Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Schwierig, aber nicht unmöglich: Kostenübernahme durch Krankenkassen.
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Gunter_H
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Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von Gunter_H »

Medizinisches Cannabis ist vor der „Ersten Verordnung“ durch die Krankenkasse (KK) zu genehmigen. Man sollte glauben, dass dies kein Problem ist, denn die KK hat mit Sicherheit mindestens eine gute Vorstellungen unserer „Kranken-Geschichte“ durch die diversen Verordnungen, Rezepte und Therapien etc. zumal die Kasse ja auch finanziell betroffen war.

Diverse Ärzte, Pharmakologen und weitere Fachleute dürften bei den KK auch vorhanden sein.

Nun kommt ein neues Gesetz - ja letztlich etwas plötzlich – aber die Gedanken dazu, wurden über viele Jahre von Fachleuten auch der KK mindestens diskutiert und teilweise „kritisch begleitet“ Ein gewisses Know How sollte also mit Sicherheit bei den Kassen vorhanden sein!

Trotzdem – nach meiner Beobachtung – vermutlich bei fast allen Kassen – wird immer der Medizinische Dienst der Kassen (MDK) eingeschaltet wenn ein Antrag behandelt werden soll.

Offizielle Begründung:
Es handelt sich um grundsätzliche Fragen die „einheitlich“ begutachtet werden sollen.
(Das ist Blödsinn denn die MDKs sind regional organisiert und jeder MDK kocht eh sein eigenes Süppchen. )

Meine Bobachtung:
Man hat bei Einschaltung des MDK lt. Gesetz grundsätzlich 5 Wochen Zeit bis zu einer Nachricht an den Patienten.
Diese „Nachricht“ des MDK-Gutachtens teilt man als KK dann gern mündlich mit.
Z.B. Tenor: Leider hat der MDK abgelehnt (verstehen wir ja auch nicht und tut uns leid...)
Das die „arme KK“ bei der Entscheidung des MDK ja „leider“ nichts tun kann haben mir mindestens 3 Mitarbeiterinnen meiner KK mitgeteilt. Stimmt natürlich nicht, denn der „Entscheider“ ist natürlich die KK und nicht der MDK
Siehe auch: http://www.mdk.de

Weil der MDK ja Deine Krankengeschichte nicht kennt wird er im Zweifel erst mal ablehnen (können), z.B. weil Dein Hausarzt keine Zeit hatte in aller Breite Deine Situation darzulegen. (Er bekommt ja auch nichts dafür bezahlt und steht häufig unter Zeitdruck) Der Fragebogen sieht ja außerdem nur wenige Zeilen je Frage vor. Achtung: Speziell bei den schon versuchten Therapien sehr ausführlich werden und bei den Gründen warum man die Standardtherapie nicht verträgt am besten – als Anlage - einen ganzen Roman schreiben lassen. (Kann man ja für den Arzt ja vorbereiten)

Gegenüber der KK heißt es in jedem Fall – bei Ablehnung - konsequent bleiben und sich einen schriftlichen Bescheid geben lassen auf den man dann einen Widerspruch einlegen kann. M.E. am besten gleich mit Drohung auf Klage...

Man hat dann den Eindruck, erst nach Deinem Widerspruch beschäftigt sich die KK überhaupt ernsthaft selber mit Deiner Sache... So jedenfalls meine Beobachtung. Vorher ist die KK Postverteiler für den MDK !
Gern fordert man Dich dann auf ggf. noch weitere Informationen / Atteste einzureichen oder will Dich dann nochmal zu irgend einem Facharzt schicken und schon hat man als KK wieder einige Wochen gewonnen. Hier heißt es dann Nerven behalten und je nach Fallkonstellation verhandeln oder u.U massiv werden. Ein gut vorbereitetes Gespräch auch am Telefon könnte eventuell helfen.

Es muss nicht so sein. Aber das waren nun mal meine subjektiven Eindrücke, die ich gern teilen wollte.
*** seit wann sind Pflanzen illegal ? ***
DanielZappel
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von DanielZappel »

Deine subjektiven Eindrücke Teile ich.
Das Problem ist, die haben einen langen Atem.
Und selbst, wenn wie bei mir die Genehmigungsfiktion eingetreten ist, versuchen die Kassen das auszuhebeln, indem sie die Begründung des kompletten Antrags nachträglich in Frage stellen.

Ich habe von Anfang an vor zu viel Euphorie nach in Kraft treten des neuen Gesetzes gewarnt.
Riesenhype um nicht si viel, wie man hätte erwarten können.
Immerhin eine teilweise entkriminalisierung einiger Patienten.
Aber die Frage ist, ob nan sich das leisten kann.

Die Pharmalobby hat da natürlich auch die Finger drin. In kürzester Zeit wird es Pillen, kapseln und tropfen geben. Auf Basis von synthetischen Cannabinoiden, die natürlich viiiiel viiiel besser sind, leichter dosierbar. Und mit viel höherer Gewinnspanne.
Denkt an meine Worte. Der nächste Schritt wird sein, den Bedarf an natürlichem Cannabis zu bekämpfen. (Wozu wollt ihr diese gefährlichen Blüten? Unsere tropfen sind viel sicherer!)

Patienten fragt ja keiner. Auch die Presse hält sich oft eher an Aussagen von "Experten", die eine Situation mangels eigener Erfahrungen immer nach Lehrbuch von außen bewerten.
Das sehr ich doch täglich bei mir. Wer nicht Daniel ist, kann doch gar nicht bewerten, wie es sich anfühlt Daniel zu sein !?.
Wie kann sich ein MDK erdreisten, mir zu sagen, dass meine angestrebte Medikation nicht wirkt, weil man noch nichts darüber weiß, obwohl die Wirkung und die Erfolge von jedem der Daniel kennt, bestätigt werden ?!

Natürlich steckt da System dahinter.
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Gunter_H
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von Gunter_H »

JA, Daniel da steckt System dahinter !!!
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Druckluftuwe
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von Druckluftuwe »

Ich arbeite für eine gesetzliche Krankenversicherung und prüfe unter anderem auch Anträge zur Kostenübernahme von Cannabis.

An dieser Stelle kann ich euch versichern, dass wir Sachbearbeiter besseres zu tun haben als Zeit zu schinden oder uns irgendwelche Verzögerungstaktiken zu überlegen.
Diverse Ärzte, Pharmakologen und weitere Fachleute dürften bei den KK auch vorhanden sein.
Falsch. Wenn Ärzte oder weitere Fachleute bei den Krankenkassen direkt arbeiten dann nicht um Anträge zu begutachten. Macht halt auch einfach keinen Sinn wenn alle Krankenkassen den MDK bezahlen dann noch zusätzlich im Haus dafür Leute zu bezahlen. Das würde den MDK obsolet machen.

Weiteres Hindernis ist der Datenschutz. Nicht umsonst werden Ärzte dazu aufgefordert Befunde, Fragebögen, etc. direkt an den MDK zu schicken.
Stimmt natürlich nicht, denn der „Entscheider“ ist natürlich die KK und nicht der MDK
Im Grunde richtig aber dennoch in der Realität völliger Blödsinn. Der Sachbearbeiter bei der Krankenkasse besonders im Bereich Arzneimittel sind entweder ausgebildete Sozialversicherungsfachangestelle, Kaufmann im Gesundheitswesen oder Quereinsteiger (z.b. Arzthelfer/innen). Die müssen Ihre Entscheidung wenn es gegen das Gutachten entscheiden medizinisch begründen. Das ist natürlich nicht leicht, da diese kein Medizinstudium wie der MDK Gutachter abgeschlossen haben. Weiterhin haben sie die Befunde, etc. nicht vorliegen, da diese auf Grund des Datenschutzes von der KK nicht eingesehen werden können.

Einziger Ausweg ist ein anderes MDK Gutachten mit exakt der selben Fallkonstellation das eine Kostenübernahme befürwortet. Das ist relativ selten.

Der Sachbearbeiter hat also wenig Handlungsspielraum. Das Bundesversicherungsamt prüft solche Fälle ganz genau.
Weil der MDK ja Deine Krankengeschichte nicht kennt wird er im Zweifel erst mal ablehnen (können), z.B. weil Dein Hausarzt keine Zeit hatte in aller Breite Deine Situation darzulegen. (Er bekommt ja auch nichts dafür bezahlt und steht häufig unter Zeitdruck)
Das stimmt nicht. Der behandelnde Arzt erhält sehr wohl eine Vergütung die er direkt über die Versichertenkarte abrechnen kann.
Man hat dann den Eindruck, erst nach Deinem Widerspruch beschäftigt sich die KK überhaupt ernsthaft selber mit Deiner Sache... So jedenfalls meine Beobachtung.
Mit dem Widerspruch wird nochmals beim MDK ein ausführliches Gutachten angefordert und es einem anderen Gutachter vorgelegt.
Vorher ist die KK Postverteiler für den MDK !
Das ist richtig. Liegt an den neuen Datenschutzbestimmungen.
moepens
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von moepens »

Danke für die Infos.
Es wäre sehr hilfreich zu erfahren, warum es drastische Unterschiede bei der relativen Zahl der Ablehnungen bzgl. des neuen Gesetzes zwischen den Krankenkassen gibt. Die Barmer hat nach eigenen Angaben z.B. eine Ablehnungsquote von 70%, andere nennen öffentlich 25-50% - das ist ja kaum mit dem MDK zu erklären?
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Gunter_H
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von Gunter_H »

@Druckluftuwe

Finde es toll, wenn Du Dich als MA einer KK outest.
Die Sachbearbeiter der KK tun regelmäßig Ihre Pflicht und wenn Sie gar - wie Du - noch mitten in der Nacht im Patientenforum stöbern, so spricht das für Dich.
Wollte weder Dich noch Deine Kollegen bei den KK kränken.

Nur:
Der jetzt von den KK beschriebene Weg ist eine Frage der Politik und des Arbeitsablaufes der KKs den man natürlich – wenn man nur wollte - jederzeit ändern könnte.

Mein Eindruck: Als Kasse möchte man in der Regel nicht zahlen. Das Gesetz war erst wenige Tage alt und schon hat der GKV-Spitzenverband generell die Wirksamkeit von med. Cannabis angezweifelt... Die Ablehnungsquoten (im Schnitt angeblich bis 70% lt Barmer)

http://www.ln-online.de/Nachrichten/Nor ... in-Hamburg


sprechen – in vielen Fällen – auch eine deutliche Sprache

Es ist dann sehr praktisch wenn man als KK alles an den MDK schickt, der macht dann ein „Gutachten“ in das man als KK nicht einmal reinschaut.
Statt dessen erhält der Patient einfach einen Formbrief mit Ablehnung der KK. Wenn er nachfasst bekommt er auch das „Gutachten des MDK.“

Das MDK-Gutachten ist dann (jedenfalls bei mir ) anonymisiert, denn die genaue MDK (Anschrift) ist geschwärzt und der Ersteller des Gutachtens abgedeckt. War der Ersteller überhaupt ein qualifizierter Facharzt und wenn ja in welcher Fachrichtung?
Man kann sich dann, noch nicht mal bei der regionale zuständigen Aufsichtsbehörde über den konkreten MDK beschweren.

Offensichtliche Fehler des MDK-Gutachtens z.B. in rechtlicher Hinsicht (war bei mir der Fall) werden dann letztlich auf den Rechtsweg verschoben und das kann dauern....

Es wäre doch ein „Leichtes“ wenn die KK vor Übersendung einer Ablehnung das MDK Gutachten durch Ihre Fachleute kurz prüfen lässt und nicht erst „Stellungnahme“ des Patienten / Stellungnahme des Vertragsarztes / Widerspruch / Widerspruchsverfahren / Widerspruchsausschuss und dann die Klage vor dem Sozialgericht abwartet.

Das macht nur Sinn wenn man hofft der Patient gibt vorher entnervt auf und man kann als KK Geld sparen.

@Druckluftuwe ggf. hast Du ja mal die Möglichkeit Deinen Chef zur Sinnhaftigkeit diesem Arbeitsablaufs zu fragen.
Zuletzt geändert von Gunter_H am Mo 14. Aug 2017, 18:54, insgesamt 1-mal geändert.
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DonHibachi
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von DonHibachi »

Die Kassen können frei entscheiden. Wenn sie mögen dürfen sie den MDK einschalten, müssen sich aber nicht an den halten.
Viele Kassen entscheiden (Barmer) nach eigenen Weisungen prompt negativ. Da sollte sich jeder den Bericht des MDK kopieren lassen um mit dem vorzugehen. Auch nach dem Widerspruch sollte der MDK bericht nochmal ausgehändigt werden.


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littleganja

Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von littleganja »

DonHibachi hat geschrieben:Die Kassen können frei entscheiden. Wenn sie mögen dürfen sie den MDK einschalten, müssen sich aber nicht an den halten.
Viele Kassen entscheiden (Barmer) nach eigenen Weisungen prompt negativ. Da sollte sich jeder den Bericht des MDK kopieren lassen um mit dem vorzugehen. Auch nach dem Widerspruch sollte der MDK bericht nochmal ausgehändigt werden.


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Wenn die angenommen ablehnen müssen die zuvor den MDK einschalten! Wenn die zustimmen nicht.

Mir persönlich ist egal wer sich hinter wem versteckt, Fakt ist um an sein Recht zu kommen muss man kämpfen, wer es nicht tut kann lange warten.

Wenn ihr irgendwelche Rechtstipps gebt vergewissert euch auch dass es auch so ist, ihr könnt Menschen damit ins Verderben schicken........
littleganja

Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von littleganja »

Druckluftuwe hat geschrieben:Ich arbeite für eine gesetzliche Krankenversicherung und prüfe unter anderem auch Anträge zur Kostenübernahme von Cannabis.

An dieser Stelle kann ich euch versichern, dass wir Sachbearbeiter besseres zu tun haben als Zeit zu schinden oder uns irgendwelche Verzögerungstaktiken zu überlegen.
Diverse Ärzte, Pharmakologen und weitere Fachleute dürften bei den KK auch vorhanden sein.
Falsch. Wenn Ärzte oder weitere Fachleute bei den Krankenkassen direkt arbeiten dann nicht um Anträge zu begutachten. Macht halt auch einfach keinen Sinn wenn alle Krankenkassen den MDK bezahlen dann noch zusätzlich im Haus dafür Leute zu bezahlen. Das würde den MDK obsolet machen.

Weiteres Hindernis ist der Datenschutz. Nicht umsonst werden Ärzte dazu aufgefordert Befunde, Fragebögen, etc. direkt an den MDK zu schicken.
Stimmt natürlich nicht, denn der „Entscheider“ ist natürlich die KK und nicht der MDK
Im Grunde richtig aber dennoch in der Realität völliger Blödsinn. Der Sachbearbeiter bei der Krankenkasse besonders im Bereich Arzneimittel sind entweder ausgebildete Sozialversicherungsfachangestelle, Kaufmann im Gesundheitswesen oder Quereinsteiger (z.b. Arzthelfer/innen). Die müssen Ihre Entscheidung wenn es gegen das Gutachten entscheiden medizinisch begründen. Das ist natürlich nicht leicht, da diese kein Medizinstudium wie der MDK Gutachter abgeschlossen haben. Weiterhin haben sie die Befunde, etc. nicht vorliegen, da diese auf Grund des Datenschutzes von der KK nicht eingesehen werden können.

Einziger Ausweg ist ein anderes MDK Gutachten mit exakt der selben Fallkonstellation das eine Kostenübernahme befürwortet. Das ist relativ selten.

Der Sachbearbeiter hat also wenig Handlungsspielraum. Das Bundesversicherungsamt prüft solche Fälle ganz genau.
Weil der MDK ja Deine Krankengeschichte nicht kennt wird er im Zweifel erst mal ablehnen (können), z.B. weil Dein Hausarzt keine Zeit hatte in aller Breite Deine Situation darzulegen. (Er bekommt ja auch nichts dafür bezahlt und steht häufig unter Zeitdruck)
Das stimmt nicht. Der behandelnde Arzt erhält sehr wohl eine Vergütung die er direkt über die Versichertenkarte abrechnen kann.
Man hat dann den Eindruck, erst nach Deinem Widerspruch beschäftigt sich die KK überhaupt ernsthaft selber mit Deiner Sache... So jedenfalls meine Beobachtung.
Mit dem Widerspruch wird nochmals beim MDK ein ausführliches Gutachten angefordert und es einem anderen Gutachter vorgelegt.
Vorher ist die KK Postverteiler für den MDK !
Das ist richtig. Liegt an den neuen Datenschutzbestimmungen.
Jetzt schicken die Krankenkassen schon ihre Mitarbeiter hier ins Forum um uns weiter mit den Lügen zu Nerven, du bestreitest hier Fakten die tatsächlich so sind und dass auch noch bei betroffenen.

Wir glauben dir genau so wie VW und der Deutschen Bank, ihr werdet langsam zum gleichen Mafia Pack.

Also deine Erklärungen kannst dir für die Medien aufheben, die glauben euch ja anscheinend, lächerlich!
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Martin Mainz
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von Martin Mainz »

Ich bitte um sachliche Diskussionen. Beleidigungen oder Schmähungen helfen auch nicht weiter.
Ehrenamtlicher Foren-Putzer

Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
Bitte seid nett zueinander - die Welt da draußen ist schlimm genug
littleganja

Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von littleganja »

Martin Mainz hat geschrieben:Ich bitte um sachliche Diskussionen. Beleidigungen oder Schmähungen helfen auch nicht weiter.

Wenn mir einer in die Fresse lügt werde ich ausfällig, liegt an meiner Persönlichkeitsstörung (Menschen lieben oder hassen mich!). Der hat Glück das er nicht in Reichweite ist .........

Ich schmähe und beleidige nicht, ich sage frei Schnauze raus was mir auf den Sack geht und wenn die Krankenkasse jetzt schon ihre Mitarbeiter bezahlt dass die hier auch noch ihren Dünnsch... verzapfen, dann platzt mir der Kragen.

Jeder zweite (oder mehr) hier der einen Antrag auf Kostenübernahme gestellt hatte, hat eine Ablehnung bekommen, wegen Menschen die nicht mal ein Dr. vor dem Namen haben, ich glaube es geht los :evil:

Die Leitfäden bei der Krankenkasse sind uns in teilen bekannt, also was soll das??????????

Falls der sich beleidigt fühlt, PM an mich, ich gebe meine Adresse raus, dann kann er mich anzeigen. Er sollte aber bedenken dass ich dann auch seine Adresse bekomme, dann können wir uns bei Tee und Gebäck mal von Mann zu Mann unterhalten. :o
DanielZappel
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von DanielZappel »

Also. Ruhisch Brauner! ;)

Ich verstehe littleganja vollkommen.
Aber:
Ich glaube nicht, dass eine KK hier einen Mitarbeiter fürs Forum abstellt.
Wozu auch ?
Der GKV ist überhaupt nicht an Kommunikation mit "uns" gelegen.
Der Weg ist doch klar: Ablehnung um jeden Preis. Bis es Urteile gibt.
Wozu vorher damit befassen ?
Logisch betrachtet macht das keinen Sinn.

Also erstmal willkommen Druckluftuwe. Ich nehme nicht an, dass du ein Agent bist.^^

Du hast nur mit manchen Aussagen bei LG und mir einen Wunden Punkt getroffen. Wir sind grad beide noch mitten im Verfahren. Littleganja hängt dabei etwas weniger in der Luft wie ich, weil er juristisch die klareren Fakten hat. Bei mir isses wischiwaschi bisher. Die KK räumt die Genehmigungsfiktion ein, widerspricht aber der Grundlage der Genehmigung an sich, räumt aber die aufschiebende Wirkung meines Widerspruchs gegen ihren Widerspruch ein, was zwar bedeutet, sie müssen vorläufig die Kosten über nehmen, aber sie äussern das natürlich so, dass ein Arzt dann eher unsicher ist, ob er auf Kasse verschreibt.

Das sind Fakten Druckluftuwe. Wir leiden unter dieser Taktiererei.
Wenn Du also hier bist, um Dich zu informieren, gerne.
Deshalb: Guck Dich um, befass Dich mit der Taktik deiner KK, sie ist sicher auch dabei, und sag ruhig deine Meinung. Mit Kritik musst du rechnen. Dies ist ein Diskussionsforum. Manchmal trifft man einen Nerv. Und das sich jemand aus dem "Feindeslager" hierhertraut und Stellung bezieht, verdient zunächst Respekt. Aber wenn ich ins St.Pauli Stadion Laufe in HSV Montur, treffe ich erstmal auch nicht auf Liebe und Glücksseeligjeit. Nimms LG nicht übel.
Deine Beweggründe würden mich dennoch interessieren.
Druckluftuwe
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von Druckluftuwe »

Ich lese hier im Forum seit April mit. Und Auslöser für meine Anmeldung war ein absolut falscher Tipp denen hier einigen Leuten hätte zum Verhängnis werden können. Des weiteren möchte ich mit ein paar Verschwörungstheorien hier aufräumen und einen anderen Blickwinkel auf die Dinge ermöglichen.

Ich hab absolut keine Lust auf einen persönlichen Krieg oder ähnliches. Das hier ist meine Freizeit und dabei habe ich weder den Auftrag meines Arbeitgebers dazu noch bekomme ich Geld dafür.

Würden Krankenkassen dafür Geld ausgeben das sich ein Mitarbeiter Nachts um 3.00 Uhr in einem Hanf-Forum aufhält würde der Bundesrechnungshof Alarm schlagen.

Siehe hierzu: http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichte ... -mallorca/

Wenn es zu Unstimmigkeiten kommt zwischen Informationen die ihr bereits habt und meinen Aussagen dann benennt diese gerne. Und ich versuche mein möglichstes darauf einzugehen und ggf. zu erklären.

Es gibt sicher von Krankenkasse zu Krankenkasse Unterschiede. Das liegt aber auch daran das nur wenige Krankenkassen sich derart vorbereitet haben wie die AOK.

Deswegen liest man auch von vielen Fällen die innerhalb der PRG Frist verfristet sind und genehmigt werden mussten. Ich müsste Lügen wenn man als Sachbearbeiter in so einem Moment nicht hofft, dass dem Versicherten in dem Moment die PRG Frist nicht bekannt ist.
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Gunter_H
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von Gunter_H »

@Druckluftuwe
Wenn es zu Unstimmigkeiten kommt zwischen Informationen die ihr bereits habt und meinen Aussagen dann benennt diese gerne. Und ich versuche mein möglichstes darauf einzugehen und ggf. zu erklären.

Ggf. lernst Du dabei ja auch was dazu... ;)
*** seit wann sind Pflanzen illegal ? ***
littleganja

Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von littleganja »

Druckluftuwe hat geschrieben:Ich lese hier im Forum seit April mit. Und Auslöser für meine Anmeldung war ein absolut falscher Tipp denen hier einigen Leuten hätte zum Verhängnis werden können. Des weiteren möchte ich mit ein paar Verschwörungstheorien hier aufräumen und einen anderen Blickwinkel auf die Dinge ermöglichen.

Ich hab absolut keine Lust auf einen persönlichen Krieg oder ähnliches. Das hier ist meine Freizeit und dabei habe ich weder den Auftrag meines Arbeitgebers dazu noch bekomme ich Geld dafür.

Würden Krankenkassen dafür Geld ausgeben das sich ein Mitarbeiter Nachts um 3.00 Uhr in einem Hanf-Forum aufhält würde der Bundesrechnungshof Alarm schlagen.

Siehe hierzu: http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichte ... -mallorca/

Wenn es zu Unstimmigkeiten kommt zwischen Informationen die ihr bereits habt und meinen Aussagen dann benennt diese gerne. Und ich versuche mein möglichstes darauf einzugehen und ggf. zu erklären.

Es gibt sicher von Krankenkasse zu Krankenkasse Unterschiede. Das liegt aber auch daran das nur wenige Krankenkassen sich derart vorbereitet haben wie die AOK.

Deswegen liest man auch von vielen Fällen die innerhalb der PRG Frist verfristet sind und genehmigt werden mussten. Ich müsste Lügen wenn man als Sachbearbeiter in so einem Moment nicht hofft, dass dem Versicherten in dem Moment die PRG Frist nicht bekannt ist.

LEUTE FALLT NICHT AUF DEN TYP REIN!
littleganja

Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von littleganja »

Gunter_H hat geschrieben:Ggf. lernst Du dabei ja auch was dazu... ;)
Genau dass ist ja das Problem, die Sachbearbeiter denken sie sind allwissend und vor allem gebildeter als unsere Ärzte, dass ist ja eben die Frechheit :!:

Also am besten ignorieren..........
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Martin Mainz
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von Martin Mainz »

littleganja hat geschrieben:...LEUTE FALLT NICHT AUF DEN TYP REIN!
Das ist ein offenes Forum und jeder hat hier das Recht auf SEINE Meinung! Ich bitte von solchen generellen Verurteilungen Abstand zu nehmen.

Langsam leicht genervte Grüße, Martin
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Druckluftuwe
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von Druckluftuwe »

Ohne MDK ablehnen halte ich auch für äußerst Fragwürdig. Würde mich ja mal interessieren wer sich da erlaubt hat sich eine fundierte Meinung über deinen Antrag zu bilden. Würde mich freuen wenn du uns das mitteilst sobald du mehr weißt.
littleganja

Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von littleganja »

Florian hat geschrieben:Also bei mir hat die Kasse einfach OHNE MDK abgeleht......die hatten da einfach Angst das der MDK positiv entscheidet....so kanns auch gehen....naja Klage läuft... ;)
So ist richtig immer schön durchklangen, die bekommen wir schon klein :mrgreen:
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Martin Mainz
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von Martin Mainz »

Druckluftuwe hat geschrieben:... Würde mich ja mal interessieren wer sich da erlaubt hat sich eine fundierte Meinung über deinen Antrag zu bilden. Würde mich freuen wenn du uns das mitteilst sobald du mehr weißt.
Aus datenschutztechnischen Gründen dürfen solche Informationen wie Namen von Ärzten oder Gutachtern hier nicht veröffentlicht werden. Der Name der KK hingegen schon.
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von Druckluftuwe »

Martin Mainz hat geschrieben:
Druckluftuwe hat geschrieben:... Würde mich ja mal interessieren wer sich da erlaubt hat sich eine fundierte Meinung über deinen Antrag zu bilden. Würde mich freuen wenn du uns das mitteilst sobald du mehr weißt.
Aus datenschutztechnischen Gründen dürfen solche Informationen wie Namen von Ärzten oder Gutachtern hier nicht veröffentlicht werden. Der Name der KK hingegen schon.

Mich hatte auch kein Name interessiert sondern eher die Stellenbeschreibung, dass war an der Stelle von mir missverständlich ausgedrückt.

Bei vielen Krankenkassen ist ein MDK Gutachter einmal die Woche direkt bei der Krankenkasse vor Ort. Aber gerade bei Cannabis können die das nicht sofort entscheiden sondern nehmen die Akte mit und reichen das intern weiter an einen anderen Gutachter.

Das geht aber auch nur bei Fällen wo direkt mit dem Antrag alle Unterlagen vorliegen und keine Informationen fehlen die angefordert werden müssen.
littleganja

Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von littleganja »

Das endlose Spiel, ich wollte nicht, ich hatte nicht, ein Meister der Ausreden.

Nochmal der Arzt entscheidet ob die Therapie notwendig ist und nicht der MDK und schon gar nicht ein Mitarbeiter der KK.
DanielZappel
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von DanielZappel »

Ihr habt euch ja echt lieb, oder ?^^

Aber Littleganja hat da schon recht. Hier geht es um ein grundsätzliches Problem: Welchen Spielraum haben Krankenkassen eigentlich, gegen Gesetze zu verstoßen und kann man einzelne verantwortliche Mitarbeiter haftbar machen, weil sie die fachliche Meinung des behandelnden Arztes ignorieren und damit Patienten Schaden zufügen ? Die Argumentation der KK ist reine vorsätzliche unterlassene Hilfeleistung. Moralisch zumindest.
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Gunter_H
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von Gunter_H »

Gesetze unterliegen de Auslegung. Die KK nutzen alle Auslegungsmöglichkeiten zu Ihren Gunsten.
Das ist der Skandal denn das "Cannabisgesetz" wollte Spielräume für die Patienten und Ärzte eröffnen !!!

Trotzdem sollte man prüfen wo und zu welchem Zeitpunkt es sinnvoll ist "draufzuhauen"

Möglichkeiten z.B.:

- Dienstaufsichtsbeschwerde über KK beim Leiter der KK

- bei den Aufsichtsbehörden
LINK: viewtopic.php?f=22&t=7288&p=42084&hilit ... DIG#p42084

- In der Politik vom Patientenbeauftragten bis zum Gesundheitsminister bei den regionalen Abgeordneten etc.

Je nachdem wo welchen Zugang besteht und gerade passt. Gern auch jeden dieser "Adressaten" mit einem analogen Schreiben "beglücken" und nicht abwarten bis eine Antwort da ist....

Und natürlich der Rechtsweg bei den Sozialgerichten
(Der leider sehr viel Kraft kostet aber unbedingt eingeschlagen werden muss !!!!)

Denke aber, es wäre sicher auch prima, wenn wir versuchen die Öffentlichkeit noch mehr auf die Skandale aufmerksam zumachen.

- Beziehungskreis informieren

- Leserbriefe schreiben

- Kommentare online abgeben

Solange in der Presse Überschriften wie "Kiffen auf Rezept" zu lesen sind, ist die Öffentlichkeit einfach noch zu uninformiert
Zuletzt geändert von Gunter_H am Sa 19. Aug 2017, 08:51, insgesamt 1-mal geändert.
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DonHibachi
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Re: Verstecken sich die KK hinter dem MDK?

Beitrag von DonHibachi »

Für Arbeitgeber stehen die binnen 3 Tagen zur Verfügung um den Arbeitnehmer zu prüfen. Da kanns aber auch nicht schnell genug gehen :D


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