Cannabis und Führerschein (ohne Rezept)

Fälle, Strafen, Probleme rund um den Führerschein & Verkehrskontrollen.
HaraldHa
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Re: Cannabis am Steuer, MPU, Urintest und Drogenscreening vom Arbeitgeber

Beitrag von HaraldHa »

Morgen Leute :D

Wollte mich noch bei euch für die Antworten bedanken und euch über den abschließenden Stand informieren.

Vor ab, ich will hier in keinster Weise Werbung machen!

Ich habe mir das o.g. Produkt wie bereits erwähnt bestellt und auch nach Anleitung eingenommen. Kam mir zwar vor als sei das Wasser mit sehr viel Salz, weshalb es mega sch***e geschmeckt hat. Aber das war es mir wert, denn ich habe den Drogenscreening vom Arbeitgeber bestanden :D :D :D :D

Wegen der Führerschein Geschichte bin ich aktuell beim Anwalt und hoffe da komm ich noch mit einem blauen Auge davon, da sich anscheinend gesetzlich was geändert hat. Ich bleib aber vor erst "sauber", drückt mir die Daumen.

Euch noch eine schöne Restwoche!
Nicole71
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Wiedererlangung des FS

Beitrag von Nicole71 »

Hallo ihr Lieben,
Bin neu hier und ziemlich ratlos.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen....
Mein Mann ist mit 5-fach überhöhten Werten am Steuer erwischt worden.
Im März 2018 wurde sein FS deswegen endgültig eingezogen und er bekam neben 1600Euro Bußgeld, natürlich auch Punkten, eine 3-jährige Sperrfrist aufgebrummt.
Wißt ihr so grob geschätzt was für Kosten insgesamt auf ihn zukommen, bis er nach Ablauf der Frist wieder einen Führerschein machen kann?
Wir haben auch absolut keine Ahnung was er an Tests, Untersuchungen oder Gutachten
Vorlegen muss.
Noch dazu muss ich sagen, das er immer noch nicht eingesehen hat, warum er den FS abgenommen bekommen hat.
Er sagt das er sich trotz 1gramm täglich nicht als Dauerkonsument sieht und die MPU mit "links" besteht, wenn er ein oder zwei Monate nicht kifft.
Ist das nicht etwas blauäugig, oder sind die Berichte darüber wie schwer es nach THC am Steuer ist die MPU zu bestehen, arg übertrieben?
Vielen Dank im voraus
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69vwfreak69
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von 69vwfreak69 »

Hallo Nicole71,

also ich weiß nichts genaues, und spreche jetzt mal von den Dingen die ich kenne.
Soweit ich weiß kann er seinen Schein zwar nach drei Jahren neu beantragen, was aber nicht heißt das er Ihn wieder bekommt.
Normalerweise (zumindest hier bei uns SZ) wird nach der Anfrage ein Abstinenz nachweis erforderlich, dieser kann auch ein Jahr lang nachweisbar sein. Aber wie gesagt so ist es bei uns. Ich denke mal da werden noch einige Kosten auf euch zukommen.
Ein großes Blutbild/Drogenscreening kostet wenn es Positiv ist etwa 180Euro, und wenn nicht ca 120Euro, habe beides schon machen müssen.
Ich wurde Ende 2017 angehalten, hatte nichts dabei, und mir wurde Blut abgenommen, aber den schein durfte ich behalten an dem Tag.
Problem ist immer wenn sie den Schein gleich einziehen.
Ihn dann wieder zu bekommen für Konsumenten die es nicht vom Arzt bekommen ist dann echt ne nervige sache.

Ich denke aber mal das da andere mehr zu sagen können ;)

MFG
Nur wer Abends ins Bett geht kann Morgens verschlafen
Lulu28
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Hilfe ich will mein Führerschein behalten! Eignisprüfung nach Fahrerlaubnisverordnung (FeV) Führerschein los zu Fuß?!

Beitrag von Lulu28 »

Hallo liebe Community :),

ich habe ein Problem und bin zur Zeit total verunsichert und schon wieder Depressiv.. weiß gar nicht was ich jetzt machen soll damit ich mein Führerschein und meine Existenz behalten kann(Beruflich auf Führerschein angewiesen)...
Ich versuche es kurz zu halten:
Dezember 2018 wurde ich Spätabends 5 Minuten von Zuhause entfernt zu Fuß von der Polizei angehalten, diese hat mir mein Vaporizer mit THC Anhaftungen einkassiert. Anzeige wegen BTMG, wurde aber fallengelassen wegen Eigenkonsum. Heute kam ein Brief von der Stadt bzw. Verkehrsaufsicht, Führerscheinstelle mit den Titel "Eignungsprüfung nach der Fahrererlaubnisverordnung (FeV), Hier: Anhörung) Bezüglich diesen Vorfalles haben sie Bedenken hinsichtlich der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen und bevor sie Entscheiden ob sie mir mein Führerschein wegnehmen oder ein Gutachten fordern soll ich mich zu den Sachverhalt schriftlich innerhalb 4 Wochen äußern.

Nun was soll ich machen damit ich mir mein Leben, meine Existenz und mein Führerschein behalten kann? Habt ihr Erfahrungen? Soll ich zum Anwalt? Was soll ich schreiben? Wie wahrscheinlich ist es das ich mein Führerschein behalte? (Übrigens hatte ich vor 4-5 Jahren mein FS verloren und MPU gemacht da wurde ich aber hinter Steuer mit Cannabis erwischt, jetzt bzw. im Dezember 2018 hatte ich ja nur noch Abends bzw. vorm schlafen gehen gedampft)

Zudem bin ich jetzt nicht unbedingt der "Spaß Konsument" Ich habe seit Jahren wenn nicht sogar schon immer mit Schmerzen zu kämpfen die nie erklärbar waren beim 1. MRT vor 6 Jahren konnte man nichts sehen außer einer verkrümmten Wirbelsäule. Die extremen Schmerz Schübe traten vor 6 Jahren das erste mal auf. Vor 6 Monaten dann erneut wieder extreme Schmerzen im Rücken bis ins Knie und nach langen Wartezeiten - wirkungslose Medikamente - 3 Minuten Untersuchungen durfte ich mein 2. MRT machen. Leider wurde mir dann vor 1 Monat Rheuma genaugenommen Axiale Spondyloarthritis(Früher unter Morbus Bechterew bekannt, nicht heilbar) diagnostiziert und deswegen bin ich wohl immer wieder zum Cannabis gelangt(Ich wollte mich nie Krankschreiben lassen weil ich mein Job behalten wollte, wer Krank ist bleibt halt nicht). Breit im den Sinne bin ich gerade durchs Vaporizen auch nicht mehr sondern habe ein klares High und kann regulierter das Cannabis als Medizin einsetzten bisher halt leider ohne Rezept. Mein Orthopäde sagte mir gestern er wollte sich damit jetzt mal auseinandersetzten bezüglich Voraussetzungen um ein Rezept zu schreiben und was man da einhalten soll weil er das noch nie gemacht hat. Eine Überweisung zum Rheumatologen und Psychotherapeut habe ich auch erhalten.

Bitte helft mir und sagt mir was ich machen soll. Und bitte sagt mir das ich mein Führerschein behalten kann. :|
Liebe grüße und ganz großen Dank im Vorraus!

Hier der Brief:
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Hanfkraut
Beiträge: 864
Registriert: Mo 22. Dez 2014, 14:07

Re: Hilfe ich will mein Führerschein behalten! Eignisprüfung nach Fahrerlaubnisverordnung (FeV) Führerschein los zu Fuß?

Beitrag von Hanfkraut »

Das wird leider nicht leicht! Und wird auch nicht billig werden!
Nimm dir direkt einen Fach Anwalt mit Schwerpunkt!

Vielleicht kannst du erklären das du es gem. Notstand benutzt (§34 stgb) und leider kein Arzt gefunden hast.
Wenn du Dokumente deiner Erkrankung hast optimal!

Ob du dann Erfolg haben wirst weiß ich nicht!
Du benötigst eine gute Strategie und einen Guten Anwalt und Geld.

Suche im Netz nach Vergleich!
Du warst zu Fuß das spricht für Dich und die Meinungen von den Experten!
Aus den Aktuellen Infos muß dein Anwalt mit Finger spitzen Gefühl reagieren.
Ja und dann die Ansicht der Behörden eben
Ärzte weigern sich!
Das cannabis Medizin Gesetzt hat versagt! Apotheken liefern nicht ! Kassen zahlen nicht!
https://hanfverband.de/files/normenkont ... 190910.pdf
Lulu28
Beiträge: 9
Registriert: Mo 24. Dez 2018, 15:29

Re: Hilfe ich will mein Führerschein behalten! Eignisprüfung nach Fahrerlaubnisverordnung (FeV) Führerschein los zu Fuß?

Beitrag von Lulu28 »

Hallo,
danke für die Antwort.

Ich habe jetzt viel gelesen im Netz zuerst hatte ich dann wieder Hoffnungen, aber dann schaut es so aus als wäre für mich alles nur noch Sinnlos..
Laut Fälle im Netz darf die Führerscheinstelle nicht mehr sofort den Führerschein einziehen, diese muss zuerst bspw. eine MPU anordnen welche man innerhalb 2 Monate belegen muss. Ist aber absolut unmöglich weil man bei der MPU ein Abstinenznachweis von 6 Monaten erbringen muss WTF?!

Die Notstandklausel §34 stgb sieht interessant aus. Anwalt mit Schwerpunkt Verkehrsrecht oder?
Dokumente habe ich leider nicht von der Erkrankungen außer eine MRT CD. Der Arzt hat mir halt nur die Diagnose gesagt. Der nächste Schritt für mich ist der Rheumatologe.
Wie viel Geld meinst du denn brauche ich? Und wenn ich Recht habe müsste ich doch eigentlich keine Kosten erhalten oder?

Ich werde morgen auch mal beim Anwalt anrufen aber ich wünschte ich könnte direkt einen Anwalt finden der auch Ahnung von der Materie hat.
Ich meine bspw. der Fall von Jennifer Westhauser https://www.youtube.com/watch?time_cont ... yVNZW6zywY ähnelt meinen Fall sehr. Ich habe jetzt auch dem Hanfverband eine Email geschrieben. Aber da ich aus Neumünster komme und ich gar nicht weiß wie viel die zu tun haben und wann eine Antwort kommt muss ich mir morgen wohl erstmal ein Termin beim nächst besten Fachanwalt für Verkehrsrecht holen :/

Jeder der mir helfen kann, Tipps und Tricks weiß bitte schreibt es. Ich bin zu 100% verzweifelt dachte immer wenn ich auf der Straße rauche passiert mir nichts :cry:
HabAuchNeMeinung
Beiträge: 617
Registriert: So 1. Jun 2014, 02:17

Re: Hilfe ich will mein Führerschein behalten! Eignisprüfung nach Fahrerlaubnisverordnung (FeV) Führerschein los zu Fuß?

Beitrag von HabAuchNeMeinung »

Lulu28 hat geschrieben: So 26. Mai 2019, 23:59 Hallo,
danke für die Antwort.

Ich habe jetzt viel gelesen im Netz zuerst hatte ich dann wieder Hoffnungen, aber dann schaut es so aus als wäre für mich alles nur noch Sinnlos..
Laut Fälle im Netz darf die Führerscheinstelle nicht mehr sofort den Führerschein einziehen, diese muss zuerst bspw. eine MPU anordnen welche man innerhalb 2 Monate belegen muss. Ist aber absolut unmöglich weil man bei der MPU ein Abstinenznachweis von 6 Monaten erbringen muss WTF?!

Die Notstandklausel §34 stgb sieht interessant aus. Anwalt mit Schwerpunkt Verkehrsrecht oder?
...
Ich werde morgen auch mal beim Anwalt anrufen aber ich wünschte ich könnte direkt einen Anwalt finden der auch Ahnung von der Materie hat.
Ich meine bspw. der Fall von Jennifer Westhauser https://www.youtube.com/watch?time_cont ... yVNZW6zywY ähnelt meinen Fall sehr. Ich habe jetzt auch dem Hanfverband eine Email geschrieben. Aber da ich aus Neumünster komme und ich gar nicht weiß wie viel die zu tun haben und wann eine Antwort kommt muss ich mir morgen wohl erstmal ein Termin beim nächst besten Fachanwalt für Verkehrsrecht holen :/

Jeder der mir helfen kann, Tipps und Tricks weiß bitte schreibt es. Ich bin zu 100% verzweifelt dachte immer wenn ich auf der Straße rauche passiert mir nichts :cry:
Hallo Erstmal,

ich weiss es hört sich jetzt doof an aber Ruhe bewahren ist jetzt wichtig, vor allem nicht voreillig irgend einen Anwalt holen.
Du wurdest zu Fuß, ohne bezug zum Straßenverkehr mit BTM auffällig.
Lese Dir mal folgendes durch:
https://www.strafverteidiger-schueller. ... -cannabis/
Das dürfte deinen Fall am besten treffen.
Du kannst natürlich versuchen gegen die Anordnung als solches vorzugehen.
Eigentlich bestehen ja keinerlei "weiterer Umstände" ausser das Du schonmal einschlägig auffällig geworden bist. Was hast Du den bei der MPU angegegeben? Abstinenz?
Ein guter Anwalt könnte das vielleicht "wegargumentieren"....

Achso Konsum sofort einstellen wenn Du deinen FS behalten willst, so bitter wie es auch sein mag. Spätestens bei der nächsten allgemeinen Verkehrskontrolle wirst Du pinkeln sollen wollen müssen....
Der Gesetzgeber = Politik will Cannabiskonsumenten so "behandeln", das sie kein Hanf konsumieren, zumindest nicht wenn sie am Straßenverkehr teilnehmen wollen.
Daher hoffe ich das es schön so weitergeht bei den Wahlen für Union und SPD...

Langfristig dürfte Dir nur ein Rezept helfen, wenn Du fahren und konsumieren willst/musst...

VG
HabAUchNeMeinung
Pasha
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Registriert: Mo 19. Nov 2018, 17:18

Unvorbereitete MPU

Beitrag von Pasha »

Hallo, ich habe am Freitag eine MPU.
Leider habe ich mich hierfür wegen Beruflichen Zeitmangel nicht vorbereiten können.
Die Frage Stellung an den Gutachter ist der Gelegentliche Cannabis Konsum und das Trennvermögen.
Ich bin ca. seit 2 Monaten Clean und muss dort eine Urinabgabe machen.
Könnt ihr mir einpaar hilfreiche Tipps geben für das Gespräch mit dem Psychater?
Welche fragen werden gestellt? Wie soll ich am besten darauf antworten? Gibt es Fangfragen?
Vielen Dank für die Hilfreichen Antworten im Vorraus
Flöti
Beiträge: 7
Registriert: Di 28. Mai 2019, 13:00

Re: Unvorbereitete MPU

Beitrag von Flöti »

Hallo Pasha,
ich bin kein Experte, habe den Scheiß aber auch schon durch...
Pasha hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 00:11 Ich bin ca. seit 2 Monaten Clean und muss dort eine Urinabgabe machen.
Das wird dir wahrscheinlich den ersten Halswirbel brechen. Bei Cannabiskonsum (wenn keine weiteren Substanzen, inkl. Alkohol, nachgewiesen wurden) wird ein Abstinenznachweis von mindestens sechs Monaten gefordert. Bei Mischkonsum zwölf Monate. Den kannst du offensichtlich nicht erbringen, was praktisch zum Scheitern der MPU führt. Eine Urinabgabe am Tag der MPU ist Standart und soll lediglich ausschließen, dass du nach dem letzten screening nochmal konsumiert hast...
Pasha hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 00:11 Leider habe ich mich hierfür wegen Beruflichen Zeitmangel nicht vorbereiten können.
Das bricht dir den zweiten. Zeitmangel ist kein Argument! Von dir wird verlangt, dass du dich mit deinem Fehlverhalten (Konsum) auseinander setzt. Du sollst dein "Fehlverhalten" einsehen und musst in der Lage sein, glaubhaft zu vermitteln, dass du einen erneuten Fehltritt für die Zukunft ausschließen kannst. Das wird dir jedoch niemand abkaufen, wenn du nichtmal Bereitschaft zeigst dich mit deinem Vergehen auseinander zu setzen.

Fangfragen gibt es nicht direkt, aber psychologisch geschulte Menschen sind in der Lage dir zuzuhören, Widersprüche zu erkennen, Fragen an einem späteren Gesprächszeitpunkt umformuliert zu wiederholen usw.. Es gibt im Gespräch keine falschen oder richtigen Antworten, ein Gesamtbild wird ermittelt und die einzige Frage ist: kannst du glaubhaft vermitteln, dass du nie wieder ein KFZ unter dem Einfluss von BTM führst und wie hast du die Erkenntniss erlangt diesen rauschfreien Weg einzuschlagen? Der Zwang aufgrund des drohenden Führerscheinverlustes wäre z.B. eine Antwort die zum k.o. führt.

Ich möchte dir ja nicht den Mut nehmen aber deine Karten stehen ziemlich schlecht. Wenn dein Geldbeutel das hergibt, versuch es. Ich rate dir jedoch es nicht zu tun und mal nach Theo Pütz zu googeln. Das ist keine Werbung, nur ein Tipp...

Peace Flöti
Pasha
Beiträge: 7
Registriert: Mo 19. Nov 2018, 17:18

Re: Unvorbereitete MPU

Beitrag von Pasha »

Flöti hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 01:12 Hallo Pasha,
ich bin kein Experte, habe den Scheiß aber auch schon durch...
Pasha hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 00:11 Ich bin ca. seit 2 Monaten Clean und muss dort eine Urinabgabe machen.
Das wird dir wahrscheinlich den ersten Halswirbel brechen. Bei Cannabiskonsum (wenn keine weiteren Substanzen, inkl. Alkohol, nachgewiesen wurden) wird ein Abstinenznachweis von mindestens sechs Monaten gefordert. Bei Mischkonsum zwölf Monate. Den kannst du offensichtlich nicht erbringen, was praktisch zum Scheitern der MPU führt. Eine Urinabgabe am Tag der MPU ist Standart und soll lediglich ausschließen, dass du nach dem letzten screening nochmal konsumiert hast...
Pasha hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 00:11 Leider habe ich mich hierfür wegen Beruflichen Zeitmangel nicht vorbereiten können.
Das bricht dir den zweiten. Zeitmangel ist kein Argument! Von dir wird verlangt, dass du dich mit deinem Fehlverhalten (Konsum) auseinander setzt. Du sollst dein "Fehlverhalten" einsehen und musst in der Lage sein, glaubhaft zu vermitteln, dass du einen erneuten Fehltritt für die Zukunft ausschließen kannst. Das wird dir jedoch niemand abkaufen, wenn du nichtmal Bereitschaft zeigst dich mit deinem Vergehen auseinander zu setzen.

Fangfragen gibt es nicht direkt, aber psychologisch geschulte Menschen sind in der Lage dir zuzuhören, Widersprüche zu erkennen, Fragen an einem späteren Gesprächszeitpunkt umformuliert zu wiederholen usw.. Es gibt im Gespräch keine falschen oder richtigen Antworten, ein Gesamtbild wird ermittelt und die einzige Frage ist: kannst du glaubhaft vermitteln, dass du nie wieder ein KFZ unter dem Einfluss von BTM führst und wie hast du die Erkenntniss erlangt diesen rauschfreien Weg einzuschlagen? Der Zwang aufgrund des drohenden Führerscheinverlustes wäre z.B. eine Antwort die zum k.o. führt.

Ich möchte dir ja nicht den Mut nehmen aber deine Karten stehen ziemlich schlecht. Wenn dein Geldbeutel das hergibt, versuch es. Ich rate dir jedoch es nicht zu tun und mal nach Theo Pütz zu googeln. Das ist keine Werbung, nur ein Tipp...

Peace Flöti
Hallo, erstmal danke für die Antwort.
Ich wurde lediglich als gelegentlicher Konsument eingestuft. Ich habe im internet das gefunden.

Grundsätzlich können Sie keine MPU ohne Abstinenznachweis bestehen, wenn Drogen dazu geführt haben, dass Sie die Untersuchung absolvieren müssen. Eine Ausnahme besteht für gelegentliche Cannabiskonsumenten. Können diese genau darlegen, dass es zu keiner erneuten Fahrt unter THC-Einfluss kommen wird, verzichten MPU-Stellen mitunter auf den Abstinenznachweis.

Dh. Ich muss den psychologen anderweitig überzeugen, dass es zu keiner Erneuten Rauschfahrt kommt. Hat noch jemand Tipps?
Flöti
Beiträge: 7
Registriert: Di 28. Mai 2019, 13:00

Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Flöti »

Frag vor dem Termin bei der MPU-Stelle ob sie Abstinenznachweise verlangen! Du verbrennst ansonsten dein Geld.
Viel Glück!
HabAuchNeMeinung
Beiträge: 617
Registriert: So 1. Jun 2014, 02:17

Re: Wiedererlangung des FS

Beitrag von HabAuchNeMeinung »

Nicole71 hat geschrieben: Fr 17. Mai 2019, 21:44 Hallo ihr Lieben,
Bin neu hier und ziemlich ratlos.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen....
...
Er sagt das er sich trotz 1gramm täglich nicht als Dauerkonsument sieht und die MPU mit "links" besteht, wenn er ein oder zwei Monate nicht kifft.
Ist das nicht etwas blauäugig, oder sind die Berichte darüber wie schwer es nach THC am Steuer ist die MPU zu bestehen, arg übertrieben?
Vielen Dank im voraus

Hallo Nicole71,

erstmal herzlich Willkommen hier im Forum.

Um es kurz zu machen, dein Mann wird die MPU nicht bestehen, da es ihm an Einsicht/Aufarbeitung fehlt.
Weiterhin hätte er bereits jetzt Abstinenznachweise sammeln können /müssen, die sind nämlich die "Eintritskarte" um eine positive MPU zu bekommen, da sie zeigen das einen Verhaltensänderung stattgefunden hat. Keine Ahnung ob dein Mann mit sich reden läßt aber, ohne AB Nachweise und einer gescheiten Aufarbeitung braucht man/er da nicht auflaufen, da kann man das Geld auch gleich in den Ofen stecken....

HabAuchNeMeinung
Lulu28
Beiträge: 9
Registriert: Mo 24. Dez 2018, 15:29

Re: Hilfe ich will mein Führerschein behalten! Eignisprüfung nach Fahrerlaubnisverordnung (FeV) Führerschein los zu Fuß?

Beitrag von Lulu28 »

HabAuchNeMeinung hat geschrieben: Mo 27. Mai 2019, 20:46
Hallo Erstmal,

ich weiss es hört sich jetzt doof an aber Ruhe bewahren ist jetzt wichtig, vor allem nicht voreillig irgend einen Anwalt holen.
Du wurdest zu Fuß, ohne bezug zum Straßenverkehr mit BTM auffällig.
Lese Dir mal folgendes durch:
https://www.strafverteidiger-schueller. ... -cannabis/
Das dürfte deinen Fall am besten treffen.
Du kannst natürlich versuchen gegen die Anordnung als solches vorzugehen.
Eigentlich bestehen ja keinerlei "weiterer Umstände" ausser das Du schonmal einschlägig auffällig geworden bist. Was hast Du den bei der MPU angegegeben? Abstinenz?
Ein guter Anwalt könnte das vielleicht "wegargumentieren"....

Achso Konsum sofort einstellen wenn Du deinen FS behalten willst, so bitter wie es auch sein mag. Spätestens bei der nächsten allgemeinen Verkehrskontrolle wirst Du pinkeln sollen wollen müssen....
Der Gesetzgeber = Politik will Cannabiskonsumenten so "behandeln", das sie kein Hanf konsumieren, zumindest nicht wenn sie am Straßenverkehr teilnehmen wollen.
Daher hoffe ich das es schön so weitergeht bei den Wahlen für Union und SPD...

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VG
HabAUchNeMeinung
Hey sorry für meine späte Antwort ich stehe momentan unter Dauerstrom,
Ja genau den Link hatte ich auch gelesen, dieser hat mir bisher die einzige Hoffnung gebracht.. Aber wie gesagt wegen meiner ver*** Vorgeschichte habe ich jetzt super Angst bzw. selbst wenn ich den Führerschein auch nur eine Zeit lang abgebe und ein Gericht mir den wieder geben würde, wäre ich wohl trotzdem mein Job los..(habe noch ein Befristeten Vertrag)


Habe ich Nachteile wenn ich ein Anwalt hole? Derzeit sind Theo Pütz und/oder Rechtsanwalt Markus Cronjäger meine größten Hoffnungen.

Also ich musste damals 12Monate Abstinenz nachweisen und beim MPU Gespräch hatte ich halt gesagt das ich das ausprobiert habe und in den 3 Monaten öfters geraucht habe. (Ob das damals schon wegen Schmerzen war oder nicht sei jetzt mal dahin gestellt)

Klar den Konsum habe ich eingestellt, selbst wenn ich jetzt ein Rezept bekomme werde ich nicht konsumieren bis sich das geklärt hat. Hauptsache ich kann denen zeigen das auch ein Arzt der Meinung ist das Cannabis meine Schmerzen lindert und ich mich dann wenigstens in der gesetzlichen Grauzone befinde.

Liebe Grüße
matze
Beiträge: 3
Registriert: Sa 1. Jun 2019, 02:03

Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von matze »

Moin Freunde

ich wurde heute um 20 Uhr von der Polizei zum drogentest rausgezogen. Die waren wohl der meinung anhand meines nervösen Verhaltens feststellen zu können, dass ich unter drogen stünde.
Also haben sie mich, nachdem ich den Urintest verweigerte, zum Bluttest mitgenommen.

Nun stand ich während der Fahrt 100% nicht unter EINFLUSS von Drogen. Hatte aber am Vorabend um ca. 0 Uhr zum Einschlafen nen kleinen Krümel Hasch geraucht ( vielleicht 5mm³). Da ich massive Einschlafprobleme habe mache ich das so gut wie jeden Abend - Allerdings nicht bis zum "Rausch" oder so - nur zum schläfrig werden.

Steht da Schon der Entzug der Fahrerlaubnis zur Debatte? Und was bedeutet das Urteil vom letzten April für mich, nachdem die Fahrerlaubnis nicht mehr direkt entzogen werden kann!?

Könnte das bedeuten, dass ich zur MPU muss, aber dennoch so lange meinen Führerschein behalten kann?
Konsum habe ich natürlich jetzt direkt eingestellt und werde wohl anders Ruhe finden müssen :/

Hoffe auf eure Hilfe

Matze!
Flöti
Beiträge: 7
Registriert: Di 28. Mai 2019, 13:00

Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Flöti »

Moin Matze,

da du regelmäßig konsumierst wird dein passiver Wert (thc-cooh) höchstwahrscheinlich relativ hoch sein. Ob der aktive Wert jetzt über oder unter 1ng liegt, ist ein reines Glückspiel. Liegt er drüber hast du eine Trunkenheitsfahrt begangen und darfst den Lappen einen Monat abgeben und 500€ blechen. Liegt er drunter hast du zumindest keine Ordnungswidrigkeit begangen und sparst etwas Geld.
In beiden Fällen ist davon auszugehen, dass deine Werte an die zuständige Führerscheinstelle weitergegeben werden. Die kennen da keinen Spaß und machen, was sie immer tun: sie stellen dein Trennungsvermögen in Frage. Ab diesem Punkt wird es orakelig. Prinzipiell kann der Sachbearbeiter damit umgehen wie er möchte. Er kann den Führerschein entziehen und zur Wiedererlangung eine MPU anordnen, kann eine MPU ohne FS-Entzug anordnen oder kann eine ärztliche Begutachtung anordnen.
Aus den ermittelten Werten und auch den Aussagen, die du bei der Polizei gemacht hast, wird dir ein bestimmtes Konsumverhalten unterstellt. Nur wenn deine Werte nicht auf einen regelmäßigen oder gelegentlichen Konsum deuten, provitierst du ganz evtl. von der neuen "Rechtsprechung" indem du einen Probierkonsum angibst.

Ich empfehle dir auf jeden Fall deine Werte bei der Polizei zu erfragen! Das kannst du meist sogar am Telefon machen. Warte mindestens eine Woche ab und rufe dann auf der Wache an. Dieses Recht hast du, auch wenn Polizisten oft durch massive Unfreundlichkeit vermitteln, dass du sie mit solchen Anfragen nervst. Die Werte teilen sie dir trotzdem mit. Anhand der Werte kann man eher ein Wahrscheinliches Vorgehen der Führerscheinstelle abwägen...
matze hat geschrieben: Sa 1. Jun 2019, 02:12 Also haben sie mich, nachdem ich den Urintest verweigerte, zum Bluttest mitgenommen.
Kannst du das etwas genauer beschreiben? Hast du etwas unterschrieben? Hast du dem Bluttest zugestimmt?

LG Flöti
matze
Beiträge: 3
Registriert: Sa 1. Jun 2019, 02:03

Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von matze »

Hey Flöti,

erstmal danke für Deine Nachricht.
Die haben mich mit auf die Wache geschleppt, in ne Zelle gesperrt und dann parallel mit der blutabnahme nen wisch hingeklatscht, den ich unterschreiben sollte. Hab da dummerweise nicht viel drüber nachgedacht und unterschrieben. Im Nachhinein wird das wohl ne Zustimmung gewesen sein :/
Dachte zu dem Zeitpunkt ich muss das halt unterschreiben weil blut wird so oder so abgenommen... Hab mich wohl zu sehr unter Druck setzen lassen.

Das mit dem Werte-Erfragen hab ich auf jeden Fall auf dem Plan. Hab sonst keine ruhige Minute mehr :D

An Aussagen hab ich gar nix gemacht außer dass ich ganz am Anfang meinte gaaar nix zu konsumieren. Nicht mal Alk. Naja hat nicht geholfen

Die ganze Geschichte hat auf jeden Fall meine Meinung über die Polizei nicht sonderlich positiv beeinflusst :D
Benutze den Kram ja nicht mal zum Spaß und kiffe ausschließlich, um schlafen zu können wie ein normaler Mensch...
Flöti
Beiträge: 7
Registriert: Di 28. Mai 2019, 13:00

Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Flöti »

Hoi Matze,

genau das wirst du wohl unterschrieben haben. Ist ja auch eine beschissene Situation in die man da gerät und obwohl man es eigentlich besser weiß, glaubt man durch freundliche Kooperation mit einem blauen Auge davonkommen zu können. Leider wird das meist nix :(
Teile deine Werte gerne mal mit, dann lässt sich mehr sagen und du kannst dir eine Strategie zurechtlegen, bevor der Brief von der Führerscheinstelle kommt.

Das mit den Schlafproblemen kann ich sehr gut nachvollziehen. Bei mir hilft da gar nichts (ok alles habe ich nicht ausgetestet) so gut und nebenwirkungsfrei wie böses Haschkraut. Nach einigen teils unangenehmen Fehlversuchen mit Zopiclon, Mirtazapin u.ä. konnte ich meinen Hausarzt auch davon überzeugen...
matze
Beiträge: 3
Registriert: Sa 1. Jun 2019, 02:03

Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von matze »

Danke Dir! Werde die Werte sobald ich sie habe, auf jeden Fall mal hier in die Runde Werfen :D
Jürgen S.
Beiträge: 2
Registriert: Mi 24. Okt 2018, 13:16

Frage einer "jungfrau" bitte nicht zu laut lachen

Beitrag von Jürgen S. »

Heute hatte ich einen netten Brief ic soll Beim Landratsamt vorsprechen.

Historie: Denunzuation: juli 2017
Durchsuchungsbefehl: märz 2018
Gwunden: ein paar Pflänzlein
Strafbefehl; März 2018
Nun führerschein Eignung fraglich
was soll ich da tun: Ein paar Tips wären hilfreich

Eich bin sonst noch nie mit Gras aufgefallen auch nicht mit alk.
LisaLotte
Beiträge: 2
Registriert: Mo 17. Jun 2019, 12:55
Wohnort: München

Re: Frage einer "jungfrau" bitte nicht zu laut lachen

Beitrag von LisaLotte »

Moin,

einer Freundin von mir ist etwas ähnliches letztes Jahr passiert.
Als sie vorsprechen musste hat sie ihren Krankheitsverlauf dargelegt und konnte somit "beweisen", dass sie die 3 Pflanzen nur für sich selber gezogen hat.
Ob du auch eine Krankheit etc. hast und es damit rechtfertigen kannst konnte ich leider nicht aus deinem Post heraus lesen.
Das Ende vom Lied war eine Geldstrafe. Soweit ich weiß hatte sie weiter keine Konsequenzen (sie hat ihren Führerschein noch).
Ich hoffe ich konnte dir zumindest ein bisschen helfen.
Berichte doch bitte wie es dir ergangen ist.

mfg
Lisa
Jürgen S.
Beiträge: 2
Registriert: Mi 24. Okt 2018, 13:16

Re: Frage einer "jungfrau" bitte nicht zu laut lachen

Beitrag von Jürgen S. »

Dankefür die tröstenden Worte
credence
Beiträge: 1
Registriert: Mo 1. Jul 2019, 19:58

Konsum vor MPU

Beitrag von credence »

Moin, ich habe vor einigen Tagen die letzte Haarprobe abgegeben und warte jetzt auf das Ergebnis. Anfang letzten Jahres habe ich meine Fahrerlaubnis wegen Cannabiskonsum verloren. Seit diesem Zeitpunkt lebe ich auch abstinent.

Da ich nächste Woche mit meiner Freundin in den Urlaub fahre, stellt sich mir die Frage ob es möglich ist einen Joint zu rauchen.
Die MPU wird nämlich sowieso erst Anfang/Mitte August stattfinden.

Normalerweise müsste dann bei der dortigen Urinkontrolle nichts auffällig sein, oder liege ich da falsch?
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Martin Mainz
Board-Administration
Beiträge: 4670
Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von Martin Mainz »

Cannabis im Straßenverkehr

Ob die Behörde einschreiten darf, bemisst sich danach, ob ein Verdacht besteht, dass der M sich auch in Zukunft nicht an die Regeln des Straßenverkehrs halten wird. Sie fragt sich also, ob M Konsum und Teilnahme am Straßenverkehr voneinander trennen kann.
Das ist nicht der Fall, wenn der Betroffene „under the influence“ erwischt wurde. Das ist auch nicht der Fall, wenn der Betroffene zwar nicht mit THC im Blut erwischt wurde, aber feststeht, dass aus anderen Gründen eine Trennung von Konsum und Straßenverkehr nicht möglich ist. Bei THC-COOH Werten (bis 25 ng/ml) kann davon ausgegangen werden, dass der Betroffene Verkehr und Konsum voneinander trennen kann. Bei gelegentlichem Kiff en (Werte (bis 75 ng/ml) kann die Behörde Gutachten einholen. Bei regelmäßigem Konsum (mehr als 75 ng/ml) kann die Behörde ohne weitere Überprüfung die Fahrerlaubnis entziehen.


Quelle: https://www.motorrad.net/cannabis-im-strassenverkehr/
Ehrenamtlicher Foren-Putzer

Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
Bitte seid nett zueinander - die Welt da draußen ist schlimm genug
Patient_H
Beiträge: 130
Registriert: Do 1. Nov 2018, 16:27

Re: Konsum vor MPU

Beitrag von Patient_H »

credence hat geschrieben: Mo 1. Jul 2019, 20:08 Moin, ich habe vor einigen Tagen die letzte Haarprobe abgegeben und warte jetzt auf das Ergebnis. Anfang letzten Jahres habe ich meine Fahrerlaubnis wegen Cannabiskonsum verloren. Seit diesem Zeitpunkt lebe ich auch abstinent.

Da ich nächste Woche mit meiner Freundin in den Urlaub fahre, stellt sich mir die Frage ob es möglich ist einen Joint zu rauchen.
Die MPU wird nämlich sowieso erst Anfang/Mitte August stattfinden.

Normalerweise müsste dann bei der dortigen Urinkontrolle nichts auffällig sein, oder liege ich da falsch?
Da es einmaliger Konsum sein wird brauchst Du Dir wohl keine Sorgen machen.
HabAuchNeMeinung
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Re: Cannabis und Führerschein

Beitrag von HabAuchNeMeinung »

Neues Urteil des BVerwG zum Cannabiskonsum: Mogelpackung und Gelddruckmaschine für TüV, PIMA, Dekra und Co

Ich möchte hier nochmal eine Stellungnahme zum neuen Urteil des BVerwG zu den gelentlichen Cannabis Konsumenten mit erstmaligen Trennungsversagen abgeben (vgl. https://www.bverwg.de/pm/2019/29)
Dieses ist aus meiner Sicht eine Mogelpackung, die nur auf den ersten Blick die Rechte der Betroffenen stärkt.
Rein formal-rechtlich ist das Urteil richtig. Aber die Folgekosten für die Betroffenen sind in der Regel weitaus höher und unter dem Strich wird die Entziehung oft nur leicht verzögert.
Der springende Punkt ist regelmäßig die Frage, ob Abstinenznachweise zum Bestehen der MPU gebraucht werden und wenn ja: Für welchen Zeitraum?
Diese Frage ist gesetzlich nicht geregelt. Die entsprechenden Vorgaben finden sich in den Beurteilungskriterien für Kraftfahreignung.
Das ist ein Regelwerk, welches für die Begutachtungsstellen wie TüV, Dekra, PIMA etc eigentlich verbindlich ist. Aber halt nur eigentlich...
.....
Wer in eine Verkehrskontrolle gerät wegen Cannabis sollte deswegen so schnell es geht mit einem Urinscreening Programm anfangen (Haaranalysen sind zu anfällig für falsch positive Ergebnisse) und parallel pro aktiv einen Verkehrspsychologen aufsuchen und sich therapieren lassen.
Wer bei der MPU den Nachweis nicht erbringt, dass er sich nicht hat verkehrspsychologisch behandeln kann, fällt ohnehin mit 95 %iger Sicherheit durch und macht es dem Gutachter zu leicht.
Nur wer schnell handelt, wahrt seine Chancen, die Fahrerlaubnis nicht zu verlieren.
Insgesamt betrachtet kann man also nur schwerlich behaupten, das Urteil des BVerwG hätte überwiegend positive Effekte...
https://www.strafverteidiger-schueller. ... ra-und-co/
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