Cannabis und Depressionen

Wo kann Cannabis als Medizin helfen, welche Erfahrungen wurde mit spezifischen Medikamenten gemacht?
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Crosser71
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Crosser71 »

Wir leben in einem freien Land in dem jeder seine Meinung sagen darf.
Ist natürlich nicht richtig was du schreibst. Würde ja im Umkehrschluss bedeuten, dass jede Depression medikamentiv behandelt werden müsste. Man kann sie aber, wie jeder weiß auch ohne Medikamente behandel bis zu einem gewissen Grad. Wenn Symptome einer Depression gelindert werden können in der Phase mit Cannabis, ist dem Patienten geholfen.
So eine Pauschalaussage von dir, dass es medizinischer Nonsense ist, ist Nonsense von dir. Mehr sage ich dazu nicht.
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Drei
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Drei »

Es gab dieses Jahr eine erste halbwegs vernünftige Studie zu dem Thema:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7309674/
The findings suggest that, at least in the short term, the vast majority of patients that use cannabis experience antidepressant effects, although the magnitude of the effect and extent of side effect experiences vary with chemotypic properties of the plant.
Kurzzusammenfassung der Studie: Cannabissorten mit viel THC und wenig CBD wirken antidepressiv. Sativa oder Indica scheint keine Rolle zu spielen. Die Wirkung ist nur von kurzer Dauer, tritt aber sofort ein. Was Cannabis von typischen Antidepressiva unterscheidet, die normalerweise Spiegelmedikamente sind und teils Wochen benötigen, bis die Wirkung einsetzt.
Hell Bundy
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Hell Bundy »

Dieses Thema ist so traurig, man ist hilflos und alleingelassen... ich selber erkrankte vor 14.jahren an Depressionen. schleichend, wie eine Vergiftung des Empfindens. Ich nahm ALLES. Sertralin, Mirtazapin, venlafaxin, opipramol, Citalopram, Agomelatin, Trimipramin, Tavor ,seroquel und homöopathie... Ich bin weitestgehend entsetzt von unserer Gesundheitsmechanik, offensichtlich, das es nicht um Gesundheit geht...

ich habe mit 17 das erste Mal cannabiserfahrungen gemacht und konnte sofort das potential merken, vor allem die Seelische Balance. Leider ist nicht jedes Präparat hilfreich und es kann auch gegensätzlich wirken, je nach sorte. Man kann einfach nicht bestimmen was man bekommt. Ich muss sagen gibt es einen Gott bin ich ihm dankbar! Denn ich komme damit von meinen suizidgedanken und dem imensen Druck und ziehen im Brustkorb weg und kann kraft tanken

Natürlich hat eine selbstmedikation nachteile, wie schon genannt und manchmal hat man angst,.das streckmittel drinnen sind. Mit den jahren kamen somatische Auswirkungen dazu. Panikattaken und Verdauungsbeschwerden, Reizdarm und Gliederschmerzen mit anfallsartigen Körperkrämpfen , die unerklärlich sind und einem den Kopf rauben. Und so stehe ich hier.... von arzt zu arzt, Tablette zu Tablette,.Therapie zu Therapie... ich werde definitiv nicht aufhören, auch wenn die Ärzte teilweise voreingenommen behaupten ich seie deswegen Krank... das macht mich so traurig, denn ich kenne die Nebenwirkungen gut. Ich habe mehrmals Sertralin und Mirtazapin genommen und zusammen mit dem quetiapin also seroquel muss ich sagen sind das die 3 Medikamente, die am heftigsten Arbeiten. Ich bekam Nebenwirkungen zittern, milchiges sehen. Ortostatische hypothonie, schlaflosigkeit,.Durchfall,.trockener Mund und Realitätsverlust und verlust von trauer und Freude.

Ich muss dazu sagen ich wurde durch die depression hypersensibel und reagierte extremer auf reize. Im großen und ganzen jahrelange experimente. Ich bin nicht mehr bereit die Nebenwirkungen in kauf zu nehmen,.denn sie bringen mich zum suizid... ich schlafe besser, bin konzentrierter, habe appetit und sogar der reizdarm wurde leiser. Gegen meine schmerzen hilft es leider nur begrenzt und lockert etwas die steifen muskeln. Ich muss erwähnen,.das ich nach konsum von.ca 0,5g, 3 tage lang frei von Panik und Atemnot bin... ich habe definitiv mehr lebensfreude durch Cannabis... Nur das große Problem Arzt und zuhören, bricht mich... ich habe mit so vielen Ärzten gesprochen, beteuert wie sehr es mir hilft, und jedes neue mal, wenn ich wieder gehe und moch im.stich gelassen fühle sinkt die Motivation den nächsten aufzusuchen.

Mittlerweile weiß ich nicht mehr wo vorne umd hinten ist... ich finde keinen Arzt mehr und hab einfach nur Angst vor der Polizei, deswegen habe ich nur 5 g maximal... ich würde jedem polizisten,.jedem Richter,.dasselbe sagen wie meinem Arzt. ICH BIN FROH, DAS ES CANNABIS GIBT,.SONST WÄRE ICH SCHON LANG EIN OPFER MEINER KRANKHEIT GEWORDEN...

ich kann nur hoffen, das ich irgendwann erfolg habe und ohne Angst leben kann... Danke für die Möglichkeit hier zu schreiben, es belastet mich sehr ....LG Chris
Zuletzt geändert von Martin Mainz am Fr 22. Jan 2021, 17:30, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
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Martin Mainz
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Martin Mainz »

Hey HellBundy und willkommen im Forum!
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Crosser71
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Crosser71 »

Hallo HellBundy,
mich hat Duloxetin gerettet, nach über 20 Jahren "Karriere" Hatte auch alles andere durch. Jetzt habe ich nur noch kurze Episoden von ein paar Tagen, die ich mit Cannabis erfolgreich mildere. Ich kann dich sehr gut verstehen, weshalb ich das Gequatsche von Nichtbetroffenen einfach ignoriere. Man nimmt was hilft. Besser als der Tod, weil es nicht mehr geht. Wichtig reden können alle. Durch die Hölle wie wir müssen sie ja nicht.
Filly
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Filly »

Hallo Hell Bundy,
Hell Bundy hat geschrieben: Fr 22. Jan 2021, 13:55 ich kann nur hoffen, das ich irgendwann erfolg habe und ohne Angst leben kann... Danke für die Möglichkeit hier zu schreiben, es belastet mich sehr ....LG Chris
Das wünsche ich Dir auch. Vor allem aber denke daran, dass Du ja für Dich das Richtige tust und für Dich das Richtige gefunden hast. Das ist doch wirklich was positives. Trotz der dann nachgelagerten Sorgen, die jeder nachvollziehen kann und sehr viele hier teilen.

Gruß,

Phil
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Hell Bundy
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Hell Bundy »

Es ist leider einfach nicht möglich sich selbst ordendlich zu helfen... man bekommt ja eigentlich nie weed mit Steckkarte. Ich hab mir auf jeden fall schonmal eine probe von dem Strain gesichert,.welche mir hilft. Ich schätze, das in dem fruchtigen weed mehr Indika drin ist... ich hoffe ich erfahre mal genau, welche sorte mich da so aufpeppelt. Es ist extrem unangenehm, wenn man das falsche hat und die wirkung entgegen wirkt. Von Sativa geht es mir nur frühs gut, abends absolut keine Hilfe. Aber wenn die Depression einen erdrückt, dann kann es helfen Tagsüber. Ich vermeide es Tagsüber, aber bevor ich mir Tavor schmeiße ,lieber n sticky und 10 minuten warten. Ich bin auch wirklich dankbar, das es das Kräuterchen gibt, aber es kann passieren, das man sich nicht helfen kann... und dieses immer erstmal probieren, ganz langsam und herausfinden ob es das bestimmte Helferlein ist, ist selten der fall.

Streckmittel haben so extrem zugenommen... ich mag die Pflanze, und komme mir kommisch vor bei dem obduzieren, als wäre es verlaust... und dann muss man mit zusehen, wie bei echt gutem Zeug Sand oder zucker dran ist... da könnt ich die Leute echt hauen. Wie kann man so damit umgehen nur um einen groschen mehr zu haben... Total Sinnfrei. Ich hoffe auf 2 dinge. Als oberstes auf die Legalisierung. 2. Endlich eine Diagnose, das ich endlich eine Medikation bekomme. Tabletten nehme ich nur noch das aller nötigste!

Danke für die Antwort... ich glaube auch wir haben es bald geschafft,.wenn erstmal die leute weg sind, die es mit Brokolli vergleichen... brokolli ist nämlich bei manchen antidepressiva gefährlich... Gras hat seinen platz im hirn.
hanfi1113
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von hanfi1113 »

Hallo zusammen :)
ich habe ziemlich lange Zeit an Depression gelitten und mir hat Cannabis sehr dabei geholfen um eine Angstzustände zu bekämpfen damit mir jetzt schon deutlich besser geht.
Erstens haben ich bemerkt, dass ich viel besser schlafen konnte und das Einschlafen bedeutet mir auch kein Problem mehr.
Zweitens folgte, dass ich während der Nacht nicht aufgrund meiner Albträume aufgewachte, sondern mal Nächte durchgeschlafen habe.
Drittens habe ich mich aufgrund meiner Depression immer angespannt gefühlt und hat gar keine Lust irgendetwas zu machen. Mithilfe von Cannabis hatte ich das Gefühl, dass meine Muskel immer und wieder entspannter werden weshalb ich lastfreier wurde.

Liebe Grüße
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DeltaNeun
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Psychotherapie und medizinische Cannabis Therapie

Beitrag von DeltaNeun »

Hallo,

während eine Psychotherapie ist der Cannabis Konsum, oder in dem Zusammenhang oft ausgedrückt „Drogen missbrach“ ja nicht zulässig und muss abgestellt werden, anderenfalls könnte auch die Krankenkasse theoretisch das Therapieangebot ablehnen.

Kennt jemand die Situation bei medizinischen Cannabis welches ja auch bei Depression verschrieben werden darf?
Könnte die Krankenkasse eine Psychotherapie für Cannabis Patienten ablehnen?

Eine zweite Frage in dem Zusammenhang: erfährt die (gesetzliche) Krankenkasse bei Selbstzahlern (Arzt und Cannabis) überhaupt von dem Cannabis?

Ein verschweigen der Cannabis Therapie gegenüber der/des Therapeut_in wäre natürlich bezüglich des Vertrauensverhältnisses nicht wirklich sinnvoll, es ist sicherlich nicht einfach eine_n aufgeschlossenen Therapeut_in zu finden.

Abgesehen davon ist es natürlich wenig verständlich das viele Antidepressiver welche total „Abstumpfen“ offiziell für eine Psychotherapie im Gegensatz zu verantwortungsvollen Cannabiskonsum völlig unproblematisch sind.
Zuletzt geändert von DeltaNeun am Mi 10. Feb 2021, 20:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Cookie
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Re: Psychotherapie und medizinische Cannabis Therapie

Beitrag von Cookie »

Wieso sollten sich Psychotherapie und medizinische Cannabis Therapie gegenseitig ausschließen? Wenn in dem Zusammenhang der Begriff des „Drogenmissbrauchs“ verwendet wird, hat der Arzt bzw. die Klinik oder der Therapeut keine Ahnung, oder eine "ideologisch eingefärbte" Ahnung. Ich würde dann mal einen Rechtsanwalt einschalten.

Es gibt hier genügend Fälle von Depressionen und Cannabis Therapie. Eine Suche hilft ;).

Eine gesetzliche Krankenkasse erfährt bei einem Selbstzahler nichts von der Cannabis Therapie!

Und wieso verschweigen ggü. dem Therapeuten? Kannst Du natürlich machen, aber ich fürchte, Du leidest noch am Prohibitionssyndrom :mrgreen:.
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altair3
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von altair3 »

Moin,

mal ne Frage, hat schon jemand Erfahrung mit Wechselwirkungen zwischen Cannabis und Psychopharmaka, speziell Abilify, Mirtazapin, Venlafaxin gemacht?
Ich nehme die aufgezählten Medikamente und bin einmal nach Konsum von Cannabis für mehrere Minuten ohnmächtig geworden :twisted: . Dann habe ich die Erfahrung gemacht, das ich nach Konsum gar nichts gespürt habe :shock: . D.h. ich hätte auch eine normale Zigarette rauchen können.
In meinen jungen Jahren hatte ich ganz andere Erfahrungen mit Cannabis gemacht. Sie waren beeindruckend und schön. Das hätte ich gerne wieder erlebt. Ich habe mich damals einfach nur wohl gefühlt, konnte viel lachen und hatte einen Heißhunger auf Schokolade :) .
Wie man aus den aufgezählten Medikamenten schon erahnen kann, leide ich unter einer bipolaren Störung. Bin auch anerkannter Schwerbehinderter mit GdB 50.

Gruß,
altair3
Bin für Legalisierung und damit Entkriminalisierung jetzt!
kamueone
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von kamueone »

@Hell Bundy aka Chris

Ich habe auch eine Weile nach Ärzten gesucht und hab dann einfach bei Algea Care angefragt.

Da zahlt man zwar, aber die Ärzte sind spezialisiert darauf cannabis zu verschreiben und machen das auch schon in der 1. Sitzung. Voraussetzung ist das man Befundberichte im vorraus zuschickst glaube ich. Dann machen die Ärzte sich ein Bild.

Das erste Mal trifft man den Arzt in einer Praxis, wovon es jetzt schon einige in Deutschland gibt. Ab dem 2. Mal geht alles über Webcam - Ferndiagnose.

Das war für den Anfang perfekt für mich, bis ich eine Arzt in der Nähe gefunden hab.

Hört sich eventuell bisschen an wie Werbung ist aber nur ein Ausdruck wie zufrieden ich war und dankbar das man mir den legalen Zugang zu diesem Medikament ermöglicht hat.

Ich habe eine PTBS und chronische Depressionen und bekomme dafür Cannabis verschrieben. Mir hilft es super. Auch wenn man erst die richtige Sorte finden muss. Und die passende Dosierung.

Hoffe das hilft dir weiter, ich kann erahnen wie es dir geht.

Das Positive ist, es kommen noch unbeschreiblich schöne Zeiten auf uns zu.
Mar_co
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Mar_co »

altair3 hat geschrieben: Sa 13. Feb 2021, 07:09 Moin,

mal ne Frage, hat schon jemand Erfahrung mit Wechselwirkungen zwischen Cannabis und Psychopharmaka, speziell Abilify, Mirtazapin, Venlafaxin gemacht?
Ich nehme die aufgezählten Medikamente und bin einmal nach Konsum von Cannabis für mehrere Minuten ohnmächtig geworden :twisted: . Dann habe ich die Erfahrung gemacht, das ich nach Konsum gar nichts gespürt habe :shock: . D.h. ich hätte auch eine normale Zigarette rauchen können.
In meinen jungen Jahren hatte ich ganz andere Erfahrungen mit Cannabis gemacht. Sie waren beeindruckend und schön. Das hätte ich gerne wieder erlebt. Ich habe mich damals einfach nur wohl gefühlt, konnte viel lachen und hatte einen Heißhunger auf Schokolade :) .
Wie man aus den aufgezählten Medikamenten schon erahnen kann, leide ich unter einer bipolaren Störung. Bin auch anerkannter Schwerbehinderter mit GdB 50.

Gruß,
altair3
Ich rate dir

1. mit deinem Arzt über den Cannabis-Konsum und die Auswirkungen zu sprechen, denn diese Reaktionen sind nicht normal
2. generell auf Cannabis zu verzichten, wenn du Mirtazapin einnimmst (bei den anderen beiden Medis weiß ich es nicht)
3. bei bipolaren Störungen sollte man mit Cannabis auch sehr vorsichtig sein.

Also eigentlich: lass lieber die Finger davon oder nur unter ärztlicher Kontrolle...
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altair3
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von altair3 »

@Mar_co
Danke für die Antwort, ja ich habe seitdem auch keinen Konsum mehr gehabt. Ich wollte mal erfahren was andere, die diese Medikamente nehmen, für Erlebnisse hatten oder Einsichten gewonnen haben.
Ich muss wohl warten, bis ich die beiden Mirtazapin und Venlafaxin wieder absetzen kann. :(

Gruß,
altair3
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Mar_co
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Mar_co »

Ich denke die Erlebnisse sind da sehr individuell. Ich selbst nutze Cannabis schon seit vielen Jahren nicht mehr als Rauschmittel. Wenn man jeden Tag konsumiert um den Alltag bestreiten zu können, verliert die Knolle ganz schnell ihren Reiz.

Aber ich nehme auch wirklich jeden Tag konstant gleich viel ein - der Rausch ist für mich eher das nüchtern sein, da ich dann wieder in meine ADHS-Muster verfalle.

Früher hatte ich aber durchaus auch schon verrückte Erfahrungen :-D
Cbd hilft Mir
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Medikament ersetzen durch CBD

Beitrag von Cbd hilft Mir »

Hallo liebe Leute,
Ich würde gerne mein Medikament ersetzen durch CBD.
Es handelt sich um pharmapsychotika. Ich konnte es schon ein Dritteln durch mein CBD Öl welche ich vom Arzt erhalte habe reduzieren. Ich habe ja Gott sei Dank die Kostensicherung durch die Krankenkasse erhalten.
Ich bin ich auf der Suche nach 800mg CBD Tabletten. Kennt jemand ein Anbieter oder Produkt.
Werde demnächst nochmal mit meinem Arzt sprechen und der Apotheke.
Vielleicht hat jemand von euch Erfahrungen gemacht und kennt ein Medikament aus CBD welches hier zugelassen ist, welches 800mg erhält.
Ich hätte an schizophrenie gelitten, jedoch geht es mir jetzt viel besser und ich habe so gut wie keine Nebenwirkungen mehr. Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
Alles Gute und bleibt gesund.
Flora Springkraut
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Registriert: Mo 8. Mär 2021, 18:22

Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Flora Springkraut »

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Zuletzt geändert von Flora Springkraut am Do 28. Apr 2022, 06:13, insgesamt 3-mal geändert.
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Cookie
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Cookie »

Alles positiv - so kennen und schätzen wir das auch! Herzlichen Glückwunsch!
"A mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open." - Frank Zappa
moepens
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von moepens »

Hauptsache man findet einen gangbaren Weg! Weiterhin viel Erfolg!
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Martin Mainz
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Registriert: Di 22. Mär 2016, 18:39

Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Martin Mainz »

Danke für den Bericht, Flora!
Ehrenamtlicher Foren-Putzer

Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
Bitte seid nett zueinander - die Welt da draußen ist schlimm genug
happygirl
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von happygirl »

MontyP67 hat geschrieben: Fr 17. Feb 2017, 15:14 Ich leide seit 4 Jahren an einem schweren Burnout. Bin auch bereits deswegen berentet. Die Belastungen sind aber in meiner Ehe entstanden und sind trotz Scheidung noch immer präsent. Anfang 2015 riet mir eine Bekannte, es mit Cannabis zu versuchen. Meine Lebensqualität hat sich daraufhin massiv verbessert. Mein Selbstvertrauen stieg und ich konnte wieder besser am täglichen Leben teilnehmen. Entscheidend war aber auch die Dosierung. Die berauschende Wirkung empfinde ich eher als störend, unter Anderem auch die kurzfristige Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses, Bin dann bei einer Dosierung von 0,2 Gramm nach 20 Uhr stehen geblieben. Tagsüber benötige ich es nicht.
Seit 3 Monaten ist meine Quelle leider versiegt und seit Mitte Januar geht es mir wieder zunehmend schlechter, brauchte zum Teil täglich Lorazepam, um die unerträgliche Situation zu meistern, die Nebenwirkungen waren allerdings stärker als die Wirkung an sich. Seit einigen Tagen versuche ich es mit GABA zum Einschlafen und seit zwei Tagen mit Ashwaganda. Gebessert hat sich auch dadurch nicht viel.
Sicher ist jeder Mensch anders, aber für mich war das Cannabis ein Segen.

PS: CBD alleine reicht bei mir nicht aus.
Ach herje. Das tut mir sehr leid. Ich informiere mich aktuell hier im Forum über Burnout / Depression im Zusammenhang mit Cannabis. Meine Schwester leidet seit dem Jobwechsel und Corona ebenfalls an einer Depression. Ich bin mir nicht sicher, ab wann man von einem Burnout spricht. Sie ist nun seit einem halben Jahr in Therapie und ich habe auch das Gefühl, dass es sich etwas verändert hat. Sie kämpft aber immer wieder mit Rückschlägen und das können Kleinigkeiten sein. https://www.fitforbeach.de/burnout-anzeichen/
In welcher Form hast du das Cannabis zu dir genommen? Wie geht es dir mittlerweile?

Grüsse
Gigi478
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Registriert: Mo 26. Apr 2021, 01:58

Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Gigi478 »

Hallo Flora,
Das ist ja wirklich toll! Wie lange hat denn das "Einstellen" gedauert?
Grüße, Gigi
Flora Springkraut
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Flora Springkraut »

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Zuletzt geändert von Flora Springkraut am Do 28. Apr 2022, 06:13, insgesamt 1-mal geändert.
Gigi478
Beiträge: 5
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Re: Cannabis und Depressionen

Beitrag von Gigi478 »

Flora Springkraut hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 17:58
Gigi478 hat geschrieben: Mo 26. Apr 2021, 02:09 Hallo Flora,
Das ist ja wirklich toll! Wie lange hat denn das "Einstellen" gedauert?
Grüße, Gigi
Moin Gigi,

ich habe Glück und spreche auf eine geringe Menge schon richtig gut an, darum ging es bei mir quasi von 0 auf 100. Ich brauchte bisher keine Dosissteigerung, die positive Wirkung kam sofort und verstärkte sich in den ersten beiden Wochen, da war ich leicht euphorisch. Den Beitrag hab ich ziemlich direkt nach Abklingen der Euphorie verfasst.
Seitdem ist es "ganz normal"... wobei ich jeden Tag ohne Depression und Ängste zu schätzen weiß wie Gold!
Hi Flora,

Das klingt ja wirklich toll! Welche Dosis nutzt du? Ich weiß nicht, ob du das schon irgendwo geteilt hast, sorry, wenn ich das überlesen habe.
Nutze auch schon seit einer Weile eine eher geringe Dosis, die bereits richtig gut anspringt. Aber wenn es natürlich noch besser geht... :)
Aber allein schein keine Depressionen und Ängste, ich fühle da absolut mit dir!

Grüße, Gigi
Antworten

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