Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Auch nach dem CanG gängige Praxis: wie läuft eine MPU? Von Anordnung, Abstinenzzeiten bis zum Bestehen...
insomnia
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von insomnia »

wie waren deine jugendsünden , steht da was in deiner führerscheinakte ? wenn nicht dann auch nicht ansprechen .
Ob du ne mpu machen musst hängt vom ausgang des ärztlichen gutachten ab !
compliance und adhärenz beschreibt die zusammenarbeit mit dir und deinen arzt , und ob du streng nach vorschrift deine medizin nimmst ,
urinscreening ( 2x) soll klären ob beikonsum anderer drogen stattfindet ,
alkohol ist während der therapie ein no go ,
also wenn du sagst dass du ab und an ein bier trinkst bist du raus !!
avus frankfurt hat glaub ich einen guten ruf bei cannabis medizin
viel glück
👍✌️
Religion beruht auf Autorität, Wissenschaft auf Beobachtung und Vernunft." Stephen Hawking, Physiker, Astrophysiker 8-)
El jefe
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von El jefe »

Ich war 2011 verurteilte worden und bin auf Therapie 2012 um aus der Haft zur kommen. In dem Bericht stand drum polytox abhängig weil ich damals auf Amphetamine und Cannabis positiv war wo ich in Haft bin. Leider weis des die Führerscheinstelle nur des Ding ist es ist schon 11 Jahre her seitdem hab ich nix mehr damit am Hut. Alkohol trinke ich garnet seit der Therapie. Ich denk mir nur das so was doch verjähren muss oder so den Menschen änderen sich. Ich danke dir schon mal für dein Hilfe und halt euch auf dem laufende wie es für mich aus geht
insomnia
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von insomnia »

Prüf mal ob du deine Führerscheinakte nicht bereinigen kannst , hast du überhaupt den aktuellen Auszug deiner Akte eingesehen?
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calianer710
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von calianer710 »

Guten Tag, ich habe viel gelesen aber mein Fall noch nicht 100-prozentig jetzt wollte ich mal nachfragen wie eure Einschätzungen sind
zur Thematik:

Ich habe Ende 2020 in Spanien was per post bestellt und hatte anschließend am 01.09.21 eine Durchsuchung.
Gefunden haben sie ausschließlich Medizin, weil ich zu dem Zeitpunkt schon 5 Monate Patient war.
20. April 23 hatte ich meine Hauptverhandlung und habe als Strafe eine Bewährungsstrafe bekommen.

Ich bin bis zur Verhandlung nie auffällig gewesen, habe eine reine Weste, bin seit knapp 2,5 Jahren in Patientenschaft.
Fahre jetzt 12.5 Jahre ohne auffälligkeiten
Jetzt habe ich vor kurzem Post vom Gericht bekommen, dass sie den Fall an die Zulassungsstelle geschickt haben.

Womit kann ich rechnen? Und was kann ich tun zur Vorbeugung bis der nächste Brief kommt, wo ich womöglich den Führerschein abgeben werde, obwohl ich nicht im Verkehr erwischt worden bin, geschweige denn sie mich in einem KFZ kontrolliert habe.

Vielen Dank und einen schönen Abend
Jahkob
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Jahkob »

Hi, hatte deine "Bestellung" in Spanien irgendwelche Auswirkungen auf deinen Patientenstatus?
Freno
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Freno »

calianer710 hat geschrieben: Fr 21. Jul 2023, 20:05 (...)Womit kann ich rechnen? (...)
Mit dem Entzug der Fahrerlaubnis muß immer gerechnet werden - zumal es sich um eine erheblichere Menge von "irgendwas" gehandelt haben muß. Denn eine Bewährungsstrafe wird normalerweise erst ab 6 Monaten verhängt - geringere Mengen führen normalerweise zu Verfahrenseinstellungen gegen Geldbußen und evtl. sonstige Auflagen oder einer Geldstrafe.
calianer710
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von calianer710 »

Zum Zeitpunkt der Bestellung war ich noch kein Patient, kurz danach erst.
Ja, bei mir handelt es sich um ein Minder schwerer Fall. Anstiftung zur einfuhr nicht geringer Menge (94 g knapp) und das toxische Labor Ergebnis war knapp über dem Wert, was dazu führte, dass ich ein Minder schwerer fall bekommen habe 10 Monate auf 3 Jahre Bewährung.

Aber kam seit dem auch nicht mehr negativ in Erscheinung. Steht in den Gerichtsakten, dass das alles für mich spricht.
calianer710
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von calianer710 »

Jahkob hat geschrieben: Fr 21. Jul 2023, 21:07 Hi, hatte deine "Bestellung" in Spanien irgendwelche Auswirkungen auf deinen Patientenstatus?
& nein bin weiterhin in Behandlung
Old_rip
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Old_rip »

Hallo an alle,
ich möchte gerne meinen Standpunkt und meine Geschichte erklären. Seit 2018 bin ich Cannabispatient und nutze es zur Linderung meiner Depression und Angststörung. Vor Kurzem wurde ich von einer Zivilstreife kontrolliert, und es wurden 0,5 ng/ml aktives THC und 4,1 ng/ml THC-COOH festgestellt.

Als Konsequenz musste ich ein ärztliches Gutachten durchlaufen, das jedoch negativ ausfiel, da keine "Ultima ratio" festgestellt wurde. Aktuell habe ich das Gutachten nicht abgegeben, auf Empfehlung meines nicht allzu guten Anwalts. Nun werde ich meinen Führerschein abgeben müssen, und eine Klage scheint wenig Erfolg zu bringen. Auch meine Cannabistherapie muss ich beenden, und ich bin mir unsicher, ob eine mögliche MPU mit Abstinenz usw. überhaupt realisierbar ist. Falls jemand mehr darüber weiß oder Tipps hat, würde ich mich darüber freuen.
insomnia
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von insomnia »

Old_rip hat geschrieben: Mo 31. Jul 2023, 11:35 Hallo an alle, ...
also dein wert mit 0,5 ng aktives thc ist nicht so hoch , eigentlich liegt da trennungsvermögen vor , es kommt natürlich darauf an was du den polizisten erzählt hast!
das negative gutachten bleibt in der schublade !!
nimm dir einen anwalt der sich mit der materie auskennt ,
wie hoch ist den die verschriebene menge und die tagesdosis ?
was sagt dein arzt?
warum ist das gutachten negativ ?
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El jefe
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von El jefe »

insomnia hat geschrieben: Di 18. Jul 2023, 17:03 Prüf mal ob du deine Führerscheinakte nicht bereinigen kannst , hast du überhaupt den aktuellen Auszug deiner Akte eingesehen?
Wie kann ich des prüfen ob ich sie reinigen kann ? Hab sie gesehen ja und die Avus hat die leider auch schon da ich nächsten Freitag den Termin hab
Akinio
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Akinio »

Hallo ich habe ein Anliegen und benötige Informationen bzw. Hat jemand Erfahrungen gemacht ?
Und zwar bin ich Cannabispatient und wurde am 27.04.2022 letzten Jahres nachdem mein Hund mir entlaufen ist, und nach 3 Tagen von der Polizei bzw. Vom Rentnerpaar gefunden wurde direkt nach dem ich zur Fundstelle gefahren bin und mein Freund mein Hund zur Klinik fuhr, wurde ich von den “Freund und Helfer“ zur Urinprobe gebeten.

Was ich natürlich ablehnte und nach ner kurzen Diskussionen mit den Polizisten und ein Telefonat mit meinem Anwalt der mir sagte, das die Herren am längeren Hebel sitzen und ich einfach ne Urinprobe abgeben soll. Daraufhin meinte der Polizist das spezielle Beamte auf dem Weg sind die sich in dem Fach besser auskennen.

Als die zwei Herren kamen machte ich die Urinprobe mit der Überzeugung das ich außer dem THC nix im Urin habe, da ich zum Zeitpunkt unter der Medikation stand und ein gültiges Rezept mit mir führte. Es kam aber anders der Polizist kam zurück und zeigte mir den Urintests und meinte der Test hätte positiv auf Kokain Abbauprodukt angeschlagen.

Also Klinik Blutentnahme Führerschein direkt weg. Zwei Wochen später kam der Brief vom Gericht das im Blut ein Wert von 7,8ng THC im Blut ist und keine weiteren Substanzen bzw. Drogen entdeckt wurden. Das Gericht aber den Führerschein einbehält, weil die Polizisten gemeint hätten ich sei auf einen Fahruntüchtigen Zustand gefahren und sei auf mein Medikament Fahruntüchtig. Aber das mein Hund mir entlaufen ist zuvor und von 2 Autos angefahren wurde, und ich 3 Tage nicht schlafen konnte deshalb in dem Moment leicht außer mir war wurde kein bisschen erwähnt.

Ich wurde zur Trunkenheit im Verkehr verurteilt und zu einer Geldstrafe von 4000 Euro plus 1 Jahr Fahrverbot und Eintragung im Führungszeugnis. Plus Jobverlust und leider auch in finanziellen Ruin gelandet, und das nur weil ich medizinisches Cannabis verschrieben bekomme um meine Schmerzen und leiden zu lindern. Habe vor kurzem ein Brief von der Fs bekommen nach jetzt fast 1,5 Jahren das ich ein ärtzliches Gutachten von meinem Artzt abgeben soll. Hat jemand ähnliche Erfahrungen ? Oder weis was auf mich vllt zukommen könnte ?
insomnia
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von insomnia »

dein anwalt ist ein idiot!
das was dir passiert ist habe ich so von einem patienten noch nicht gehört , das wäre alles von vorne bis hinten anfechtbar gewesen .
Hast du eine kostenäbernahme oder bist du privatpatient bei einem cannabis medizin anbieter ?(algea care)
hast du eine vorgeschichte , d.h bist du bevor du patient geworden bist schon einmal auffällig mit cannabis geworden?
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Akinio
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Akinio »

Ja ich bin Privatpatient und war zum damaligen Zeitpunkt Patient bei Algea care. Und seitdem Führerscheinverlust natürlich nicht mehr bei den Ärzten in Behandlung. Ich war vor der Therapie nie auffällig mit Cannabis oder sonstiges gewesen.
AgentSmith
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von AgentSmith »

@akinio

Das klingt ja gar nicht gut wahrscheinlich sogar rechtswiedrig von den Polizisten.

Bin selber Cannabispatient bei Algea Care und ich musste durch die Hölle gehen damit ich meinen Füherschein wiederbekomme.
Die FS ist auf mich aufmerksam geworden nachdem ich von 2 Zivil Polizisten Kontrolliert worden bin und anscheinend haben sie es der FS mitgeteilt dass ich Patient bin.
Damit ich meinen Führerschein zurückbekomme musste ich im ersten Schritt ein Ärtzliches Gutachten abgeben (Kostenpunkt waren ca 1.500€) nachdem dann das Ärztliche Gutachten positiv war hieß es von seitens der FS dass ich zur Sicherheit noch eine MPU machen muss damit ich auch wirklich keine Gefahr für den Straßenverkehr bin. Die MPU hat mich auch nochmal 1.200€ gekostet + Haaranalyse von 240€ + MPU Vorbereitung 800€ hat mich alles in allem knapp 3.500 € gekostet damit ich meinen Füherschein wieder bekomme. Muss allerdings dazu sagen dass ich in Bayern wohne und ich glaube hier weht nochmals ein anderer Wind bezüglich Cannabis.
Meiner Meinung nach hast du eig nur 2 Optionen: 1. Du lässt es einfach mit dir machen machst dein Ärztliches Gutachten und danach noch wahrscheinlich eine MPU und mit etwas Glück erhältst du deinen Füherschein wieder.
Option 2 ist dass du dir einen kompetentn Anwalt holst der Ahnung von der Materie hat. Denke jedoch dass dieser Weg a) Kostenintensiver ist und wahrscheinlich sehr lange dauern wird und du erhälst keine Garantie dass du deinen Füherschein wieder bekommst.
Alles in allem kann ich sagen dass es ein sehr sehr langer Prozess ist der teil sehr unfair ist aber wie heisst es so schön: der gute verlier ;)

Hoffe konnte dir irgendwie weiterhelfen - wenn du noch Fragen hast rund um Ärtzliches Gutachten oder der MPU lass es mich wissen helfe dir gerne.
Peace :)
m1234567890
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Nachweis von illegalemTHC Beikonsum bei C-Patienten

Beitrag von m1234567890 »

Hallo und guten Abend,

ich bin C-Patient seit 6 Monaten. Heute wurde ich bei einer Verkehrskontrolle zur Blutentnahme gezwungen da der Polizist
überzeugt war das zum Medizinischen Sativex noch illegales THC Konsumiere.

Obwohl ich alle Unterlagen, Rezepte, Ärztl. Gutachten usw. dabei hatte. Das war dem alles egal.

Der Polizist meinte es könnte zwischen legalen und illegalen THC unterschieden werden bei der Blutprobe.
Hat da schon mal wer was von gehört ?

LG und schönes Wochenende Martin
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Martin Mainz
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Martin Mainz »

Meines Wissens nach nicht. Technisch vielleicht irgendwie möglich, aber viel zu teuer. Hab hier von so was auch noch nichts gelesen.

PS: bitte keine Doppelposts im Forum. Ich lass es jetzt hier stehen und beseitige den anderen klammheimlich.
Ehrenamtlicher Foren-Putzer

Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte einfach eine PN an mich :mrgreen:
Bitte seid nett zueinander - die Welt da draußen ist schlimm genug
moepens
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Re: Nachweis von illegalemTHC Beikonsum bei C-Patienten

Beitrag von moepens »

m1234567890 hat geschrieben: Fr 13. Okt 2023, 17:13 Der Polizist meinte es könnte zwischen legalen und illegalen THC unterschieden werden bei der Blutprobe.
Hat da schon mal wer was von gehört ?
Nein, es ist ein Molekül...
Vielleicht hat er ja auf andere Abbauprodukte gehofft.
Was hat denn der Arzt gesagt? Ich würde mich an deiner Stelle wehren, das war Körperverletzung.
m1234567890
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von m1234567890 »

@ MartinMainz
vielen Dank für die konspirative Hilfe
m1234567890
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von m1234567890 »

Der Polizist sagte wörtlich
das könne neuerdings unterschieden werden.

Ja das ist beim Rechtsanwalt. Vor vier Wochen wurde mir schon eine Blutprobe entnommen mit 34ng aktiven THC.
Die Polizei hat ein Verfahren wegen Drogenbesitz und Trunkenheitsfahrt eingeleitet,
das Straßenverkehrsamt hat ein Bußgeldverfahren eingeleitet.
Alles wurde eingestellt, dank Anwalt.
Und jetzt kommt die Polizei so, trotz forensischen Gutachten trotz Rezept.
Freno
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Re: Nachweis von illegalemTHC Beikonsum bei C-Patienten

Beitrag von Freno »

m1234567890 hat geschrieben: Fr 13. Okt 2023, 17:13 (...)
Der Polizist meinte es könnte zwischen legalen und illegalen THC unterschieden werden bei der Blutprobe.
Hat da schon mal wer was von gehört ?
(...)
Das halte ich für sehr gut möglich - wenn auch nicht in allen Fällen. Das "legale THC" kommt aus Cannabis von der Apotheke, die das Cannabis vor Abgabe an den Kunden/Patienten nochmals untersuchen muß. Es ist also ziemlich genau nachzuvollziehen, was nach Konsum von medizinischen Cannabis im Blut sein kann, und was nicht.

Illegales Cannabis insbesondere solches vom Schwarzmarkt enthält regelmässig anderweitige Substanzen: Streckmittel, synthetische Zusatzstoffe, zB auch synthetisches THC und diese können auch ihre Spur im Blut hinterlassen haben.

Man hört und liest immer noch von den THC-Werten in Blutproben - aber nie etwas von anderweitigen Substanzen, die zwar nicht unmittelbar psychoaktiv sein müssen, aber gleichwohl im Blut nachweisbar sein können.

Hier tut sich ein großes Fragezeichen auf.
m1234567890
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von m1234567890 »

Moin,
ich habe bis jetzt was gefunden, und zwar können Haarproben auf THCA Rückstände getestet werden um einen
Verdacht auf CannabisBeikonsum zu erhalten. Das wird wohl im lauf einer MPU gemacht.
Allerdings habe ich nichts über THCA in Blutscreenings finden können.

LG Martin
pepre
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von pepre »

m1234567890 hat geschrieben: Fr 13. Okt 2023, 19:02 Der Polizist sagte wörtlich "das könne neuerdings unterschieden werden."
Das ist völliger Quatsch. Dazu müsste der Medizinalhanf schon radioaktiv markiert sein. ☢️

Das einzige, was man messen könnte, sind Beimenungen, die im Medizinalhanf nicht vorkommen. Aber da Schwarzmarkthanf extrem heterogen bzgl der Beimengungen ist, weiß man ja gar nicht, nach was man suchen müsste. Auf "Alles" testen ist ein Ding der Unmöglichkeit und schlicht viel zu teuer.
m1234567890 hat geschrieben: Do 19. Okt 2023, 17:20 ... und zwar können Haarproben auf THCA Rückstände getestet werden ...
Sowohl THC, CBD, THCA, CDBA, usw usf sind in jedem Hanf drinnen. Auch hier ist chemisch keine Unterscheidung in Medizinal- und Schwarzmarkhanf möglich.

Man darf nicht alles glauben was die Polizei erzählt, um einen zu fatalen Aussagen zu bewegen. ;)
moepens
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Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von moepens »

Hier eine sehr gute Zusammenfassung von einem Fachanwalt mit Spezialisierung auf Verkehrsrecht bzgl. möglicher Aussagen, die es im Umgang mit der Polizei im Straßenverkehr zu vermeiden gilt: https://www.youtube.com/watch?v=A5x-3Y3NvOw

"Wenn man jetzt sagt 'Ich habe Medikamente genommen', die möglicherweise die Fahreignung beeinträchtigen, ganz schlechte Idee, die Polizei leitet die Information meistens an die Führerscheinstelle weiter und dann werdet ihr aufgefordert, ein ärztliches Gutachten vorzulegen, weil die Führerscheinstelle gerne wissen möchte ob ihr möglicherweise dauerhaft diese Medikamente einnehmt, die eure Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen."
3:12
Ivoivoivo
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Registriert: Do 3. Feb 2022, 18:41

Re: Cannabisrezept, Patient, Führerschein & MPU

Beitrag von Ivoivoivo »

Hallo, ich bin 25 Jahre alt, wohne in München und bin seit über einem Jahr Cannabispatient aufgrund von Schlafstörungen. Ich kriege mittlerweile 60g im Monat verschrieben.

Ich bin im Besitz einer LKW Fahrerlaubnis
Ich fahre täglich Auto als auch LKW.

Ich wurde als Beifahrer im Auto mit med. Cannabis kontrolliert, die Polizei hat dies an die Fsst weitergeleitet.

Ich konnte aufgrund von Arztwechsel und anderen Verzögerungen das geforderte ärztliches Gutachten meines Arztes nicht vorlegen.
Die Fsst verlangt jetzt ein fachärztliches Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle.

Ich habe Angst um meinen Führerschein und meinen Job.

Ich wäre sehr dankbar wenn ihr mir erklären könntet was auf mich zukommt, was ich zu befürchten habe und wie ich diese Untersuchung bestehe.

Welche Tipps und Tricks kennt ihr?
Worauf muss ich achten damit ich nicht meinen Führerschein verliere.

Kann mir jemand eventuell eine Begutachtungsstelle empfehlen?
Ich darf aus diesen Begutachtungsstellen wählen:
(ABV; ABUS; TÜV Nord; TÜV Süd;Dekra; IAS; PIMA-mpu; ProSecur)

Danke im Vorraus
Antworten

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