Ich finde auch sehr gut, dass hier jetzt die andere Seite noch einmal zu Wort kommt
Führt Cannabis nicht auch in die Sucht?
Hanf enthält nur natürliche Cannabinoide und die sind weder toxisch noch anderweitig gefährlich.
Diese und meine eigenen Erfahrungen belegen, dass reiner Hanfkonsum mit der richtigen Darreichungsform weder gesundheitliche Gefahren noch eine Suchtgefährdung birgt.
Die Aussagen halte ich allerdings für wirklich nicht hilfreich. So wie ich es verstehe, behauptet er es gäbe "mit der richtigen Darreichungsform" keine Gefahren. Das ist aber einseitig; natürlich wird auch niemand Alkoholiker, der verantwortungsvoll Alkohol konsumiert. Das schließt sich ja logischerweise gegenseitig aus. Es gibt ja trotzdem Cannabis-Suchtkranke. Ich habe mich mal unterhalten mit einem Exkokainabhängigen, der jetzt in der Suchthilfe in NL arbeitet. Er sprach davon, dass sehr häufig "doppelte" Sucht vorkommt, d.h. nicht eine Sache alleine, wie Cannabis, sondern z.B. Cannabis und Computerspiele. Die Gefahr gibt es also durchaus.
Mir muss nun niemand mehr erzählen, dass eine Kriminalisierung diesen Menschen offensichtlich kein bisschen hilft, sondern ihnen sogar Hürden auf dem Weg zur Hilfe in den Weg stellt. Ich bin auch der Überzeugung, dass jede Sucht letztendlich ein Problem der Psyche ist mit einer Substanz, nicht ein Problem der Substanz an sich (und man dementsprechend die Lösung in der Psyche und nicht bei der Substanz finden wird)
Trotzdem: Zu behaupten es gäbe keine Gefahren von Cannabis halte ich für eine Aussage, die in der generellen Diskussion nur zu Missverständnissen führen kann und dazu, dass die Anti Seite sich bestätigt sieht ihre Strohmann-Argumentation fortzuführen.
Ganz einfach: Alkohol ist erlaubt, weil es eine legale Droge ist. - Cannabis ist verboten, weil es eine illegale Droge ist.