpassion.org/index.php? ... uary-2011/
oh ich sehe so unbekannt ist sie dann ja gar nicht :-) - hab vor allem das Thema Krebs vermisst... drum den Krebsthread eröffnet und auch nochmal auf die Liste hingewiesen.
suppe241
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von suppe241 »

solche reden bringen aber nichts. fakt ist die politik nutzt die unwissen heit der nicht "raucher". deswegen ist es wichtig denen den zustand zu erklären. um sich breiter aufstellen zu können, sonst regeln das die medien.
Fragender
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von Fragender »

suppe241 hat geschrieben:solche reden bringen aber nichts. fakt ist die politik nutzt die unwissen heit der nicht "raucher". deswegen ist es wichtig denen den zustand zu erklären. um sich breiter aufstellen zu können, sonst regeln das die medien.
ich stimme dir da schon zu - ich kann nur auch die Gesetze in den Niederlanden nicht verstehen - wo jetzt der THC Gehalt begrenzt werden soll (oder schon ist?). Es darf doch nicht sein, dass 15%iges Gras erlaubt wäre, aber ein Extrakt da draus - zwecks medizinischer Nutzung - verboten... da dreht sich mir einfach der Verständnismagen um :?

naja - klar - kleine Schritte sind besser als keine...
suppe241
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von suppe241 »

Äh? ich weiß nicht also ich schreibe die ganze zeit im nüchternen zustand . und wenn man sich schon nicht vernünftigt mit gleichen sinnungsgenossen austauschen kann, dann wird es auch nichts andere zur legalisierung zu überzeugen.

staatlich kontrolliert ist ja wohl sicherer als sich irgend etwas aufschwatzen zulassen.
suppe241
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von suppe241 »

und außerdem kann man den thc- gehalt selbstverständlich beeinflussen. das ist aber nicht wichtig, und als medizin wäre cannabis für immer weg vom legalen markt. weil es dann ein medikament ist, und wie möchtest du es dir dann aus der apotheke abholen , mit einem selbst gemalten rezept?
Fragender
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von Fragender »

klar ist eine zuverlässige Versorgung mit nachgewiesenem Gehalt (z.b. Apotheke) besser - als sich was auf der Straße andrehen zu lassen... darum gings bei meinen Posts aber auch mit keinem Satz!

Weiß nicht wie du da jetzt drauf kommst...

Wovon ich jedoch überzeugt bin ist, dass jeder in seinen Garten stellen darf (dürfen sollte, ist ja verboten :| ), was er stellen will! Und damit zu tun was er möchte!
(vor allem wenn die Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt und wenige wieder einen Reibach mit einer Substanz machen, die früher großflächig in Deutschland zu einem Bruchteil der heutigen Kosten angebaut wurde, und auch wieder könnte)
Zuletzt geändert von Fragender am Mi 29. Aug 2012, 20:52, insgesamt 1-mal geändert.
suppe241
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von suppe241 »

das ist aber illegal. deswegen ist es wichtig. i say it again, die leute zu erklären das z. B. der rausch zeitlich begrenzt ist, das man sich nicht ins koma rauchen kann. und man auch gute debatten führen kann.

(nicht wie beim alkohol sich dumm säuft oder mehr, bis man nicht mehr weiß was man getan hat.)

deswegen ist es hier im forum wie im keller sitzen. uns hört hier nämlich keiner.
phil87
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von phil87 »

So eben hatte ich Besuch von meiner Mutter, die seit Jahren Schmerzpatientin auf Grund einer starken Migräne ist. Die Migräne wird wahrscheinlich durch eine Schiefstellung ihrer Wirbelsäule ausgelöst.(mehrere Bandscheibenvorfälle, Verdacht auf Morbus Scheuermann in ihrer Kindheit) Ihre derzeitige Medikation ist Metoclopramid (MCP), Neuranidal (Acetylsalicylsäure, Coffein, Paracetamol) in Verbindung mit Triptanen und Selektiven Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (Antidepressivum SNRI). Das MPC, das hauptsächlich gegen die Übelkeit ist, führt zu Panickattacken, Bewegungsstörungen, Zittern, starken Ermüdungserscheinungen und Depressionen auch lange nach Einahme des Präparats. Die Triptane in Verbindung mit dem SNRI führen zu teilweise heftigen Halluzinationen und üblen Alpträumen, sowie zu Angstzuständen. Die Migräne tritt regelmäßig auf (ca. 2-3 Migränephasen pro Monat) und führt dazu, dass sie in diesen Zeiten nicht arbeiten kann. Die dauerhafte Einnahme der Medikation scheint ihr nicht gut zu tun, sie wirkt sehr häufig stark benebelt und vergisst Dinge bzw. bringt sie durcheinander.

Ich habe ihr schon mehrfach dazu geraten, dass sie sich darum bemühen soll eine Behandlung mit Bedrocan bei ihren Ärzten vorzuschlagen, was sie bisher nie gemacht hat aus Angst komisch aufgenommen zu werden und aus Angst, dass die Ärzte sie nach einer Forderung nach medizinischem Marijuana nicht mehr ernst nehmen. Sie kommt bald in eine Klinik in Berlin, die sich vorallem auch um die Wirbelsäulenproblematik kümmern will. Hoffentlich kommt sie los von diesem Medikamentencoctail!
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Stop migraine, so much i gain, so why blame?

http://youtu.be/d6vNi6dasfg
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bushdoctor
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von bushdoctor »

phil87 hat geschrieben: Ich habe ihr schon mehrfach dazu geraten, dass sie sich darum bemühen soll eine Behandlung mit Bedrocan bei ihren Ärzten vorzuschlagen, (...)
Es muss ja nicht gleich eine Ausnahmegenehmigung für Hanfblüten sein. Deine Mutter kann sich testweise Dronabinol auf Privatrezept verschreiben lassen. Die Kosten dafür muss sie dann natürlich selber tragen (<100 Euro für eine "Verkaufseinheit"), aber es gibt keinen Stress mit der Krankenkasse für den Arzt.

Klar wären Hanfblüten besser wegen des breiteren Cannabinoid-Spektrums, aber ein Test mit "legalem" Dronabinol, das relativ einfach zu bekommen ist, sollten Deine Mutter m.E. schon unternehmen.

Falls das reine Delta-9-THC hilft, dann kann man immer noch weitersehen...

Infos: http://www.cannabis-med.org/index.php?t ... =62&lng=de
phil87
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Re: Medizinisches Cannabis

Beitrag von phil87 »

bushdoctor hat geschrieben: Klar wären Hanfblüten besser wegen des breiteren Cannabinoid-Spektrums, aber ein Test mit "legalem" Dronabinol, das relativ einfach zu bekommen ist, sollten Deine Mutter m.E. schon unternehmen.

Falls das reine Delta-9-THC hilft, dann kann man immer noch weitersehen...

Infos: http://www.cannabis-med.org/index.php?t ... =62&lng=de

danke bushdoctor! das werde ich ihr vorschlagen!
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