erlaubt mir mich einmal kurz vor zu stellen. Ich bin 28 Jahre alt und seid meiner Kindheit ADHS leidend. Zu beginn der Diagnose (etwa 10 Jahre alt) wurde ich Medikamentös eingestellt (zunächst einmal Medikinet 10mg 2x , später Ritalin). Zusätzlich deuteten die im Rahmen der Diagnose einhergehenden IQ Tests, überdurchschnittliches an, was mir in meinem späteren Verlauf noch von nutzen sein wird... aber lest selber...Nun denn, weiter.. Da sich im alter von 14 Jahren eine Wachstumsverzögerung andeutete, wurde das Medikament abgesetzt. Es begann eine sehr turbulente Zeit, mit allem was man sich vorstellen kann. Meine Ausbildungszeit, war eine Zeit ohne Bücher und Schreibtisch. Ich war der jemand, der ständig nach einem Blatt Papier und einem Stift im Unterricht fragte. Dennoch absolvierte ich meine Ausbildung mit einer glatten "eins" und einer Ehrenurkunde der IHK. Zunehmende bemerkte ich jedoch, dass es mir immer schlechter ging. Ich fing an mich sozial einzumauern. Völlige Isolation. Viele Jobs kamen, und gingen. Ich war völlig abgestürzt, bekam nichts auf die Reihe. Bis ich meine Freundin kennen lernte, mit der ich seid mittlerweile 8 Jahren bis heute mein Leben teile. Ohne Sie wäre ich damals nicht hochgekommen, und ohne Sie würde ich auch jetzt wieder fallen. Diese gab mir Kraft sodass ich mich fangen konnte. Ich fing eine neue Stelle an, arbeitete mich in kurzer Zeit zum Vorarbeiter hoch. Begann die Meisterschule und verkürzte um die Hälfte. Ein steiler Aufstieg begann. Nun war ich nach kurzer Zeit in einer sehr hohen Führungsposition eines Mittelständigen Unternehmens. Man sollte meinen alles wäre super... Doch da irrt man sich.... Mein Zustand verschlechterte sich zunehmend. Ich Lief Gefahr, alles was ich mir aufgebaut hatte, wieder zu verlieren. Alle ADHS Symptomatiken verschlimmerten sich um ein vielfaches, sodass Berufliches und Privates kaum noch zu stemmen war. Wie sich später rausstellte, hatte mich meine Jahrelang unbehandelte und äußerst stark ausgeprägte ADHS in eine enorm Depressive Lage manövriert. Mit allem was dazu gehört. Meine bis dahin gelebte Soziale Abschottung gab auch noch ihren Senf dazu. Ich wusste ich brauche Hilfe. Ich suchte nach Hilfe um Antworten zu bekommen, was mit mir los sei. Ein Facharzt für Psychatrie und Psychotherapie sowie eine Psychotherapeutin bestätigten mir in einem Gutachten, was ich bereits Vermutet hatte. Eine ADHS im Erwachsenen alter. Zusätzlich starke Depressionen welche auch medikamentös behandelt werden müssen. Somit wurde ich wieder auf Medikinet eingestellt (2x 20mg)
Nun nach viel Geschreibe, um euch in der schnell Version das Fundament meiner Geschichte verstehen zu lassen , zu meinem aktuellen Problem, und im Anschluss zu meiner bitte an euch.
Aktuelles Problem kurz erklärt:
Bis zum Nachmittag sind meine Symptome größtenteils durch die Einnahme von Methylphendidat gelindert. Somit ist es mir möglich einer Arbeitsunfähigkeit aus dem Wege zu gehen, und Tagsüber ein Teil meiner Lebensqualität wieder zu erlangen. Jedoch besteht für den Nachmittagsbereich bei mir eine klare Indikation für eine weitere medikamentöse Behandlung, da unter anderem meine Partnerschaft zunehmend Belastet wird. Sollte diese Beziehung in die Brüche gehen, weis ich nicht mehr weiter.............und es ist kurz davor
Durch das abklingen der Medikamente, habe ich erheblich mit Impulsivität, übermäßiger Emotionalität, innerer Unruhe , Konzentrationsschwächen, laut sein, zappelig sein usw. zu kämpfen. Eine Streckung der Wirkungsdauer in den Abend hinein ist für mich keinesfalls möglich, da ich dann mit erheblichen Nebenwirkungen von Methylphendidat zu kämpfen habe (Appetitlosigkeit, Schlafstörungen usw.). Zudem ist bei mir ja eine schwere depressive Episode festgestellt worden aufgrund dessen ja eine zusätzliche Medikamentöse Behandlung in Betracht gezogen werden müsste.
Ich hatte mich selbstverständlich an den Rechner gesetzt, und im Internet nach Lösungsmöglichkeiten gesucht, und bin auf Erfolgreiche Therapien mit Cannabinoiden gestoßen.
Zu meiner bitte an euch:
Wenn Ihr in Umgebung Wuppertal/Düsseldorf einen Arzt kennt, bitte meldet euch bei mir per PN. Ich würde mich gerne umgehen bei Ihm persönlich vorstellen und Ihm in einem 4 Augen Gespräch meinen aktuell sehr hohen Leidensdruck mitteilen.
Ich danke euch vorab, und hoffe das Ihr meine offene und ehrliche Art positiv aufnehmt.
Gruß Fanta