WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

mad
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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von mad » Sa 2. Feb 2019, 10:56

War das nicht das letzte Argument von Frau Mortler für ein Verbot in Deutschland? Oder gab es da noch mehr? Müsste man sie jetzt nicht massenhaft anschreiben und fragen, wie das neue Argument heißt? Mit solchen Fakten müssen wir doch immer direkt auf die Politiker zu gehen ;-).

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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von Cookie » Sa 2. Feb 2019, 11:05

An sich schon. Sie hat dies immer als "gegeben" angesehen. Und sie ist nicht die Einzige ;).
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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von mad » Sa 2. Feb 2019, 11:46

Meine Mail an Frau Mortler ist raus :-). Mal schauen, welche Argumente sie aktuell noch hat.

HabAuchNeMeinung
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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Sa 2. Feb 2019, 12:14

mad hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 11:46
Meine Mail an Frau Mortler ist raus :-). Mal schauen, welche Argumente sie aktuell noch hat.
Na die gleichen wie immer...
UNVERANTWORTLICH!! Denkt den keiner an die Kinder!!!! Falsches Signal!!! VERHARMLOSUNG!!!!
...
Nur einer passte der Bürgerschreck aus dem Bilderbuch perfekt in ihren Kram: der CSU-Politikerin Marlene Mortler. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung war auftragsgemäß sehr besorgt, erinnerte Thomas D. an seinen „Vorbildcharakter“ und bezeichnete das „Kleinreden der Gefahren dieser Droge durch Legalisierungsbefürworter“ als „verantwortungslos“.
Ein völlig falsches Signal

Worin genau die Verantwortungslosigkeit bestehen soll, erwähnte Mortler nicht, wozu auch. Der Hinweis darauf, dass eine Legalisierung zwangsläufig einen erhöhten Drogenkonsum zur Folge habe, ist ein jahrzehntelang eingeübter Reflex. Praktischerweise hatte Mortler auch den soeben erschienenen Jahresbericht der deutschen Beobachtungsstelle für Drogen dabei, in welchem zwar, wenn man ihn genauer liest, vor allem steht, dass sich bei deutschen Kiffern seit Jahren kaum etwas ändert: Cannabis ist nach wie vor die am häufigsten konsumierte illegale Droge im Land, der regelmäßige Konsum unter Jugendlichen ist jahrelang so gut wie nicht gestiegen.

Aber Mortler hat die über 200 Seiten des Berichts offenbar so lange gelesen, bis sie doch eine einigermaßen alarmierende Zahl gefunden hat: So stieg der Anteil der Cannabiskonsumenten an jenen Menschen, die sich wegen Suchtproblemen in Behandlung begeben, von 58,4 auf 59,5 Prozent. Man muss sich gar nicht die Mühe machen, die empirische Basis oder die statistischen Defizite dieses „Trends“ zu prüfen, um zu sehen, dass er alles Mögliche belegen kann, am Ende womöglich sogar den Erfolg der Suchtberatungsstellen. Für Mortler allerdings können die Zahlen nur eines bedeuten: dass eine Legalisierung von Cannabis „ein völlig falsches Signal“ wäre, welches „diesen Trend noch verstärken“ würde....
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... ageIndex_0

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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von Cookie » Sa 2. Feb 2019, 12:15

mad hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 11:46
Mal schauen, welche Argumente sie aktuell noch hat.
Ach, da fallen ihr welche ein... sich die Sache zurecht zu lügen ist ihr größtes Hobby.

Es sind alles Pseudo-Argumente, aber wen juckt das schon. Eine Frau Mortler sicherlich nicht :D !
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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von Cookie » Sa 2. Feb 2019, 12:17

HabAuchNeMeinung hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 12:14
UNVERANTWORTLICH!! Denkt den keiner an die Kinder!!!! Falsches Signal!!! VERHARMLOSUNG!!!!
Oder so was... peinlich die Frau!
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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von HabAuchNeMeinung » Sa 2. Feb 2019, 13:16

Cookie hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 12:17
...
Oder so was... peinlich die Frau!
Naja sie wird ausserdem hierrauf "rumreiten"....
...
Der bekannte Cannabiswirkstoff THC soll in den Anlagen der internationalen Drogenübereinkommen so verschoben werden, dass seine medizinische Anwendung erleichtert wird, nicht jedoch die Freizeitanwendung.
...
https://hanfverband.de/nachrichten/pres ... n-cannabis
Und diese Position hat sie doch schon immer, also nachdem die Verwaltungsgerichte der Politik keine andere Wahl liessen, vertreten.... oder so....

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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von mad » Sa 2. Feb 2019, 13:19

Mein Brief an sie:
Hallo Frau Mortler,

lange erwartet kam gestern endlich die Stellungnahme der WHO (http://faaat.net/wp-content/uploads/ECD ... utcome.pdf) bzgl. der Einstufung von Cannabis heraus. Ich konsumiere seit ca. einem halben Jahr täglich Cannabis als Medizin (aus der Apotheke, durch einen Arzt verschrieben). Zuvor haben auch Sie mir Angst vor Cannabis gemacht und ich habe es aus Freizeitzwecken auch nicht konsumiert. Seitdem ich diese „schlimme Droge“ nun medizinisch probiert habe, kann ich mir ein sehr gutes Bild von der Sache machen und trinke seitdem glücklicherweise viel weniger Alkohol.

Frau Mortler, alle Ihre Argumente sind falsch und dies ist nun auch offiziell bestätigt. Es ist Zeit Ihre Fehler einzugestehen und den richtigen Weg einzuschlagen. Wir können nicht jährlich 2,7 Milliarden Euro (https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.4214571) für Ihre falsche Politik ausgeben. Außerdem müssen wir den Menschen helfen, die Drogen Alkohol oder Tabak (oder Opiate bzw. andere starke Drogen) durch das weniger schädliche Cannabis substituieren wollen / könnten. Und das alles mit einem vernünftigen Jugendschutz. Aktuell verfolgen Sie den Weg: mir doch egal, was die Jugendlichen tatsächlich illegal sehr leicht bekommen können, ich habe es ja verboten – das Verbot alleine sollte ja reichen. „Fakt ist“, dass dies nicht reicht! Einen richtigen Jugendschutz erhalten wir nur durch eine strikte Regulierung – möglichst sogar mit einer Abgabe sämtlicher „weicher“ Drogen (z. B. Bier und Zigaretten – aber auch Cannabis) ab 18 oder besser ab 21 Jahren. Und alle diese Drogen sollten auch möglichst nur in Fachgeschäften mit strikter Kontrolle abgegeben werden. Alle Drogen sind für Jugendliche schädlich; warum also ignorieren Sie das für Cannabis und lassen die jugendlichen dies – häufig noch gestreckt – bei einem Dealer kaufen, der sich nicht den Personalausweis zeigen lässt und häufig noch gefährlichere Drogen bei sich hat.

Mittlerweile kämpfen Sie nur noch zusammen mit der AFD für ein anhaltendes Verbot. Grüne, Linke und FDP verstehen ja schon seit Ewigkeiten die Materie, die SPD hat sich neuerdings auch offen für den richtigen Weg geäußert. Es ist schade mit anzusehen, welch engstirnigen Politiker in CDU/CSU und AFD sitzen. Zumindest von der Union hätte ich mir etwas mehr Sachverstand erhofft.

Im Übrigen verfolge ich die Legalisierungsdebatte intensiv, da die Versorgung – ebenfalls durch Ihre Politik verschuldet – mit medizinischen Cannabissorten extrem schlecht ist. Ich erhoffe mir durch eine Legalisierung, auf einem anderen Weg – wenn kein Cannabis aus der Apotheke verfügbar ist – Cannabis für meine medizinischen Zwecke zu erhalten. Fakt ist übrigens, dass es seit 2 Monaten keinerlei wirksames Cannabispräparat gegen Schlafstörungen gibt, auch wenn das BfArM in 2017 angekündigt hat, dass es ab 2018 spätestens 2019 keine Lieferengpässe mehr geben sollte. Leider ebenfalls nur eine leere Versprechung. Die Fertigarzneimittel sind primär gegen Schmerzen oder Appetitlosigkeit, wirken aber nicht sedierend. Sie können gerne auch verfolgen, welche Sorten aktuell verfügbar sind (https://www.walburga-apotheke-werl.de/2 ... isblueten/). Mir würden helfen: Bakerstreet, Klenk 18/1, Ped. 18/1, Ped. 20/1, Red 4, Peace Nat. 18/1 und Peace Nat 20/1. Also durchaus eine größere Auswahl, von denen seit Dezember nichts mehr geliefert werden kann.

Frau Mortler, auch wenn ich lange überlege, fällt mir nichts ein. Können Sie mir *einen* Grund nennen, weshalb Cannabis in Deutschland nicht legal ist bzw. die Legalisierung jetzt nicht durch die Bundesregierung vorbereitet wird? Bitte bedenken Sie, dass wir durch eine Legalisierung 2,7 Milliarden Euro jährlich einsparen / erhalten, einen besseren Gesundheitsschutz von Konsumenten erhalten (keine Streckmittel mehr), endlich einen Jugendschutz bekommen und dem Schwarzmarkt eine lukrative Einnahmequelle entziehen. Und Ihr „falsches Signal“ ist ja bereits durch den WHO-Brief widerlegt worden. Welche Argumente stehen auf Ihrer Seite; oder muss die Seite tatsächlich leer bleiben?

Ruhr-Pot
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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von Ruhr-Pot » Sa 2. Feb 2019, 13:30

Chapeau !!!

Besten Dank, gefällt mir sehr gut.

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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von Cookie » Sa 2. Feb 2019, 14:09

@HabAuchNeMeinung: Ja, der einzige Wermutstropfen.

@mad: Sehr schön ;)!
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BUMMBUMM
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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von BUMMBUMM » Sa 2. Feb 2019, 22:40

Vorher:
BUMMBUMM hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 15:08
....
noch zur info:
1971 Convention Psychedelische Drogen, Schedule 1 - 4
IV - Schlecht
III - Böse
II - Teuflisch
I - Untergang der Westlichen Zivilisation (Cannabis and cannabis resin & THC [1971])
-----------------------------------------
1961 Convention Betäubungsmittel, Schedule 1-4
III - homöopathische dosen
II - Crushing Addictive
I - Loose Everything (Cannabis and cannabis resin & Extracts and tinctures of cannabis)
IV - Insta-Death (Cannabis and cannabis resin)

Die haben natürlich andere Bedingungen und Argumentationen, aber die sind zu ausschweifend, unübersichtlich und nicht mal für sie selbst bindend also *furz*

Nachher:
1971 Convention Psychedelische Drogen, Schedule 1 - 4
IV - Schlecht
III - Böse
II - Teuflisch
I - Untergang der Westlichen Zivilisation (Cannabis and cannabis resin)
-----------------------------------------
1961 Convention Betäubungsmittel, Schedule 1-4
III - homöopathische dosen (CBD)
II - Crushing Addictive
I - Loose Everything (Cannabis and cannabis resin & THC)
IV - Insta-Death
zumindest so wie ich den Brief vom WHO-Oberkasper verstehe, damit haben sich meine Befürchtungen bestätigt.
Hab angefangen den kram zu sezieren, weil ich der meinung war, das die ergebnisse nicht veröffentlicht wurden weil sich das ECDD ganz tief in die scheisse geritten hatt. Und zwar weil es an der Gefährlichkeit von cannabis festhält.
Die WHO wollte den scheiss so nicht veröffentlichen, aber nachdem die WHO mit ihren keksperten vom ECDD, dem INCB und dem UNODC als ganzem noch mal an einen Tisch gesetzt hat, konnte die WHO Führung davon überzeugt werden das doch so weiterlaufen zu lassen mit Cannabis. [Fun Fakt: die wären alle zur hälfte arbeitslos wenn Cannabis überall legal wäre]
Also sie konnten die WHO Macher überzeugen dass bei Cannabis strikt nach wissenschaftlichen Maßstäben zu beurteilen ist. Und da es keine Datenlage gibt das es ungefährlich wäre, isses halt gefährlich. Aber is auch keiner dran gestorben also wirds zumindest aus BTM IV gestrichen (Insta-Death). Das ist der minimalste Schritt der möglich gewesen war um Cannabis-Klassifizierung zu entschärfen (schlimmer ging ja nicht, war ja laut einstufung das übelste Zeug wo gibt auf der Welt).

Gut und jetzt zu dem Schwachsinn, Cannabis ist und bleibt psychedelisch aber THC nicht mehr, nein nein nein, Dronabinol ist ganz normales Betäubungsmittel-medikament lol.
Das entbehrt jeglicher logik und hat bloß eine Wirkung, nämlich das Dronabinol verschrieben werden kann, ohne dass man sich der Quälerei und Giftmörderei schuldig macht.
Wie gesagt das gilt nur für Dronabinol/THC, Cannabis is nachwievor Tripping/Psycho/Pfuipfuipfui.

witzigerweise hats leafly diesmal richtig und hanfverband hats falsch:
...Neuklassifizierung von Cannabis, die den Umgang mit Cannabis grundlegend verändern und insbesondere die medizinische Nutzung erleichtern würde.
zum mitschreiben, ob die empfehlungen im märz verifiziert oder abgelehnt werden, es ändert NULL für Länder in denen es Cannabis als Medizin gibt. Dort wo es irgendwas von oder mit Cannabis gibt, gibts nämlich auf jeden Fall schon Dronabinol oder ähnliches Zeug.
Deswegen versteh ich auch garnich wieso sich alle so freuen...
Jetzt wo THC nicht mehr psychedelisch wirkt, wird Dronabinol wohl den Weg auf die ein oder andere Verschreibungsliste von Ländern finden die noch garkein Cannabis als Medizin haben aber ansonsten war das hier nur ein Furz im Wind.

Fun Fakt 2: Tramdol, das opioid das keine Klassifizierung erhalten hat... bei dem gibts eine sehr gute datenlage, es macht scheisse süchtig, und irgendwann krepiert man dran. Aber da wurden nur humanitäre und arzneimittelversorgungsmaßstäbe bei der nicht-klassifierzierung angelegt, anstatt die wissenschaftlichen Maßstäbe heranzuziehen wie das ja bei cannabis so vorbildhaft getan wurde.
ich könnte kotzen!

Ruhr-Pot
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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von Ruhr-Pot » Sa 2. Feb 2019, 23:22

Deine Expertise macht mir Angst! :shock:

mad
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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von mad » So 3. Feb 2019, 12:39

Ich freue mich über jeden kleinen Schritt, auch wenn es nur Zwischenschritte sind. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die das Zeugs hier legalisieren. Und jeder kleine Schritt hilft, den Druck auf die CDU und die Behörden zu erhöhen.

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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von Ruhr-Pot » So 3. Feb 2019, 12:49

Wohl wahr!
... aber wenn ich BUMMBUMMs Interpretation richtig verstehe, ist das vielmehr ein Schritt auf der Stelle! :cry:

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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von Cookie » So 3. Feb 2019, 13:06

Richtig, vorausgesetzt seine Interpretation ist die Richtige. Und daran gibt es Grund für Zweifel. Ich "interpretiere" auch und sage, dass das bis "auf die Frage, ob reines THC auch für den Freizeit-Gebrauch freigegeben werden soll" eine feine Sache ist. Reines THC - oder Dronabinol - ist aber gar nicht von Interesse.
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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von BUMMBUMM » So 3. Feb 2019, 14:55

ich bezog mich nur auf diesen brief hier:
http://faaat.net/wp-content/uploads/ECD ... utcome.pdf

sowie den endlich veröffentlichten report zum 61. reconvened CND:
http://undocs.org/E/2018/28/Add.1
wobei dort eigentlich nur drinsteht wie toll viele der ländervertreter die drogenverträge finden ständig mit weiterso applaudieren... oO

Im Brief des WHO chefs sind änderungen und streichungen genannt, also gehe ich mal von aus dass er nicht nur einige sondern alle änderungen und streichungen aufgelistet hat, und damit sieht die aktuelle situation so aus wie in der NACHHER: auflistung von mir weiter oben.

für cannabis als naturprodukt hat sich nichts geändert, ausser dass es nicht mehr zusätzlich bei den supertödlichen betäubungsmitteln gelistet wird, aber immer noch zu den stärksten psychotropen und zu den stärksten betäubungsmitteln auf erden zählt [1961 convention on narcotic drugs schedule 4 ist nur eine untergruppe von schedule 1 (den süchtigmachensten und stärksten, also damit den gefährlichsten betäungsmitteln)]

wobei die streichung aus schedule 4 nicht mal als zugeständnis zu werten ist, sondern eher auf dem Vermarktungskalkül basiert, dass man nur schwerlich den hauptbestandteil(THC) von etwas tödlichem(Cannabis) als medizin verkaufen kann...

PS: Cookie wenn du Gründe hast daran zu zweifeln, dann führ die doch bitte an. Aber merke, ich hab weder die ganzen dazu von euch geposteten Artikel gelesen noch gebe ich ein damn drauf was ein dritter darüber schreibt. Das die Medien beim Thema UN/WHO/UNODC/CND/ECDD/INCB nur im trüben fischen hab ich in diesem thread zur genüge dargelegt.

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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von cannaness » So 3. Feb 2019, 19:29

Danke @BUMMBUMM für den Text.

Als die News zur WHO veröffentlicht worden sind, wurde ich sofort wütend. Es ist (fast) nichts zum Besseren entschieden worden. Mit großer Unverständnis habe ich in den Kommentarspalten gesehen wie die Leute sich gefreut haben. Ein kleiner Aspekt hat sich für Cannabis-Patienten verbessert. Patienten! Ein verschwindend geringer Teil der Konsumenten.

Die WHO hat es mal wieder geschickt geschafft der Politik die "richtigen" Argumente zuzuspielen falls die Stimmen nach einer Legalisierung lauter werden sollten.

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Martin Mainz
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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von Martin Mainz » Di 5. Feb 2019, 09:49

Das Hanfjornal bringt einen Artikel zur WHO Umstufung

Cannabis-Empfehlung der WHO ein Meilenstein?

Ein Meilenstein sähe anders aus. Denn für Otto-Normal-Hänfling macht es keinen Unterschied, ob Cannabis mit einem THC-Gehalt von über 0,2 Prozent im separaten Arzneimittelvertrag von 1971 in der Tabelle IV oder in der Tabelle I des Einheitsabkommen über Betäubungsmittel von 1961 gelistet wird. Verboten bleibt verboten. Zwar könnte die WHO endlich den medizinischen Nutzen der Hanfpflanze anerkennen, verweigert aber weiterhin der Weltbevölkerung ihren Segen für den Konsum zu Genusszwecken.

Die Empfehlung der WHO-Expertenkomitees ist daher nur ein bisschen Kosmetik an den Grenzsteinen der Cannabisprohibition, die den Grenzverlauf zwischen Gut und Böse etwas begradigen soll. Ein Meilenstein wäre es gewesen, wenn die WHO-Experten angeregt hätten, Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) wie Nikotin und Alkohol einzustufen – also überhaupt nicht als reglementierte Substanz zu listen. Doch diesen Mut hatten die WHO-Drogenexperten nicht. Vielmehr wurde mit der weichgespülten Expertise die Hanfprohibition für weitere etliche Jahre in Stein gemeißelt. Die positiven Auswirkungen der empfohlenen Änderungen sind marginal, da es allen UN-Mitgliedsstaaten weiterhin offiziell untersagt bleibt, in Eigenregie Cannabis zu Genusszwecken freizugeben.
...
Wohl aber bleibt die Hoffnung, dass die UN-Gremien wenigstens eine kleine Duftmarke in Richtung Cannabis-Enttabuisierung setzen und auf den Minimalkonsens eingehen. Denn das ist durchaus als formelle Anerkennung des medizinischen Nutzens des ältesten Heilkrauts der Welt zu werten. Und wer weiß: Vielleicht ermuntert ja das Schneckentempo der WHO einige Länder, der Dreistigkeit Kanadas, Uruguays und Luxemburgs zu folgen und in der Cannabis-Frage eigene, schnellere Wege gehen.


Quelle: https://hanfjournal.de/2019/02/04/canna ... ilenstein/
Ehrenamtliche nicht beim DHV angestellte Foren-Putze und Teilzeitadmin

queLaBa
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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von queLaBa » Di 5. Feb 2019, 12:55

Ich frage mich ernsthaft, was die WHO für ein verdammtes Problem hat? Wie kann man ernsthaft Cannabis so extrem einstufen? Da müsste man ja meinen, die werden geschmiert. Die Nachricht ist wohl kaum eine Nachricht wert und kein Meilenstein. Aber warten wir erstmal ab, was der DHV dazu sagt. Möglicherweise haben die Leute auch zu viel in die Nachricht intepretiert.

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Re: WHO beschließt evt. Umstufung von Cannabis

Beitrag von Cookie » Mi 6. Feb 2019, 13:00

Die UN könnten die weltweite Cannabis-Politik ändern

In Deutschland hätte das vor allem Auswirkungen auf CBD-Konsumierende.

Man könnte diese Nachricht auch als ziemlich schlechten Witz erzählen, nämlich so: Was ist noch langsamer als ein UN-Bürokrat? Ein UN-Bürokrat, der sich mit Cannabis beschäftigt. Ein schlechter Witz, aber leider wahr. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben nach langem, langem Beraten jetzt endlich eine offizielle Empfehlung an die Vereinten Nationen ausgesprochen: Die UN sollen Cannabis als Droge neu einstufen. Das Ergebnis dürfte nicht ganz die hohen Erwartungen von Legalisierungs-Fans erfüllen, aber es könnte doch Einfluss auf Cannabis-Konsumierende in Deutschland und der ganzen Welt haben.


https://www.vice.com/de/article/yw8p5k/ ... tik-andern
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa

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