Sammlung Cannabis gegen Migräne

Wo kann Cannabis als Medizin helfen, welche Erfahrungen wurde mit spezifischen Medikamenten gemacht?
srjosi
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Re: Hilfe bei Migräne

Beitrag von srjosi »

Hallo,
bisher keine Kostenübernahme, Migräne und Bandscheibe. Widerspruch ist eingereicht. Aber dank der Therapie werde ich wohl bald wieder arbeitsfähig sein . Das ist dann wohl Beschaffungs- Arbeiten.
trasher
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Re: Hilfe bei Migräne

Beitrag von trasher »

Cannabis wirkt bei Migräne...

„Wir konnten zeigen, dass Cannabinoide zur Vorbeugung von Migräne eine Alternative zu herkömmlichen Behandlungen sein können“, sagt Nicoladi. Zur Akutbehandlung von Clusterkopfschmerzen seien sie aber nur für Patienten mit einer Migräne-Historie geeignet.


https://www.apotheke-adhoc.de/nachricht ... -migraene/
DrGreenthumb
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Re: Hilfe bei Migräne

Beitrag von DrGreenthumb »

Ich habe eine Kostenübernahme bekommen mit meiner chronischen Migräne und muss sagen es geht mir seitdem so gut wie noch nie! Die Anfälle sind zwar nicht komplett verschwunden, aber ich habe sie deutlich besser im Griff mit Cannabis.

Durch die schlechte Verfügbarkeit konnte ich leider noch nicht viele verschiedene Sorten ausprobieren, muss aber schon sagen, dass mir persönlich Sativa lastige Sorten mit hohem THC Gehalt eher besser helfen.

CBD Sorten konnte ich selber noch nicht testen. Ich vermute aber, CBD könnte evtl. zur Prophylaxe etwas beitragen. Bei akuten Anfällen bringt es aber wohl eher nichts. Das habe ich auch von anderen Migränepatienten so bestätigt bekommen.

Was mir noch aufgefallen ist, man muss bei potenten Sorten wie z.b. Bedrocan mit der Dosierung etwas aufpassen. Wenn man viel THC auf einmal inhaliert, hat man ja oft am Anfang so ne Art Druck im Kopf. Der kann bei akuter Migräne schon eher erstmal negativ sein. Also lieber erstmal etwas weniger inhalieren und dann ggf. nachlegen.

Ich bevorzuge auch definitiv die Inhalation bei Migräne, da die Wirkung halt innerhalb weniger Minuten anflutet und ich schon bei ersten Anzeichen die Attacke meistens komplett beenden kann, bevor sie überhaupt ausbricht.

Der Zeitpunkt der Einnahme spielt dabei eine wesentlich Rolle hab ich nach ein paar Monaten festgestellt!

Bisher habe ich Cannabis hauptsächlich als Bedarfsmedikament angewendet. Die letzten 3-4Wochen zum Test hab ich fast täglich konsumiert und muss sagen, ich hatte nur einen einzigen kleineren Anfall! Ohne Cannabis min. einmal die Woche!

Also es scheint auch als Vorbeuge zu funktionieren, bei mir zumindest!
poesie
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Re: Hilfe bei Migräne

Beitrag von poesie »

drgreenthumb. meine empfehlung ist ganz klar, einen look auf *** zu werfen. cbd ist echt ne geile nummer! das entspannt die muskeln und lässt dich zur ruhe kommen. erstaunlicherweise wirkt das auch gegen einige andere dinge. recherchiere das am besten
Zuletzt geändert von Martin Mainz am Mo 18. Sep 2017, 21:59, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: *** Werbung ist im Forum nicht erlaubt - Link zu einem beliebigen CBD Vetrieb gelöscht
trasher
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Re: Hilfe bei Migräne

Beitrag von trasher »

ich kann davon berichten, dass cbd alleine bei einer attacke nicht aussreicht. 1:1 (thc:cbd) strains sind da ne gute alternative für den alltag (prophylaktisch) , bei nem richtigen kopfschmerz schub greife ich allerdings zu den highlevel thc strains .
DrGreenthumb
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Re: Hilfe bei Migräne

Beitrag von DrGreenthumb »

Ja, ich würde gerne mal 1:1 THC/CBD Strains ausprobieren, sind aber leider seit längerem eigentlich gar nicht zu bekommen!

CBD Kristalle habe ich schon mal getestet... Hilft bei mir so gut wie gar nicht bei ner akuten Schmerzattacke! Der einzige positive Effekt ist, dass die unerwünschten Nebenwirkungen vom THC etwas abgeschwächt werden.

Aber ich persönlich brauche definitiv THC bei "meiner" Migräne!

Warte momentan noch auf das Bakerstreet und bin gespannt wie gut diese Sorte (Indica) bei mir hilft. Bisher bin ich auch eher der Meinung, dass Sativalastige Sorten bei Migräne zu bevorzugen sind.
migraene
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Re: Hilfe bei Migräne

Beitrag von migraene »

Guten Tag,

Gibt es keine Möglichkeit eine PN zu schreiben, oder erst nach ein paar Beiträgen ?

Mich würde es echt interessieren (z.b. bei DrGreenthumb) welche Therapie bzw welche Medikamente du schon bei Migräne probiert hast. Bzw welche angegeben wurden bei dem Antrag.

Hat bei dir ein Neurologe den Antrag fertig gemacht oder der Hausarzt ?

Da der Antrag bei dir ja geklappt hat.

Ich würde es auch privat bezahlen, hauptsache ich habe was effektives gegen die Schmerzen... (aber es ist ja unheimlich teuer)

Ich habe bis dato noch kein Antrag gestellt.

Mit freundlichen Grüß
Migraene
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Martin Mainz
Board-Administration
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Re: Hilfe bei Migräne

Beitrag von Martin Mainz »

Hallo migraene und willkommen im Forum!
migraene hat geschrieben:Gibt es keine Möglichkeit eine PN zu schreiben, oder erst nach ein paar Beiträgen ?
Genau, nach dem ersten Beitrag kannst Du auch PN schreiben (damit Bots sowas nicht können).

Grüße, Martin
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Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
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alicec13
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Re: Medizinische Sorten und ihre Vielfalt

Beitrag von alicec13 »

littleganja hat geschrieben:Trocken, von frischen wird dir eher schlecht, man kann aber auch erst mal mit 0,1 anfangen. Kopfschmerzen sollten nach 10 Minuten komplett verschwunden sein.

Falls du Migräne hast und es testen willst, bitte ne PN an mich wie schnell die Migräne verschwindet und ab welcher Menge mutuelles TNS, würde ich sehr interessant finden, habe Gott sei Dank nie Migräne.

Falls der Besitz von sogar Trüffel momentan verboten ist, einfach mal auf einer Deutschen Kuhweide umschauen ist ja Herbst :D Das ist nicht Illegal oder?! War es früher zumindest nicht!
Ich denke, dass der Besitz oder der Konsum von Drogen immer verboten ist, wenn es nicht in den medizinischen Rahmen passt. Aber heute kann jeder ein Rezept auch auf dem Markt bekommen.
Cypher96
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Arzt Stuttgart/Chronische Migräne/Hilfe!!!?

Beitrag von Cypher96 »

Hallo liebe Forengemeinde,

Ich bin 22 Jahre Alt und habe eine Chronische migräne, das erstemal wurde dies von meinem Kinderarzt mit ca 9-10 Jahren diagnostiziert EEG's etc wurden also schon damals bei mir gemacht.

Über die Jahre habe ich auch alles probiert von ibus bis über Tryptane, nichts hat mir wirklich geholfen.
Eigentlich hatte ich mein Schicksal auch schon aktzeptiert bis ich jemanden kennengelernt habe der mir Bedrocan empfohlen und auch besorgt hat, dies hat mir ermöglicht die letzten 6 Monate wieder richtig leben zu können.

Aufgrund des neuen Hoffnungsschimmers habe ich mich nach etwas Recherche im Internet dazu entschieden meinen Hausarzt zu besuchen.

Das Gespräch lief anders als erwartet und mein Arzt machte einen relativ offenen Eindruck bezüglich Cannabis als Medizin jedoch meinte er letztendlich das er mir das "nicht einfach so" verschreiben könne und man da rücksprache mit einem Spezialist halten muss.
Am ende bekam ich dann eine Überweißung in die Hand gedrückt auf der Stand: Chronische migräne, Tryptane helfen nicht, indikation für Bedrocan ?

Mit dieser Überweißung habe ich dann heute bei einem Migräne"Spezialisten" vorgesprochen. Das Gespräch war eher schlecht als recht.
Kurz gesagt hat er nach einem eeg bei dem nichts gefunden wurde (wer hätte das gedacht?) und einem kurzen Gespräch die Mitteilung geschrieben das THC helfen KANN aber eben auch entspannungsübungen oder medikamentöse profilaxe Da ich da zu meiner vergangenheit leider keine genauen Angaben machen konnte.

Deshalb bin ich mir sicher, das mein Hausarzt sich wohl erst für die anderen beiden Möglichkeiten entscheiden wird was für mich wiederum zusätzliche Wochen/Monate leiden u. "Schikane" bedeuten.

Der "Spezialist" hat mir ein Kopfschmerztagebuch mitgegeben und meinte ich solle das Bedrocan weiterhin medizieren, das Kopfschmerztagebuch führen und im November wieder vorsprechen.. Besagtes Bedrocan hat er mir aber nicht verschrieben auch toll..rät mir ein Medikament zu nehmen das ich mir jetzt weiterhin Illegal besorgen kann.. In meinen Augen gleicht das einer Schikane, für was zum x-en mal ein Kopfschmerztagebuch führen, warum fordert der Spezialist nicht die Unterlagen von meinem Hausarzt bis hin zum Kinderarzt an ?!
Warum sollte mir Ausdauersport jetzt aufeinmal helfen ? ( ehemaliger Fußballer, Schwimmer) Entspannungsübungen?!?!😂

Ich bin wirklich verzweifelt und wäre mehr als dankbar für eine gute Seele die mir den Kontakt zu einem Arzt in und um Stuttgart besorgen kann der mir helfen WILL.

In diesem Sinne bedanke ich mich bei allen Patienten, Ärzten und Aktivisten die mir helfen wollen.

* Ergänzung:
Es geht ja erstmals nur um ein Privatrezept um wenigstens die Behandlung zu gewährleisten und nicht in Illegalität abzurutschen wieso ist das nicht machbar?
moepens
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Re: Arzt Stuttgart/Chronische Migräne/Hilfe!!!?

Beitrag von moepens »

Hast du tatsächlich an mehr als 20 Tagen im Monat Migräne-KS (Definition für chronische Migräne)? Seit wann ist sie chronisch? Hast du mehrere KS-Arten? Welche Untersuchungen wurden außer EEG durchgeführt und was wurde therapeutisch alles dagegen unternommen? Hast du psychische Probleme?

Die Sache mit den Arztberichten solltest du auf jeden Fall mit Arzt und ArzthelferIN klären, wenns nicht anders geht mitgeben lassen.

Du kannst statt Bedrocan mal Dronabinol, Sativex, evtl. Tilray-Tropfen oder CBD-Extrakt verlangen, das wird eher verschrieben. Wichtig ist die Dokumentation, auch für die KÜ.
Juka
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Cannabis - Migräne - Rezept - Krankenkasse

Beitrag von Juka »

Hallo liebe Community,

Ich habe seit meiner Kindheit starke Migräne. (ca. 2 mal die Woche)
Und habe auch schon diverse Medikamente ( Von Ibuprofen über Paracetamol und Triptane und ASS bis hin zu Antidepressiva ) ausprobiert, leider alles Ohne erfolg,da Ich eine Abdrominal-Migräne habe (Magen/Darmfunktion gleich Null ist). Medikamente die Nasal verabreicht werden helfen bei mir auch nur sehr bedingt da Ich immer eine verstopfte Nase habe wenn Ich einen Anfall bekomme.

Jetzt bekomme ich seit kurzem Cannabis auf Rezept und bin hellauf begeistert.
Meine Anfälle haben sich auf ca. 1-2 mal im Monat verringert.

Nun zu meinem Problem:

Der Arzt der mir das Cannabis verschreiben hat weigert sich mir ein Kassenrezept auszustellen da er in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mir den Kassen gemacht hat.
Ich habe nun mal bei meiner KK nachgehakt und die meinen Sie würden das bezahlen ohne weitere Begründung des Arztes.

Ich nun mit dieser tollen Nachricht zu meinem Arzt und habe Ihm natürlich davon berichtet.
Dieser weigert sich aber trotzdem mir anstatt eines Privatrezepts ein Kassenrezept auszustellen.

Ich kann die Kosten meines Medikamentes unmöglich selbst tragen da ich Auszubildender bin und gerade mal 300€ im Monat verdiene trotz einer 40 Stunden Woche.

Jetzt weiter zu Meiner Frage:

Gibt es jemand der mir im Raum Stuttgart, Tübingen, Reutlingen einen Arzt empfehlen kann der sich damit Auskennt und sich nicht Stur weigert es wenigstens ein mal zu Versuchen mir ein Kassenrezept auszustellen?

Da Ich nicht möchte das sich auf einmal alle "Hobbykiffer" ( habe nichts gegen euch) auf den Arzt stürzen um Umsonst Kiffen zu können, bitte Ich euch wenn Ihr mir helfen könnt dies als PN zu machen.

Ich bin dankbar für jeden Tipp aber auch einfach für Ratschläge was es alles so bei dem Thema zu Beachten gibt.

Grüße und Danke,

Juka
moepens
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Re: Cannabis - Migräne - Rezept - Krankenkasse

Beitrag von moepens »

Juka hat geschrieben: Fr 30. Nov 2018, 11:19 Ich habe nun mal bei meiner KK nachgehakt und die meinen Sie würden das bezahlen ohne weitere Begründung des Arztes.
Hast du das schriftlich?
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BUMMBUMM
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Re: Cannabis - Migräne - Rezept - Krankenkasse

Beitrag von BUMMBUMM »

das wäre in der tat ein aussergewöhnliches und berichtenswertes novum!
Harro
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Re: Cannabis - Migräne - Rezept - Krankenkasse

Beitrag von Harro »

Wenn deine Kasse bereit ist dir eine Cannabis-basierte Therapie zu finanzieren, dann lass dir das schriftlich geben. Also stelle eine förmlichen Antrag und wenn du die (positive) Antwort hast, kannst du damit zu deinem Arzt "des Vertrauens" und um Unterstützung bitten.

Über die ACM-Webseite kannst du für deinen Arzt auch Dokumente herunterladen, die speziell für Ärzte gemacht sind und in das Thema einführen. Dein Arzt braucht, wenn er die schriftliche Kostenübernahme-Zusage deiner Kasse hat, keine Sorge mehr vor Regress haben.

Alles Gute.
moepens
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Re: Cannabis - Migräne - Rezept - Krankenkasse

Beitrag von moepens »

Harro hat geschrieben: Sa 1. Dez 2018, 15:50Dein Arzt braucht, wenn er die schriftliche Kostenübernahme-Zusage deiner Kasse hat, keine Sorge mehr vor Regress haben.
Leider stimmt das nicht.
Harro
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Re: Cannabis - Migräne - Rezept - Krankenkasse

Beitrag von Harro »

moepens hat geschrieben: So 2. Dez 2018, 17:37 Leider stimmt das nicht.
Solche Behauptungen sollte man schon irgendwie beweisen, erklären oder zumindest die Quelle angeben.
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Hans Dampf
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Re: Cannabis - Migräne - Rezept - Krankenkasse

Beitrag von Hans Dampf »

Harro hat geschrieben: Mo 3. Dez 2018, 13:50
moepens hat geschrieben: So 2. Dez 2018, 17:37 Leider stimmt das nicht.
Solche Behauptungen sollte man schon irgendwie beweisen, erklären oder zumindest die Quelle angeben.
Gilt das nicht erst recht für deine Behauptung?
(...) Dein Arzt braucht, wenn er die schriftliche Kostenübernahme-Zusage deiner Kasse hat, keine Sorge mehr vor Regress haben. (...)
Derzeit gehen viele Geschichten/Gerüchte um, die eher moepens Behauptung stützen als deine. Hast du Belege dafür, dass sich kein Arzt mehr Sorgen machen muss, wenn die Kostenübernahme da ist?
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Martin Mainz
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Re: Cannabis - Migräne - Rezept - Krankenkasse

Beitrag von Martin Mainz »

Es ging doch darum, daß die Kasse schon vorab bestätigt, das eine C-Therapie übernommen wird. Wieso sollte dann der Arzt Regress befürchten? Er kann sich ja auf das vorab Schreiben der KK berufen, sobald es das gibt.

Wenn es den "normalen" Weg geht, Arzt stellt Antrag und KK übernimmt wider Willen, dann ja.
Andererseit kann ich mich hier an keinen Fall erinnern, wo ein solcher Regress wirklich eingetreten ist.
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BUMMBUMM
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Re: Cannabis - Migräne - Rezept - Krankenkasse

Beitrag von BUMMBUMM »

ändert nichts daran das ein regress der krankenkasse jederzeit möglich ist, und zwar unabhängig von irgendwelchen schriftlichen zusicherungen, genehmigten anträgen o.ä.
bei solchen medikationen wirds halt richtig teuer wobei die kosten holense sich eher vom patient wieder, arzt muss nur die lohnkosten zurückbezahlen, und wird dann wegen inkompetenz/weißkittelpfusch von der kasse verklagt oder so ähnlich.

Auf der sicheren seite ist ein arzt nur wenn jemand mitm abgerissenen arm in die praxis kommt und er ihm dafür ein pflaster verschreibt. Da gibts zwei daumen nach oben von der krankenkasse ^^

mit einer hauptgründe wahrscheinlich warum die ärzte alle so konservativ sind.
Harro
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Re: Cannabis - Migräne - Rezept - Krankenkasse

Beitrag von Harro »

Danke Martin, genau das meine ich auch.

Naja, Regress könnte theoretisch versucht werden, aber mit welchen Erfolgsaussichten? Ja, klar, irgendein Sachbearbeiter kann keine Ahnung von der Rechtslage oder Zusage haben und dann was versuchen. Aber wenn die KÜ doch vorher schon zugesagt war, hat er keine Chance.
Da würde doch kein Gericht der KK recht geben... Das ist sinnlose Panikmache, wenn man sich in genau so einem Fall Sorgen macht. Sorgen muss man sich nur machen, wenn es keine Zusage gibt.
moepens
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Re: Cannabis - Migräne - Rezept - Krankenkasse

Beitrag von moepens »

Wirtschaftlichkeit der Verordnung von Cannabis

Auch im Rahmen des § 31 Abs. 6 SGB V sind die Regelungen des § 12 SGB V (Wirtschaftlichkeit) anzuwenden. Die Genehmigung der Krankenkasse entbindet den Vertragsarzt nicht von seiner Verpflichtung zur Prüfung des Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der Verordnung im Einzelfall.
Quelle: https://www.mds-ev.de/fileadmin/dokumen ... _08_29.pdf

Regressforderungen können noch nach vielen Jahren gestellt werden. Vereinzelt ist das nach Berichten schon vorgekommen, welche Maßstäbe bei dem neuen Gesetz angelegt werden ist afaik noch nicht bekannt.
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Gunter_H
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Re: Cannabis - Migräne - Rezept - Krankenkasse

Beitrag von Gunter_H »

Ja @moepens Danke für Deine Klarstellung...
Gerade die Angst vor Regress durch die KV macht es oft so schwer überhaupt einen Kassenarzt zu finden, der bereit ist C zu verschreiben.
Siehe auch z.B. hier:
https://hanfverband-forum.de/viewtopic. ... ess#p51113

Dieser Link ist sicher auch Interessant: (Nur wenn Praxisbesonderheiten - ausdrücklich - anerkannt/ bestätigt werden, gibt es eventuell keinen Regress)
https://hanfverband-forum.de/viewtopic. ... all#p45771
*** seit wann sind Pflanzen illegal ? ***
Juka
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Re: Cannabis - Migräne - Rezept - Krankenkasse

Beitrag von Juka »

moepens hat geschrieben: Fr 30. Nov 2018, 18:07
Juka hat geschrieben: Fr 30. Nov 2018, 11:19 Ich habe nun mal bei meiner KK nachgehakt und die meinen Sie würden das bezahlen ohne weitere Begründung des Arztes.
Hast du das schriftlich?
Nein, schriftlich habe ich das nicht. Werde mich aber dran machen das schriftlich zu bekommen.
Harro
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Re: Cannabis - Migräne - Rezept - Krankenkasse

Beitrag von Harro »

Wichtiger wäre wohl Fälle aufzuzeigen, wo irgendein Arzt tatsächlich zu Zahlungen oder irgendwelchen Regressforderungen gerichtlich verurteilt wurde - obwohl in der Behandlungszeit für dasjenige Medikament eine Kostenübernahmeerklärung der KK vorlag. Denn nur wenn es solche Fälle gibt, gäbe es Grund zur Sorge.

Dass Ärzte, die sich mit der rechtlichen Lage nicht so gut auskennen, ggf. eine diffuse Sorge vor Regress haben können, und dass es nach Jahren auch schon Regressforderungs(versuche) gab, bestreitet keiner.
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